Porträt: Karolina Bazydlo

„Das Leben ist ein Festival“ – oder sollte es sein

Viele kennen Karolina Bazydlos Fotoarbeiten aus dem Internet und von diversen Events auf der Insel. Mittlerweile aber gibt es auch zunehmend Ausstellungen mit ihren Fotos, zuletzt in Santa Cruz zum Thema „Las Negras de Los Indianos“. Zum Fotografieren kam die aus Polen stammende Fotografin erst relativ spät. Sie studierte Kunstgeschichte und Lateinamerika-Wissenschaften und sie reist leidenschaftlich gerne: Holland, Frankreich, Israel, USA und immer wieder Spanien und Portugal.

Was sie fasziniert sind vor allem die Menschen und ihre Gesichter. „Am liebsten würde ich den ganzen Tag in einer Bar sitzen und mir die Gesichter der Menschen ansehen“ sagt Karolina. Ihrem späteren Ehemann Pedro aus Fuencaliente gelingt es schließlich, Karolina nach La Palma zu holen. Er schenkt ihr auch die erste professionelle Kamera.

Die Insel inspiriert sie, die Natur, das Licht, die Kultur und immer wieder – die Menschen.

Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter entdeckt Karolina die Fotografie und sie entwickelt sich zu einer echten Passion. Sie fotografiert für Privatauftraggeber, betreut reisende Fotografen auf der Insel und ist beinahe auf jedem Event mit ihrer Kamera unterwegs, nicht nur auf der Insel, auch in Madrid, Barcelona und Portugal, ihrer stillen Leidenschaft. Man sieht den Fotos den besonders genauen Blick für Gesichter an und die Geschichten, die sie erzählen. Man erkennt das besondere Talent dieser ganz außergewöhnlichen Fotografin. Ihr größter Traum? „Ich würde gerne einen Vulkanausbruch fotografieren, aber nicht den Ausbruch selbst, sondern die Gesichter der Menschen, die ihn beobachten.“ …und bis dahin? „Reisen, immer wieder reisen!“ Natürlich nur mit ihrer Kamera!

 

Portrait: Eva Lilith Pereda

Eva Lilith

Ihre Bilder fallen auf, man sieht auf den ersten Blick ein großes Talent: Eva Lilith Pereda, 36 Jahre alt, geboren in Madrid, die Mutter stammt aus La Palma. Sie wird in eine Künstlerfamilie geboren, der Vater Bildhauer, der Großvater Mäzen, die Mutter malt, die Tanten ebenfalls. So weiß die kleine Eva Lilith schon mit 4 Jahren, dass sie Malerin werden will. Und dieses Ziel hat sie erreicht!

Nach dem Studium in Teneriffa treibt es sie ein wenig durch die Welt, Barcelona, Pyrenäen, Griechenland. Und überall malt sie, sucht nach wieder anderen, neuen Motiven, lernt verschiedenste Techniken und Stilrichtungen, gestaltet und bemalt auch Alltagsobjekte, Schuhe, Taschen und Regenschirme. Sie stellt aus, in Madrid, Barcelona, Cadiz, wirkt bei Kunstevents mit. Seit einem Jahr lebt sie wieder auf La Palma und hatte bereits Ausstellungen in Tazacorte und Los Llanos.

Ihr Malstil? Eva Lilith´s Werk ist vielfältig, sie malt abstrakt, figurativ, klassisch. Sie verweigert sich konsequent dem Kunstmarkt, der in den Galerien abläuft und sucht lieber nach kleineren, intimeren Ausstellungsorten – und hat Erfolg, denn ihre Ausstellungsbilder sind regelmäßig so gut wie ausverkauft. Weitere Aufträge ergeben sich. Zuletzt malt sie einige klerikale Werke, ganz im klassischen Stil gehalten.

Aktuell treibt sie ein anderes Thema um: die Physik. Ihr nächstes Projekt ist ein Buch, in dem das Thema ihrer Doktorarbeit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden soll. Man darf gespannt sein.

Ausserdem belegte sie mit ihrem Kurzfilm „Quemar Pajarracas“ gerade den 3. Preis beim Kurzfilm-Festival.

nächste Ausstellungen: Dezember, Los Llanos

Kontakt-E-Mail: habalilith@gmail.com

 

Prämierter Kurzfilm von Eva Lilith

Gastbeitrag: Hagen Westphal „Arte y música“

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II. Veranstaltung „
Arte y música“

Neue Malereien im Atelier und Garten von Hagen Westphal, mit musikalischer Gestaltung von u.a. Rolf Thiele, Bernd Otto und Ralf Martens.

Die letzte Ausstellung fand vor einem Jahr statt. Obwohl es recht stürmisch war und einige Werke zu Boden segelten, fanden sich über 150 Personen ein, die mit großem Interesse das Geschehen verfolgten. Selbst wenn es in diesem Jahr regnen sollte, die Veranstaltung findet in jedem Falle statt. Dieses Mal wird sogar der Hühnerstall mit einem Hühner-Samba-Bild versehen.

Die Bildtexte helfen dem Betrachter zunächst nur ein wenig, denn das sind nur Gedankensplitter, die Hagen Westphal beim Malen hatte. Der Betrachter wird gefordert seine eigene Fantasie spielen zu lassen, dann wird sich ihm ein Kaleidoskop seiner eigenen Gedankenwelt öffnen – rhythmisch von den Musikern unterlegt.

Vernissage am Samstag, der 24.01.2015, um 16 Uhr. Sonntag 25.01.2015 von 12-18 Uhr (ohne Musik).
Bekannt für seine Werke auf Teaholz, spielen in dieser zweiten Veranstaltung „
Arte y música“ neue Aquarelle und Arbeiten mit Acrylfarben die Hauptrolle.

Die Bilder können am Entstehungsort betrachtet werden. Atelier, Terrasse und Garten sind über die Jahre gewachsen, bleiben aber ursprünglich und passen sich in die Landschaft ein. Naturmalereien integrieren Farbsände der Insel, kleine Skulpturen überraschen immer wieder auf selbstgebauten Mauerchen oder zwischen den Blumen und Pflanzen.

Das Ambiente wird durch Musik wie u.a Blues und Jazz abgerundet, welche die Malerei aufnehmen und eine Symbiose zwischen Musik und Bildern bilden.

Wegbeschreibung: La Laguna, Camino Baile Bueno 21. Neben der Schule in La Laguna, an der Feuerwehr geradeaus vorbei bis zu den großen Palmen.

Über Hagen Westphal
In einem Reise-Handbuch von Wulf Goebel und Alex Aabe wurde der Künstler schon bereits in 1990 als „Der Rest der Kultur“ genannt. Nach vielen internationalen Ausstellungen fand in 1987 Hagen Westphal, studierter Grafik-Designer und Maler, auf La Palma eine neue Heimat für seine Inspiration. Seitdem lebt und malt er hier und erfreut sich jeden Tag erneut an dem Atlantik und dem unvergleichbaren Klima von La Palma.

Wir wünschen Ihnen viel Freude am Sehen und Hören im Baile Bueno!

Hier können Sie einige seiner Werke sehen….