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Tazacorte – ein Ort namens “Paris chiquito”

Nov 20, 08 • Kultur / CulturaKommentare deaktiviertRead More »

tazacorte

Auf dem Weg zum langen Sandstrand in Puerto de Tazacorte durchquert man unter Umständen ein recht verschlafenes Örtchen namens Tazacorte-Pueblo, von der Bevölkerung liebevoll “Paris chiquito” genannt. Dabei lohnt es sich, hier durchaus auch einmal halt zu machen und einen Rundgang durch die Geschichte La Palmas zu unternehmen. Der Ort, in dem überwiegend Bauern und Fischer wohnten, ist auch Heute noch Heimat verschiedener Handwerkskunst.

Ein kleiner Rundgang durch Tazacorte

An der Kirche San Miguel, die hoch oben über der Straße trohnt, beginnt unser Weg. Die Kirche wurde über der ersten Wallfahrtskapelle der Insel erbaut und birgt Heute neben interessanten Kunstgegenständen die Reliquien des Martyriums der Jesuiten, welche im 16. Jahrhundert ihren Seeweg von Lissabon nach Brasilien antraten. Dort kamen sie nie an, da sie durch Piraten während eines Aufenthaltes in Fuencaliente (Los Canarios) ihren Tod fanden. Heute finden Taucher an dieser Stelle die zum Andenken ins Meer geworfenen Kreuze.

Tipp1: Direkt im Schatten der Kirche San Miguel befindet sich ein kleiner Kunsthandwerksladen namens “Lilith”. Kleider, Schuhe, Hüte, aus Seide und Baumwolle, handgefertigt.
Tipp2: Ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich der Werkstattladen „Volcan Verde“, in dem man dem Handwerker bei seiner Arbeit zusehen kann.

Der Weg führt uns weiter durch einen andalusisch anmutenden Laubengang hinauf in die verwinkelten, schmalen Gässchen in Richtung Rathaus. Immer wieder neue lauschige Plätze mit kunstvoll, gestalteten Brunnen tun sich auf. Wir passieren ein hübsches, mit Blumen verziertes Haus, welches sich als das 1. Rathaus von 1925 herausstellt, dem Jahr, in dem die Bewohner von Tazacorte ihre Unabhängigkeit von Los Llanos erlangt haben.

Nach vielen Treppen, etlichen Ecken, und zum Teil wunderschön restaurierten Häusern, befinden wir uns wieder an der Hauptstraße und stehen, nach passieren einer breiten Fussgängerzone, vor dem neuen Rathaus mit seinem imposanten Brunnenvorplatz.
Weiter geht es in Richtig “El Charco”, dem ältesten Ortsteil Tazacortes. Dort befinden sich Gebäude von unschätzbarem Wert für das kulturelle Erbe der Gemeinde “Baganete”. Zum Beispiel das Massieu – Van Dalle – Monteverde und Ponte –Haus aus dem 17. Jahrhundert, welches Heute noch durch das Familienwappen über der Tür an die einstigen Besitzer erinnert. Seit der Renovierung durch den Inselrat dient es als Ort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen.
Etwas unterhalb, inmitten der Bananenplatagen, gelangen wir zum Bananenmuseum. Ein zweistöckiges Gebäude in kanarischem Stil, welches nicht nur die Geschichte der Bananenkultur erzählt, sondern auch auf zahlreichen Tafeln über die Geschichte La Palmas informiert. Der Bananenanbau ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach wie vor wichtigster Wirtschaftszweig der Insel. Der etwas unscheinbare Name des Museums täuscht, denn ein Besuch dieses Museums ist sehr empfehlenswert.

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