Erstes Einkaufszentrum auf La Palma eröffnet

 

Das Trocadero Einkaufszentrum öffnete heute, am 25.06.2016 in Los Llanos. Es befindet sich in der Avda. Venezuela. Dies ist die erste Einrichtung seiner Art auf der Insel. Ursprünglich war die Eröffnung für den 15. Juni geplant, wurde jedoch aus strategischen Gründen auf den heutigen Tag verlegt, um nicht mit den vorangegangenen Festivitäten zusammen zu treffen.

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In dem neuen Gebäude haben sich auf 4 Etagen einige Franchise-Unternehmen angesiedelt die zur Zeit etwas über die Hälfte der vorhandenen Ladenlokale belegen. Man hofft, damit auch in naher Zukunft lokale Geschäfte anzulocken. Das Trocadero verfügt über mehr als 30 Lokale, die alle barrierefrei erreicht werden können, da die einzelnen Etagen nicht via Roll“treppe“ sondern Rollband und zudem auch via Fahrstuhl erreicht werden können.

Neben einem Supermarkt und einem Fitnessraum befinden sich im Trocadero Einkaufszentrum eingie Bekleidungsgeschäfte für Erwachsene und Kinder, auch Sportartikel, Haushaltsgeräte und Elektronik, Spielzeug, Dekoration und mehr. Das Trocadero Einkaufszentrum hat etwa 19.000 Quadratmeter Fläche, von denen etwa 10.000 für den gewerblichen Bereich vorgesehen sind. Ebenfalls vorhanden ist ein eigenes Parkhaus. Was jetzt noch fehlt, wären 1-2 Bars oder Cafés.

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Archäologiemuseum: Wo Historie auf Moderne trifft

Archäologiemuseum Los Llanos de Aridane

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Wer mehr über Las Palmas Urgeschichte und seine ursprünglichen Bewohner erfahren möchte ist eingeladen, sich das wohl gelungenste und zugleich modernste Bauwerk der Insel im Herzen von Los Llanos zu besuchen: das Museo arqueológico. Der Rundbau empfängt den Besucher mit einer architektonisch schön strukturierten Eingangshalle, in der man unweigerlich den Blick nach oben richtet. Tatsächlich befindet sich die eigentliche Ausstellung in der ersten Etage und wählt man den Rund(auf)gang, so begegnet man als erstes einer typischen Wohnhöhle der palmerischen Ureinwohner. Eine Infotafel informiert über die verschiedenen Lebensbereiche in einer solchen Höhle. Neben der „Küche“ erkennen wir eine Schlafkoje und direkt nebenan befindet sich eine Nebenhöhle: es ist die Ruhestätte der Vorfahren. Schnell fällt der Blick des Besuchers auf einen kleinen Bildschirm, auf dem eine ganz besonders hübsch gemachter Animationskurzfilm läuft: in Aquarelloptik sieht der Betrachter hier Szenen des Bestattungsritus der Guanchen. Ein kleines, aber besonders schön gelungenes Detail der Ausstellung.

Große Glasvitrinen informieren den Besucher über die verschiedenen Phasen palmerischer Keramik und der Verwendung der unterschiedlichen Naturmaterialen für den Alltag der Ureinwohner. Viel eher aber zieht es den Besucher zu dem kleinen Steinhüttenensemble, das inmitten des Raumes nachgebaut wurde. Hier wirft man einen Blick in die gute Stube der Ureinwohner inclusive Ziegenstall und Vorratshütte. Eigentlich, alles was der Mensch so braucht. Eine große Wandinstallation zeigt, wo auf der Insel sich die Ansiedlungen der Ureinwohner befanden. Dabei sind es teilweise eher Höhlenbehausungen oder aber Steinhüttensiedlungen. Eine Timeline am Boden führt uns von der Urzeit bis in die Gegenwart und eine Videoeinspielung macht uns erneut bewusst, dass wir mitten auf Vulkanen leben, deren letzter gewaltiger Ausbruch ja auch gar noch nicht so lange her ist.

Eine Reihe von Steinquadern lädt den Besucher ein, sich einen Moment zu setzen und zu verweilen. Sein Blick wird auf eine weitere Wandinstallation gerichtet, welche über die unterschiedlichen Klimazonen der Insel und deren Tier- und Pflanzenwelt informiert. Zudem gibt es einiges über die Haltung von Ziegen und über inseltypische Produkte zu erfahren. Insgesamt eine informative, gut überschaubare und den Besucher nicht überfrachtende Schau. Schade nur, dass es kein begleitendes schriftliches Material zur Ausstellung gibt. Das wäre für viele Besucher sicher eine sinnvolle Ergänzung.