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Auf
dem Weg zum langen Sandstrand in Puerto de Tazacorte durchquert
man unter Umständen ein recht verschlafenes Örtchen namens
Tazacorte-Pueblo, von der Bevölkerung liebevoll “Paris
chiquito” genannt. Dabei lohnt es sich, hier durchaus auch
einmal halt zu machen und einen Rundgang durch die Geschichte La
Palmas zu unternehmen. Der Ort, in dem überwiegend Bauern
und Fischer wohnten, ist auch Heute noch Heimat verschiedener Handwerkskunst.
An der Kirche San Miguel, die hoch oben über der Straße
trohnt, beginnt unser Weg. Die Kirche wurde über der ersten
Wallfahrtskapelle der Insel erbaut und birgt Heute neben interessanten
Kunstgegenständen die Reliquien des Martyriums der Jesuiten,
welche im 16. Jahrhundert ihren Seeweg von Lissabon nach Brasilien
antraten. Dort kamen sie nie an, da sie durch Piraten während
eines Aufenthaltes in Fuencaliente (Los Canarios) ihren Tod fanden.
Heute finden Taucher an dieser Stelle die zum Andenken ins Meer
geworfenen Kreuze.
Tipp1: Direkt im Schatten der Kirche San Miguel befindet
sich ein kleiner Kunsthandwerksladen namens “Lilith”.
Kleider, Schuhe, Hüte, aus Seide und Baumwolle, handgefertigt.
Tipp2: Ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Kirche befindet
sich der Werkstattladen „Volcan Verde“, in dem man
dem
Handwerker bei seiner Arbeit zusehen kann.
Der Weg führt uns weiter durch einen andalusisch anmutenden
Laubengang hinauf in die verwinkelten, schmalen Gässchen in
Richtung Rathaus. Immer wieder neue lauschige Plätze mit kunstvoll,
gestalteten Brunnen tun sich auf. Wir passieren ein hübsches,
mit Blumen verziertes Haus, welches sich als das 1. Rathaus von
1925 herausstellt, dem Jahr, in dem die Bewohner von Tazacorte
ihre Unabhängigkeit von Los Llanos erlangt haben.
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Nach
vielen Treppen, etlichen Ecken, und zum Teil wunderschön restaurierten
Häusern, befinden wir uns wieder an der Hauptstraße und
stehen, nach passieren einer breiten Fussgängerzone, vor dem
neuen Rathaus mit seinem imposanten Brunnenvorplatz.
Weiter geht es in Richtig “El Charco”, dem ältesten Ortsteil
Tazacortes. Dort befinden sich Gebäude von unschätzbarem Wert für
das kulturelle Erbe der Gemeinde “Baganete”. Zum Beispiel das Massieu – Van
Dalle – Monteverde und Ponte –Haus aus dem 17. Jahrhundert, welches
Heute noch durch das Familienwappen über der Tür an die einstigen
Besitzer erinnert. Seit der Renovierung durch den Inselrat dient es als Ort
für verschiedene kulturelle Veranstaltungen.
Etwas unterhalb, inmitten der Bananenplatagen, gelangen wir zum Bananenmuseum.
Ein zweistöckiges Gebäude in kanarischem Stil, welches nicht nur
die Geschichte der Bananenkultur erzählt, sondern auch auf zahlreichen
Tafeln über die Geschichte La Palmas informiert. Der Bananenanbau ist
seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach wie vor wichtigster Wirtschaftszweig der
Insel. Der etwas unscheinbare Name des Museums täuscht, denn ein Besuch
dieses Museums ist sehr empfehlenswert.
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