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TransVulcania La Palma 2014

Jul 14, 14 • Freizeit / Ocio, NewsNo CommentsRead More »

Der Ultramarathon TransVulcania- ULTRAlang, ULTRAsteil und ULTRAschön

transvulcania La palma

In der internationalen Trailrunner Szene ist La Palma längst ein Begriff. Unter einer Vielzahl an sportlichen Wettkämpfen, die sich in den letzten Jahren auf der Insel etabliert haben, hat sich das Top-Event „TransVulcania“ seit der Erstauflage im Jahr 2009 unter die weltweit angesagtesten Ultramarathon manövriert. Die Organisation ist von Jahr zu Jahr professioneller geworden, was die stetig wachsende Teilnehmerzahl bestätigt. Die Strecke ist fast an ihre Grenzen der Aufnahme gestoßen. La Palma hat sich da ein Event herangezogen, was den Wert und den Charakter der Insel nur bestätigt. Wer selber läuft, weiß um die meditative Kraft, die einem der Lauf in derartig atemberaubenden Landschaften bringt.

Längst findet sich hier die Weltelite der Trailrunner ein, um wertvolle Punkte für die Rangliste der Sky-Runner-World-Series zu sammeln. Unter den Top-Läufern befinden sich auch dieses Mal Spitzensportler aus aller Welt, unter ihnen der Katalane Kilian Jornet Burgada und die Schwedin Emelie Forsberg (Gewinner in 2013), Anna Heather Frost aus Neuseeland und Dakota Jones aus den USA (Gewinner in 2012), Timothy Olson, Alberto Hernando, Sage Canady und der beste deutsche Trailrunner Philipp Reiter, um nur einige zu nennen.

Die Top Athleten haben Personal Trainer, einen Ernährungsberater und Physiotherapeuten. Sie verdienen ihr Geld damit. Ein ebenso, wenn nicht größerer Respekt gilt darum auch all denen, die neben ihrer Berufstätigkeit das Training in der Freizeit absolvieren und sich nebenbei auch noch um die ausgeglichene Ernährung kümmern. Sie werden es vielleicht nicht schaffen, die Distanz in unter sieben Stunde zu absolvieren, doch die mentale Herausforderung ist gleich. Ebenso die Quälerei und die Frage: „Warum mache ich das“, ist in allen Köpfen. Jeder der ankommt, wird mit einem wochenlang anhaltenden Gefühlscocktail belohnt.
Waren es im Jahr 2009 gerade einmal 400 Läufer, die sich der extremen Herausforderung stellten, sind es jetzt 2000 Teilnehmer. Schon im Januar dieses Jahres war die maximale Teilnehmerzahl erreicht und die TransVulcania ausgebucht.

In diesem Jahr gibt es im Rahmen der TransVulcania neben dem Halbmarathon erstmalig auch eine Marathon-Distanz über 44,3 km sowie einen Vertical-Trail. Letztgenannter bildet nur zwei Tage vor dem Ultramarathon den Auftakt. Wie der Name ankündigt, müssen hierbei in kürzester Zeit extreme Höhenmeter bezwungen werden. Vom Strand in Tazacorte hinauf zum Torre del Time, gerade mal 6,6 km, dafür aber 1160 Höhenmeter und auch hier können die Skyrunner wertvolle Punkte sammeln.

Der Marathon startet am Refugio El Pilar, führt über den Roque de Los Muchachos um den Kessel der Caldera de Taburiente und zum Ziel in Puerto de Tazacorte.
Für die Teilnehmer der TransVulcania heißt es, mitten in der Nacht aufzustehen, um noch in aller Ruhe ein Frühstück zu sich zu nehmen und sich zum Start am Leuchtturm von Fuencaliente zu begeben, denn um 6 Uhr morgens fällt dort der Startschuss. Die Strecke verläuft über die zwei großen Wanderwege der Insel, GR 130 und GR 131, und führt – abgesehen vom Bereich Fuencaliente ( Los Canarios ), der Ortschaft Puerto de Tazacorte und dem Zielgebiet in der Ortschaft Los Llanos de Aridane – kaum durch bewohnte Bereiche.

Mit Stirnlampen ausstaffiert fädelt sich die riesige Läuferschar auf dem schmalen Wanderpfad ein und begibt sich nach dem Start hinaus in die Finsternis. Aus der Ferne bilden die unzähligen Stirnlampen eine lange, funkelnde Perlenschnur. Über 18 km geht es nun bergauf durch den Ort Fuencaliente und weiter zu den Gipfeln der Deseada, während die Sonne allmählich aufgeht und die Vulkane der Insel in warmes Licht taucht. Ein sicher unvergesslicher Morgen auf dem Dach der Insel mit weitem Blick bis zu den Nachbarinseln. Nach dem Erreichen der Deseadas geht es weiter zum wichtigen Zwischenziel beim Refugio El Pilar nach 26,8 km, wo der Halbmarathon endet. Die hier wartende Zuschauermenge vernehmen die Läufer schon viele Kilometer vorher.
Nach dem Auftanken an der dortigen Verpflegungsstation geht es nun auf den langen Weg zum höchsten Punkt der Insel, dem Roque de Los Muchachos. Wer es bis hierher schafft, hat 57,8 km der insgesamt 83,3 km bereits hinter sich und mit Sicherheit eine atemberaubende Landschaft durchquert und bleibende eindrücke gesammelt. Von nun an geht es stetig bergab durch den erfrischenden Kiefernwald zum Torre del Time und weiter hinunter ans Meer nach Tazacorte. Der Abstieg auf zum Teil gerölligem Untergrund bedeutet extreme Belastungen für die Beine. Die Muskeln brennen. Am Strand von Tazacorte heißen die vielen Zuschauer die Läufer willkommen zurück in der Zivilisation und geben ihnen die Kraft und Motivation für den letzten Anstieg zum Zieleinlauf in Los Llanos de Aridane.

Der erste TransVulcania-Ultramarathon fand übrigens am 27. Juli 2009 statt. Damals also noch mitten im Sommer und wie es das Schicksal wollte, rückte unmittelbar vor dem Rennen ein Calima auf uns zu, der die Temperaturen bereits in der Nacht vor dem Lauf auf knapp 30 Grad steigen ließ. Trotz der erheblich schwierigeren Bedingungen erreichte der damals Beste, Salvador Calvo, das Ziel in fast genau 9 Stunden. Infos unter: www.transvulcania.com

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