Immobilienerwerb in Spanien

Erwerb von Grundeigentum in Spanien

Wie heißt es doch so schön: “Wer einmal auf La Palma war, kommt immer oder nie mehr wieder”. Für die einen in es “nur” eine Insel, für die Anderen das größte Glück, wenigstens einmal im Jahr hier den Urlaub zu verbringen. Insel der Glückseligen eben.
Und während man die Ruhe und den Charme der Insel genießt, kommt vielen der Gedanke, hier zu überwintern oder gar ganz auf La Palma leben zu wollen. Am liebsten im eigenen Haus. Ob ganz zur eigenen Nutzung oder als Geldanlage, die man auch weitervermieten könnte. Aber wie geht man da vor und was ist unbedingt zu beachten?

Gründe gibt es viele, ebenso wie es Dinge gibt, die man bedenken sollte, bevor es ernst wird.
Ein oft unterschätzter Punkt ist auf La Palma beispielsweise das Wetter. Auf der Insel herrscht generell ein ganzjährig mildes Klima. Dennoch gibt es die verschiedensten Klimazonen, Fallwinde, regenreichere- und extrem trockene Regionen. Im ersten Moment scheint dies vernachlässigbar zu sein, doch wer erst einige Zeit hier lebt, weiß wovon die Rede ist. Informieren sie sich daher vorab nach besonderen klimatischen Verhältnissen, am besten durch direktes Befragen der Nachbarn des infrage kommenden Objektes. Auch die Vegetation gibt einige Erkenntnisse. Generell gilt, dass die Temperaturen in der Nähe des Meeres am beständigsten sind und je höher man sich befindet größeren Schwankungen unterliegen.
Ein weiterer prüfender Blick gilt der Infrastruktur. Müssen Sie häufiger zum Hafen oder Flughafen? Das kann in Stress ausarten, wenn Sie dann besonders schön, aber womöglich auch besonders abgelegen wohnen.

Kaufabwicklung – Immobilienerwerb

Haben Sie ein geeignetes Objekt gefunden, sollten vor Abschluss eines Kaufvertrages einige wichtige Punkte geklärt werden. Handelt es sich etwa um ein Grundstück, ist vorab zu klären, ob dieses bebaubar ist, wo genau die Grundstücksgrenzen verlaufen (evtl. durch einen Katasterplan), wie die Versorgung mit Strom, Wasser, Telefon usw. möglich ist und ob eventuelle Zufahrts- oder Wegerechte bestehen.
Möchte man ein Grundstück mit bestehender Bausubstanz (z. B. Pajero) erwerben, um diese auszubauen, muss vorab geklärt werden, ab das Gebäude eingetragen ist, es sich um einen Stall oder tatsächlich um ein Wohngebäude handelt. Auch die Zone, in der sich das Objekt befindet, ist ausschlaggebend dafür, in welcher Größenordnung erweitert und ausgebaut werden darf.
Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob evtl. ein Vorkaufsrecht besteht, das Objekt vermietet oder verpachtet ist und die Grundsteuern bezahlt wurden. Durch Einsicht in den Grundbuchauszug lässt sich prüfen, ob das Objekt frei von Belastungen und wer der rechtmäßige Eigentümer ist.
Zu all diesen Fragen gibt Ihnen der jeweilige Immobilienmakler vor Ort detailierte Auskunft. Für die entgültige Kaufabwicklung beauftragt der Immobilienmakler ein Notariat. Diese prüfen ebenfalls, durch Sichtung der erbrachten Unterlagen, die Eigentums- und evtl. Belastungssituation des Kaufobjektes. Unmittelbar nach Abschluss des notariellen Vertrages erfolgt die Bezahlung per Bankcheck. Direkt im Anschluss wird das Grundbuchamt per Fax über den Eigentümerwechsel informiert. Die Eintragung ins Grundbuch ist in der Regel ca. 4-8 Wochen später vollzogen.

Nebenkosten und Steuern

Notar und Grundbucheintrag: ca. 1 Prozent des Kaufpreises
Makler-Courtage: 3 Prozent
Grunderwerbssteuer: 6,5 Prozent
Grundsteuer: legt die Gemeinde fest

25% Steuern für Vermiet-Einkünfte, eine Vermietlizenz von der Tourismusbehörde ist erforderlich

Auswandern nach La Palma

Roque de Los Muchachos

Auswandern nach La Palma

Jedes Jahr erwägen viele Besucher unserer schönen Insel, ihren Lebensmittelpunkt ganz nach La Palma zu verlegen, aber wie so etwas anfangen? Wie verkraftet man die Trennung von Familie und Freunden? Findet man hier einen Job?

Do und Rainer Fritzsche aus dem westfälischen Hagen fällten die Entscheidung nach La Palma zu gehen 2007 nach einem zweiwöchigen Urlaub auf der Insel. Zwar hatten sie schon länger über das Auswandern nachgedacht, aber der Aufenthalt hier machte klar: das war das ideale Domizil. Ein Häuschen war dank Internet und reichlich Immobilienmaklern schnell ausfindig gemacht. Beruflich war die Trennung von Deutschland für beide nicht schwierig: Rainer Fritzsche, vormals Theaterdirektor, mittlerweile über 60 Jahre alt und nach einem schweren Schlaganfall vor sechs Jahren früh verrentet, hatte in Deutschland keine beruflichen Verpflichtungen mehr. Dorothe Fritzsche, 47 Jahre alt, hatte sich bereits drei Jahre zuvor als Coach in Deutschland selbstständig gemacht und träumte seitdem einen großen beruflichen Traum: Seminare für Menschen anbieten, die in ihrem Alltag erschöpft und ausgepowert Ruhe und Stille suchen, sich selbst reflektieren wollen und nach Orientierung in ihrem Leben suchen. Das traurige verregnete Deutschland schien dafür nicht der ideale Ort.

Den fand Do Fritzsche auf La Palma: „ Als ich zum ersten Mal auf der Terrasse unseres Hauses stand und sich vor meinen Augen der schier unendliche Blick auf den Ozean öffnete, wusste ich: hier ist der richtige Ort für mein Projekt: mein Seminargarten.“ Fritzsches verkauften ihre Eigentumswohnung in Deutschland, kündigten alle Verträge, Versicherungen und Zeitschriften, verkauften die Hälfte ihres Hausstands und orderten einen Überseecontainer. „Mit sechs Monaten Vorbereitung war unser Zeitplan sicher eher knapp, aber alles klappte wie geschmiert. Sogar einen Teilzeitjob hatte ich schon gefunden, per Internet natürlich.“ Internet macht auch den Kontakt mit Familie und Freunden jederzeit und fast unbegrenzt möglich. „Eigentlich haben uns alle nur beneidet. Sicher hatten wir einige Probleme von vorneherein nicht, andere sollten sich erst nach unserem Umzug ergeben.“ Unerwartet lange dauerte z.B. die Reise des Umzugscontainers, solange machten Fritzsches in ihrem renovierungsbedürftigen Häuschen Hauscamping mit bescheidensten Mitteln: kein Strom, Wasser nur in der Küche. „Nach Sonnenuntergang war der Tag für uns praktisch beendet. Essen bei Kerzenschein, dann ab ins Bett. Die ersten Nächte hier waren lang!“ schmunzelt Do Fritzsche.

Mittlerweile haben sie sich eingerichtet, obwohl die Renovierung lange noch nicht abgeschlossen ist. „Manches dauert hier doch etwas länger“, so Rainer Fritzsche, ein erfahrener Hausrestaurateur. „Hier gibt es nun mal keine großen Baumärkte, dafür aber viele gut sortierte Ferreterias. Aber wer hat was? Das dauert ein wenig, das herauszufinden und vieles muss man erstmal langwierig bestellen. Da braucht es Geduld und Gelassenheit.“ Hilfe hatten Fritzsches nicht nur von deutschen Handwerkern, die auf der Insel zahlreich vertreten sind, sondern vor allem auch von Spaniern. Die Nachbarn liefern per Verlängerungskabel den Strom, der örtliche Ferreteria-Chef erweist sich als „Mann für alle Fälle“.

Spanisch-Kenntnisse? „Sollte man haben,“ meint Do Fritzsche. „Mit dem Lernen habe ich sofort angefangen, als unsere Entscheidung feststand. Mir hat allerdings geholfen, dass ich schon Englisch und Französisch unterrichtet habe. Viele Worte sind ähnlich und die Grammatik ähnelt sehr dem Französischen. Mein Mann allerdings…“ – „…behilft sich mit Italienisch und lernt ansonsten beim Sprechen“ fällt Rainer Fritzsche seiner Frau ins Wort. Nach drei Monaten ist aus einem völlig zugewucherten Grundstück eine gärtnerische Oase geworden, die ihrer Bestimmung als Seminargarten entgegenwächst. „Oft höre ich hier nur die Schreie der Dohlen und irgendwo bellt ein Hund. Die Lichtspiele auf dem Meer sind manchmal geradezu überirdisch schön. Ich bin sicher, hier werden die Menschen, die zu mir kommen, Ruhe finden und Kraft schöpfen.“ Wir wünschen viel Erfolg! (Ausgabe 1 / Sommer 2008)