La Palma – Isla Azul

La Palma – Isla Azul (Titelfoto: La Palma Diving Center Los Cancajos)

Die Isla bonita und Isla verde bekommt nun einen weiteren Beinamen und heisst ab sofort auch noch Isla Azul.

„La Palma. Isla Azul“ ist der Name eines Projekts von und für Liebhaber des Tauchsports, deren Hauptziel es ist, das Bewusstsein für den Schutz der Meeresbodens des Archipels zu erhöhen.

Ein Dokumentarfilm von Alfonso Montes De Oca zeigt über 15 Minuten die Schönheiten, die sich unter dem weiten Ozean verstecken. Multicines Millenium in Los Llanos präsentierte am vergangenen Freitag das Werk vor etwa 300 Menschen, die von der Qualität der Bilder mehr als beeindruckt waren.

Hier gibt es einen kleinen Ausschnitt zu sehen: http://www.larevistadelapalma.com/la-palma-isla-azul-docu/

Die geologischen, biologischen und landschaftlichen Werte des Meeresgebietes von La Palma machen den Meeresboden vor der Insel zu einem der besten weltweit, den es zu schützen und zu bewahren gilt. Das Projekt „La Palma. Isla Azul“ möchte genau dieses tun. Der Dokumentarfilm macht klar, dass konzertierte Anstrengungen notwendig sind, um die bestehende biologische Vielfalt der Meere zu erhalten und zu optimieren. Man muss einen Konsens zur nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen finden, denn der, im Großen und Ganzen durch menschliche Aktivitäten verursachte Klimawandel schädigt die Ozeane und das Leben in ihnen. Ein wichtiger Punkt wäre in diesem Zusammenhang die strengere Reglementierung der Fischerei vor der Küste. Der Mensch muss die Notwendigkeit der Änderung seiner Gewohnheiten im Verbrauch natürlicher Ressourcen begreifen, denn die Ozeane sind nicht nur Lebensraum für maritime Lebewesen sondern auch für das Leben auf dem Erdboden unabdingbar.

Portrait: Eva Lilith Pereda

Eva Lilith

Ihre Bilder fallen auf, man sieht auf den ersten Blick ein großes Talent: Eva Lilith Pereda, 36 Jahre alt, geboren in Madrid, die Mutter stammt aus La Palma. Sie wird in eine Künstlerfamilie geboren, der Vater Bildhauer, der Großvater Mäzen, die Mutter malt, die Tanten ebenfalls. So weiß die kleine Eva Lilith schon mit 4 Jahren, dass sie Malerin werden will. Und dieses Ziel hat sie erreicht!

Nach dem Studium in Teneriffa treibt es sie ein wenig durch die Welt, Barcelona, Pyrenäen, Griechenland. Und überall malt sie, sucht nach wieder anderen, neuen Motiven, lernt verschiedenste Techniken und Stilrichtungen, gestaltet und bemalt auch Alltagsobjekte, Schuhe, Taschen und Regenschirme. Sie stellt aus, in Madrid, Barcelona, Cadiz, wirkt bei Kunstevents mit. Seit einem Jahr lebt sie wieder auf La Palma und hatte bereits Ausstellungen in Tazacorte und Los Llanos.

Ihr Malstil? Eva Lilith´s Werk ist vielfältig, sie malt abstrakt, figurativ, klassisch. Sie verweigert sich konsequent dem Kunstmarkt, der in den Galerien abläuft und sucht lieber nach kleineren, intimeren Ausstellungsorten – und hat Erfolg, denn ihre Ausstellungsbilder sind regelmäßig so gut wie ausverkauft. Weitere Aufträge ergeben sich. Zuletzt malt sie einige klerikale Werke, ganz im klassischen Stil gehalten.

Aktuell treibt sie ein anderes Thema um: die Physik. Ihr nächstes Projekt ist ein Buch, in dem das Thema ihrer Doktorarbeit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden soll. Man darf gespannt sein.

Ausserdem belegte sie mit ihrem Kurzfilm „Quemar Pajarracas“ gerade den 3. Preis beim Kurzfilm-Festival.

nächste Ausstellungen: Dezember, Los Llanos

Kontakt-E-Mail: habalilith@gmail.com

 

Prämierter Kurzfilm von Eva Lilith

La Palma: Drittschönste Insel der Welt

 

Nicht umsonst nennt man sie auch die „isla bonita“, die schöne Insel des Kanarischen Archipels. La Palma, die kleine, grüne Insel im weiten Atlantik rangiert bei der UNESCO-Wahl der schönsten Inseln der Welt regelmässig auf den Toprangen, gleich neben ebenso schönen Trauminseln wie Jamaica oder Bora Bora.

2002 wurde sie von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, was vor allem in der besonderen Vielfalt der Pflanzenwelt begründet ist. Mehr als 70 Arten finden sich nur hier.

Zudem befindet sich auf La Palma einer der größten Vulkankrater der Welt, der Nationalpark der Caldera de Taburiente.

Auf La Palma findet man so einiges, vor allem aber Ruhe. Fernab von Staus und dem Trubel und der Hektik der Großstädte ist das Leben hier noch bewusst wahrzunehmen. Freizeitbeschäftigungen gibt es genug. Die Insel bietet Wanderern, Bikern, Tauchern, oder Paraglidern einen bestens geeigneten Ort, denn auch im Winter bleiben die Temperaturen konstant bei Werten um 20 Grad. Daher rührt sicher auch der Name „Insel des ewigen Frühlings“. Auch für Kulturinteressierte hat La Palma viel zu bieten, denn neben typischer Architektur der wechselnden Bewohner der Insel gibt es hier noch viele Spuren der Ureinwohner zu bestaunen.

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Straßenarbeiten im „Angustias“ dauern an

 

Seit Wochen sind die Straßenarbeiten im Barranco de las Angustias (bei Km89) nun schon im Gange und ein baldiges Ende scheint nicht in Sicht. Es wird dort Fels abgetragen, um die engen Kurven etwas übersichtlicher und sicherer zu gestalten.

Am Tage wird der Verkehr manuell von Personal geregelt und so kann es mitunter zu längeren Wartezeiten kommen. Nachts wird die Straße größtenteils freigegeben.

Das Gestein ist, anders als in vielen Bereichen der Insel sehr sandig und für die Arbeiter schwer zu kalkulieren. Ein kleinerer Erdrutsch führte dabei schon zu einem langen Stau und 1,5 stündiger Wartezeit. Bei jedem weiteren hämmern auf den Felsbrocken rutscht loses Geröll hinterher. Es staubt und die Fahrbahn ist schmutzig und beschädigt.

Wann die Begradigungen beendet sind ist noch nicht abzusehen. Planen sie also nach wie vor 15 bis 20 Minuten länger ein, wenn sie den Barranco de las Angustias zwischen Tazacorte und El Time passieren wollen.

Auf der Südseite des Barranco wird kurz vor Argual auch kräftig geschoben um die Fahrbahn zu verbreitern. Da kommt es allerdings nicht zu Verkehrsbehinderungen. Ein kleiner Trost für die Wartezeiten ist, dass danach das Straßennetz wieder ein kleines Stückchen moderner ist.

La Palma – Buchpremiere

Tochter des Drachenbaums

Roman von Susanne Aernecke

 

Susanne Arndt
Susanne Aernecke

Die Autorin und Filmemacherin Susanne Aernecke lebt seit vielen Jahren auf La Palma, und zwar im Norden, wo die meisten Drachenbäume stehen. Inspiriert von diesen urtümlichen Gewächsen hat sie einen Roman geschrieben, der einerseits in der Zeit spielt als die Insel Benahore noch von den Ureinwohnern bevölkert war und andererseits heute.

 

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, beide Heilerinnen: Iriomé, eine junge Harimiguada (Medizinfrau) die während der spanischen Eroberung der Kanaren lebte und Romy, Biochemikerin bei einem Pharmalabor. Ihrer beider Schicksal ist durch einen magischen Pilz miteinander verbunden, der in der Caldera wächst und das Reisen durch Zeit und Raum ermöglicht, aber auch jegliche Krankheiten zu heilen vermag. Amakuna!

Iriomé wird als Sklavin eines jungen Eroberers aufs spanische Festland verschleppt. Sie hat den Pilz bei sich und hilft damit vielen Menschen. Die zu jener Zeit in Spanien wütende Inquisition und die Kirche, die nur Gott als Herr über Leben und Tod sieht, hat sie sogleich im Visier.

Auch Romy, die während eines Urlaubs auf La Palma den Pilz entdeckt und, zurück in Deutschland eine Versuchsreihe startet, hat, um ihn der Menscheit zur Verfügung zu stellen, wird von nun an verfolgt. Und zwar von der Pharmaindustrie, die kein Interesse an so einem universellen Heilmittel hat und vor nichts zurückschreckt um Amakuna in ihre Hände zu bekommen. Auch nicht vor Mord.

Iriomé, der, der Scheiterhaufen droht, wird von dem jungen Eroberer, der ihr einst die ewige Liebe schwor, verraten.

Romy hat sich unter den Schutz eines karismatischen Konzernchefs gestellt, der ihr sogar einen Vertrag anbietet. Doch kann sie ihm trauen? Geht es nicht auch ihm, wie einst den Konquistadoren nur um Macht und Reichtum? Aus Angst, wie einst Iriomé verraten zu werden flieht sie zurück nach La Palma und bringt sich und ihre Mitwisser in höchste Gefahr.

In Vergangenheit und Gegemwart entfaltet der Roman das Schicksal zweier Frauen, deren Seelen durch Amakuna miteinander verbunden sind. Beide werden von den Mächtigen ihrer Zeit verfolgt und müssen ihr Geheimnis gegen den Mann schützen, der die Liebe ihres Lebens ist. Eine atemberaubende Mischung aus historischem Roman , Thriller und romantischer Liebesgeschichte…

Die Tochter des Drachenbaums ist der Auftakt der dreibändigen Amakuna-Saga.

Mehr Info auf www.amakuna-saga.de

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Buchpremiere mit musikalischer und visueller Begleitung

Tochter des Drachenbaums

Roman von Susanne Aernecke

Samstag, dem 6.6.2015 um 20.00h in Las Piedras de Taburiente

(gegenüber Centro de Visitantes/El Paso)

Lesung: Susanne Aernecke

Musik und Lyrik: Luis Morera

Diashow von La Palma von Frank Dörr

incl. verschiedene Tapas (auch vegan) und ein Getränk

Verlosung von 10 signierten Büchern der Erstausgabe

Eintritt: 15 Euro im Vorverkauf in Las Piedras

(Abendkasse: 18 Euro)

Tel: 922485056 – 679 423 793 – 616 953 125

La Palma: Kilometro Vertical 2015

Seit gestern dreht sich sich auf La Palma alles um das,mit Abstand grösste Event in Sachen Laufsport auf der Insel – Die Transvulcania. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet seit dem letzten Jahr ein weiterer Lauf statt. Dabei geht es jedoch nicht um die Bewältigung einer gigantisch längen Strecke, sondern vielmehr um das Überwinden einer extremen Steigung auf nur wenigen Kilometern. Die Rede ist vom Kilometro Vertical.

Der Kilometro Vertical startet heute, am 07. Mai 2015, um 17:00 Uhr am Playa de Tazacorte. Die Teilnehmer müssen eine Distanz von 6,6 Kilometern meistern und sich dabei auf einem Wanderpfad hinauf in eine Höhe von über 1000 Metern kämpfen. Eine gewaltige Herausforderung, die den Läufern einiges abverlangt. Ziel ist der Torre del Time und ein genialer Ausblick vom dortigen Aussichtspunkt über das Aridanetal, hinüber zum Bejenado und hinab in die Caldera de Taburiente.

Im vergangenen Jahr gewann das italienische Geschwisterpaar Bernard (1. Platz, 47 min) und Martin Dematteis (2. Platz). Erste bei den Frauen wurde vor der weltbesten Vertical-Läuferin, Laura Orgue, ebenfalls eine Italienerin. Elisa Desco erreichte das Ziel in weniger als einer Stunde.

Alexander von Humboldt in Tazacorte

 

Gestern Nachmittag lief die Dreimast-Bark Alexander von Humboldt in Tazacorte ein und war damit das erste grössere Schiff im ausgebauten Hafen. Das Segelschulschiff hat seinen Heimathafen in Bremerhaven und kreuzt derzeit quer durch die Kanaren. Von Teneriffa kommend geht es nach dem Stop auf La Palma heute noch weiter nach La Gomera.

Hier ein Einzug aus dem Logbucheintrag:

„12. März 2015:
Das Wetter und der Wind hielten die ganze Nacht. Ein malerischer Sternenhimmel über dem Ostatlantik ließ auf dem Achterdeck leicht melancholische Stimmung aufkommen. Ein Anblick zum Genießen. Ebenso ein strahlend schöner Sonnenaufgang, als der Feuerball hinter dem Panorama der Vulkanberge von La Palma sich am Morgen von seiner schönsten Seite zeigte. Wieder so ein Ereignis das im Reisepreis enthalten ist. Durch die Windabdeckung der Berge ließ dann auch gegen 08:30 Uhr die Windtätigkeit merklich nach. Dennoch werden wir pünktlich gegen Mittag im neuen Hafen von Tazacorte einlaufen.“

Die Alexander von Humboldt ist ein Segelschulschiff und dient vorrangig der Ausbildung von Nachwuchsseglern. Wer Interesse daran hat, findet unter folgendem Link weitere Infos:

https://www.alex-2.de/toernplan/segeltermine/

Im kommenden Winter wird die Alexander von Humboldt wieder Kurs auf die Kanaren nehmen und Silvester auf Teneriffa verbringen.

Fiesta del Almendro en Flor auf La Palma – Das Mandelblütenfest

Es ist wieder soweit!

In jedem Jahr, wenn die weiss-rosafarbenen Blüten der Mandelbäume das Landschaftsbild prägen, wird in Puntagorda mit großem Aufwand und Engagement das Mandelblütenfest Fiesta des Almendro en Flor vorbereitet und begangen. Das ist keineswegs nur eines von viele Inselfesten, sondern eines der berühmtesten mit vielen Highlight.

In diesem Jahr fallen diese drei Tage voller Musik, Tanz, Frohsinn und Gaumenschmaus auf das erste Wochenende im Februar vom 6.2. bis zum 8.2.2015.

Die Gemeinde Puntagorda, die selbst nur etwa 1800 Einwohner zählt, zieht in diesen Tagen viele Gäste aus Nah und Fern in den Nordosten der Insel. Weithin sichtbar sind die rosa Mandelblüten an den Bäumen, die sich wie ein Teppich über die Landschaft legen.

Schon seit Jahrhunderten werden von den Bauern die ölhaltigen, kleinen süßen Früchte der Mandelbäume kultiviert. Ihre vielseitige Verwendbarkeit bei der Herstellung von Backwaren, zum Beispiel der Mandelplätzchen, als Geschmacksverbesserer bei Fleisch- und Fischgerichten oder als Mandelmus für den Brotaufstrich lassen sie eigentlich unverzichtbar erscheinen.

Wenn die Fiesta in den Straßen und Gassen im Gange ist, kann man den unterschiedlichsten Künstlern lauschen und selbst bei Musik und Tanz gesellig sein. Selbstverständlich probiert man dabei die Köstlichkeiten und den Wein an den vielen Ständen. Wie üblich, wird man auch in diesem Jahr das Fest mit seiner nicht unerheblichen Lautstärke im Gemisch aus traditioneller Folklore, sportlichen Veranstaltungen und den abendlichen Tanz- und Trinkkonzerten weithin durch die Nacht vernehmen können.

Schluss ist erst, wenn alle am nächsten Morgen erschöpft sind.

Surf Open La Palma

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Im Rahmen des „Circuito Canario de Surfing Shark“ finden an diesem Wochenende, 10./11. Januar 2015 an der Playa de los Guirres Meisterschaften im Surfen, Bodyboard und Dropknee statt. Der Strand ist vielen eher unter dem Namen „Playa Nueva“ bekannt. Etwas versteckt liegt er inmitten der weiten Bananenplantagen zwischen Puerto Naos und Tazacorte. Um dorthin zu gelangen, biegt man kurz vor Erreichen des Badeortes Puerto Naos rechts nach Bombilla ab, hält sich an der Gabelung rechts (nicht dem Kioskowegweiser folgen). Weiter geht es der Strasse nach durch die Bananen. Dann noch einmal rechts abbiegen (hier steht ein Hinweis auf die Playa an der Mauer) und man gelangt unmittelbar zum Parkplatz der Playa de los Guirres.

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An der Playa befindet sich ein Strand-Restaurant sowie an diesem Wochenende verschiedene Kioskos. Ausserdem sorgt ein DJ heute für die passende, musikalische Unterhaltung. Heute wird es dort noch bis nach Mitternacht bunt zugehen. Morgen finden die Surf Open La Palma um 15 Uhr ihr Ende.

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An die 100 Teilnehmer zeigen an diesem Wochenende ihr Können in den drei erwähnten Disziplinen und kämpfen um Preise im Gesamtwert von 2750 Euro. Darunter natürlich auch Mitglieder des palmerischen Club „Revolcón“, die übrigens an fast jedem Wochenende an der Playa trainieren.

Mehr Info´s und Videos für Interessierte gibt es u.a. auf der Facebockseite des Clubs

Deutsche Touristin vermisst

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Seit gestern, dem 01. Januar 2015 sind die Rettungskräfte des Roten Kreuzes, der GES Luftrettung, Guardia Civil, Policia Local und Feuerwehr im Einsatz und auf der Suche nach einer vermissten Person. Die 74-jährige, deutsche Touristin begab sich am letzten Tag des Jahres allein auf einen kurzen Spaziergang am Charco Verde und kehrte von diesem nicht zurück. Es wird vermutet, dass die Frau vom starken Wellengang ins Meer gerissen wurde.

Auf La Palma gibt es nicht an allen Stränden geschulte Rettungsschwimmer. Zwar ist die Sicherheit und Ausstattung der größten Strände in den letzten Jahren wesentlich verbessert worden, doch an vielen kleinen versteckten Stränden und Buchten gibt es keinerlei Aufsicht. Der Atlantik wird immer wieder unterschätzt. Vorsicht und ein Blick auf die Flaggen an den Stränden sind darum dringend anzuraten, damit der Traumurlaub nicht zum Alptraum wird.