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Thema: Tijarafe - Gemeinde im Nordwesten der Insel
 

Auf dem Weg von Los Llanos de Aridane nach Garafia durchfährt man die Gemeinde Tijarafe, zu der die Ortsteile La Punta, Arecida, El Jesus, La Costa, El Pinar, El Pueblo, Tinizara, Bellido, Aguatavar und Amagar gehören.

Tijarafe mit seinen knapp 2800 Einwohnern liegt 663 Meter über dem Meeresspiegel entlang der Durchfahrtsstraße, die sich in nur etwa zwei Kilometer Entfernung von der Küste dahin windet.

Im Ortskern von Tijarafe steht die um 1700 gebaute Kirche „Iglesia Virgen de la Candelaria“ mit einem besonders sehenswerten Hauptalter im Barocken Stil mit der Schutzpatronin, der einen Meter großen Marienfigur mit dem Jesuskind. Die Flämische Skulptur stammt aus dem 16. Jahrhundert. Dem Namen folgend soll sie das Licht in die Gemeinde gebracht haben. Die Pfarrkirche mit ihrem steinernen Glockenturm bietet ein schönes Fotomotiv.

Unterhalb der Pfarrkirche kann man in der ehemaligen Schule „Casa del Maestro“, die sich in dem Gässchen mit dem Namen „Calle Dieciocho de Julio“ befindet, eine interessante Ausstellung des Kunsthandwerkes der Kanaren ansehen. (bei Drucklegung vorübergehend aus Personalmangel geschlossen)
Hier wird auch die „Fiesta des Diabolo“ dokumentarisch und mit Masken dargestellt, eines der bekanntesten Inselfeste, das jeweils Anfang September seit 1923 gefeiert wird. Mit diesem Fest ehren die Bewohner die Virgen de Candelaria. Traditioneller Höhepunkt des Festes ist das Erscheinen des Teufels, der durch die Menge tanzt. Aus der Figur zünden sich Feuer speiend Raketen und schließlich findet der Teufel sein Ende, in dem sein Kopf selbst mit Getöse in die Luft fliegt.

Tijarafe hat sich hauptsächlich seit dem 20. Jahrhundert zu einem wohlhabenden Dorf entwickelt, in dem überwiegend Landwirtschaft betrieben wird. Das wurde durch die „Bewirtschaftung“ des Wassers ermöglicht, die den Anbau von Bananen, Avocado und anderer Kulturpfl anzen erlaubte, die ansonsten auf die recht unsicheren Niederschläge angewiesen waren. Überall findet man die „Canteros“ (Terrassenfelder) mit ihrer roten, fruchtbaren Erde.

Die blühenden Mandelbäume Ende Januar/Anfang Februar jeden Jahres sind auffälliges Merkmal der Landschaft. Die Steilküsten der Gegend gestatten zwar schöne Ansichten, bieten aber kaum Bademöglichkeiten. Unterhalb von Tijarafe, wo das Meer bizarr anmutende Formen und Höhlen in das Gestein gewaschen hat, liegt eine Bucht, die als „Schmugglerhafen“ bekannt ist.
Über eine schmale, asphaltierte Straße kommt man nur bis nahe an die Bucht und es ist ratsam, den Weg zu Fuß von Tijarafe aus zu nehmen. Jedoch sollte man die Mühen des Weges nicht unterschätzen, denn es geht ziemlich steil die 600 Meter Höhenunterschied zum Meer hinab. Hin- und Rückweg sind zusammen ungefähr 9 km lang.

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Ausgabe:
Nº 07 Sommer 2011

erscheint am:
01.Juni 2011

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