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ist die drittkleinste der kanarischen Inselgruppe und mit ihren
ca. 2 Mio Jahren im Verhältnis zu den meißten anderen
Inseln des Archipels noch recht jung. La Palma verfügt über
den größten Senkkrater der Welt und zählt, im Verhältnis
der Höhe zur Fläche zu den steilsten Inseln des Planeten.
Grund der vulkanischen Entstehung ist die sog.
Kontinentaldrift zweier tektonischer Platten: der des Atlantiks
und der Afrikas.
Bewegen sich die Platten aufeinander zu oder von einander weg,
so treibt an einem heißen Punkt an der Grenze zwischen Magma
und Erdkruste – einem sog. Hotspot – ein heißer
Materiestrom nach oben, der einen Hotspot-Vulkan versorgt. Da sich
die Erdkruste etwa doppelt so schnell (10 cm pro Jahr) bewegt,
wie der Erdmantel (5 cm pro Jahr), verändert sich die Position
des Hotspots relativ zur Erdoberfläche und es bilden sich
ganze Ketten von vulkanischen Inseln, wie auch die Kanaren. Dem
Vulkanismus hat La Palma nicht nur seine Existenz zu verdanken,
sondern er verleiht dieser kleinen Insel auch ihr ungewöhnliches
Landschaftsbild. Beherrscht wird sie von der Caldera de Taburiente.
Man nimmt an, dass es sich ursprünglich um ein Ensemble von
mehreren kleinen und einem gewaltigen Vulkan handelte, dessen 3.500
Meter hoher Dom schließlich einstürzte. Die Kraterränder
erodierten dann in den folgenden Jahrmillionen zur heute faszinierenden
Naturschönheit der Caldera. Ihre Hänge steigen bis auf
2.426 Meter – am Roque de los Muchachos auf, ihr Durchmesser
beträgt 9 Kilometer. Das Innere der Caldera ist von Schluchten
zerfurcht, ein Paradies für Wanderer. Südlich der Caldera
erstreckt sich ein Höhenzug wie ein Rücken zur Südspitze
der Insel bis hinunter ins Meer, übersät mit Vulkankegeln:
die Cumbre Nueva und die Cumbre Vieja. |
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Über
die Cumbre Vieja verläuft ein beliebter Wanderweg - Die Vulkanroute.
Von hier aus bieten sich bei klarem Wetter weite Ausblicke auf
La Palma und die drei Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera und El
Hierro. Der einzige, noch immer nicht erloschene Vulkan, welcher
erst 1971 ausbrach, ist der Teneguia im Süden der Insel. Wer
bis hierhin kommt, erreicht den jüngsten und größten
Lavastrom, der sich vom Teneguia ins Meer erstreckt. Hier zeigt
sich die vulkanische Landschaft in seiner extremsten Form: bizarre
Schlackefelder, sich auftürmende Basaltbrocken und feinerer
Lavasand begleiten den Wanderer am Teneguia vorbei bis hinunter
ans Wasser. Der große Bruder des Teneguia, der Vulkan San
Antonio bietet von seinem Kraterrand einen beeindruckenden Ausblick
auf den rot-braunen Teneguia und das Lavafeld. Obwohl dieser letzte
Vulkanausbruch gerade erst etwas über dreißig Jahre
her ist, haben die Palmeros sich das Land bereits wiedergeholt:
rund um den Teneguia wachsen die aromatischen Trauben, die den
bekannten Teneguia-Wein ergeben und an der
Küste erstrecken sich große Bananenplantagen.
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