ALLGEMEINE INFORMATIONEN & NEWS ZU DEN KANAREN UND DER WELT Informaciones generales y actualidades de las islas canarias y del mundo

Wie ernähren sich eigentlich Vulkane?

Sep 1, 14 • Natur / Naturaleza, NewsKommentare deaktiviert für Wie ernähren sich eigentlich Vulkane?Read More »

vulkan

Allgemein bekannt ist, dass die Inseln des Kanarischen Archipels vulkanischen Ursprungs sind und so ergibt sich zwangsläufig die Frage, warum diese Inseln entstehen und was dabei eigentlich geschieht.

Grundsätzlich „lebt“ ein Vulkan auf ziemlich simple Weise: Erdplatten reißen auf oder schieben sich untereinander und schmelzen in der Tiefe zu flüssigem Gestein.

Es gibt zwar verschiedene Arten von Vulkanen, jedoch sind 90 % der aktiven Vulkane die Schildvulkane. Die übrigen bezeichnet man als Schichtvulkane.
Schildvulkane befinden sich innerhalb der Kontinentalplatten oder an auseinanderdriftenden Plattenrändern. Die meisten davon liegen für den Menschen unsichtbar tief im Ozean an den Ozeanböden verborgen. Weltweit gibt es etwa 1700 dieser Schildvulkane.

Die am ehesten sichtbaren Vulkane sind solche, die beim Zusammenstoß von Erdplatten entstehen.
Sie werden als „Strato- oder Schichtvulkane“ bezeichnet.

Der deutsche Forscher Alfred Wegener erkannte und wies Anfang des 20 Jahrhunderts nach, dass die Erdoberfläche aus einzelnen Platten besteht und entdeckte die Kontinentaldrift.
Sein Geburtshaus steht übrigens etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin in dem kleinen Dorf Zechlinerhütte, wo ein liebevoll gestaltetes sehenswertes Museum anschaulich Auskunft über sein Leben und Wirken gibt.
Den Gedanken, dass die einzelnen Landmassen, die jetzt die Kontinente darstellen ursprünglich in der Erdgeschichte zusammenhängend gewesen sein könnten, hatten bereits Forscher vor ihm, wie etwa Sir Francis Bacon im 17. Jahrhundert oder Theodor Christoph Lilienthal im 18. Jahrhundert. Dabei gaben die Ähnlichkeiten der Küstenverläufe den Anstoß für diese Erkenntnisse. Erst den Forschern des 20. Jahrhunderts blieb es dank der Verbesserung der technischen Möglichkeiten und der Sattelitentechnik vorbehalten , die Bewegung der Kontinentalplatten exakt zu bestimmen.

Seit Millionen von Jahren geschieht Folgendes:
Inmitten der Ozeane reißt die Erdkruste auf. Für den Grund des Geschehens gibt es unterschiedliche Überlegungsansätze und ein Zusammenhang mit der Erdrotation wird angenommen. Aus diesen Rissen tritt flüssiges Magma aus und drückt die festen Platten auseinander. Die Platten „schwimmen! Gewissermaßen auf dem flüssigen Teil des Erdmantels und driften darum jährlich etwa 1 bis 10 cm auseinander. Im Gegenzug tauchen die Ränder der Kontinentalplatten ins Erdinnere ab, wodurch der Erdradius konstant bleibt. Das Abtauchen wird als Subduktion bezeichnet. Dieser Vorgang geschieht an den ozeanischen Tiefseerinnen und geht mit Austreten Flüssigen Gesteins und Auftreten teils heftiger Erdbeben einher. Die gedachte Linie entlang dieser Aktivitäten ist als „Pazifischer Feuerring“ bekannt. Länder in diesem Bereich sind häufig von Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Tsunami betroffen, die mit verheerenden Zerstörungen einhergehen. Gewaltige, kaum vorstellbare Kräfte werden frei gesetzt.

Ganz nebenbei entsteht durch die vulkanischen Aktivitäten aber auch „neues“ Land. Das erleben die Bewohner der Kanaren aktuell vor El Hierro, wo in Zukunft eine neue Insel aus dem Meer auftauchen wird, die eines Tages vielleicht sogar bewohnbar ist.

So kurios, wie es auch klingen mag, aber wenn sich die Entwicklung fortsetzt, wird in etwa 60 Millionen Jahren zu erwarten sein, dass Australien an Asien „anstößt“ und ein neuer Kontinent entsteht. Ob es dann noch Menschen geben wird? Das ist bestimmt nicht anzunehmen.
Dass der Vorrat an flüssigem Gestein als Nahrung für die Vulkane jemals zur Neige gehen wird, ist sicher nicht zu erwarten und so wird sich auch das Gesicht unserer Erde stetig verändern.

Tags: , ,

Comments are closed.