| |
Tief
verborgen in den Wäldern und Schluchten La Palmas befinden
sich die Felsmalereien der Ureinwohner.
Die sogenannten Petroglyphen leiten ihren Namen aus dem Griechischen
ab: petros>der Stein, glyphein>aushöhlen, herausschnitzen.
Sie stammen von den prähispanischen Ureinwohnern und zählen
zu deren bedeutendsten kulturellen Hinterlassenschaften. Durch Schaben
und Ritzen entstanden in den Felswänden La Palmas Bilder, die
am häufigsten Spiralen und Mäander von einer Größe
bis zu einem Meter zeigen. Bis Heute weiß man kaum etwas über
die Bedeutung der Bilder. Man vermutet jedoch, dass es sich um die
Darstellung natürlicher Phänomene handelt und das die Guanchen
die Zeichnungen in unmittelbarer Nähe ihrer Kultstätten
anbrachten, um damit die Götter um fruchtbare Weiden für
ihr Vieh zu bitten.
|
|
 |
Eine
dieser Kultstätten liegt im archäologischen Park von
La Zarza und La Zarcita im Nordwesten der Insel zwischen La Mata
und Llano Negro. Im Besucherzentrum erfährt man Interessantes über
die Kultur dieses Hirtenvolkes, das einst auf La Palma lebte. Auf
dem etwa 30minütigen Rundweg zur Fuente de La Zarza informieren
Schautafeln über Flora und Fauna der Insel. Nach weiteren
5 Gehminuten gelangt man schließlich zu den hiesigen Felsbildern,
den interessantesten Entdeckungen auf der Insel.
Weitere Felsmalereien findet man unter anderem in der Cueva de Buracas,
die man über einen Wanderpfad in Las Tricias erreichen kann.
Außerdem gibt es eine sehenswerte Fundstelle
in Valencia, oberhalb von El Paso auf dem Weg zum Bejenado. Hier
befinden sich die Felsgravuren von La Fajana, die erst 1982 entdeckt
wurden, sowie ganz in der Nähe die Petroglyphen von El Cementerio
im Barranco de Las Canales. Eine weitere Fundstelle gibt es im
Südosten der Insel in der Cueva de Belmaco nahe dem Ort Mazo.
Auch sie ist für Besucher zugänglich und lohnt einen
Besuch. In diesem Zusammenhang sei auch das Archäologiemuseum
in Los Llanos in der Calle Las Adelfas empfohlen, das erst vor
kurzer Zeit eröffnet wurde. |
|