E-Autos: Regenerative Energie, Zeit des Umdenkens!!!!

La Palma ist eine Sonnen-Insel. Umso unverständlicher ist die Trägheit der Inselregierung zum Thema regenerative Energiegewinnung.

Wenn wir erst wieder mehr als 100 Euro für ein Barrel Öl bezahlen müssen, dann werden auch die Preise für regenerative Energien wieder steigen. Und der Ölpreis wird wieder steigen!

Eine Photovoltaik-Anlage kostet derzeit ca. 2200.- Euro/Kilowatt Leistung. Will man sich von den Stromversorgern ganz unabhängig machen, kommen für die Batterien noch einmal ca. 2000.- /KW hinzu. Für einen Haushalt mit bis zu drei Personen genügt in der Regel eine 3KW-Anlage. Macht also ca. 12 bis 14T€ . Das klingt viel, das ist viel! Aber wir können es uns nicht mehr leisten, nur noch in Rendite oder Kosten/Nutzen-Faktoren zu denken, mit dem Öl umzugehen, als würde es nachwachsen.

Wir müssen Verantwortung übernehmen und dafür Sorge tragen, Ressourcen zu schonen. Ein Weg besteht in der Nutzung der Sonnenenergie. Keine neue Erkenntnis, doch scheinbar auf unserer Insel noch nicht genügend kommuniziert. Mit dieser Energie liesse sich ein Elektroauto bewegen, und gleich mehrfach unsere Umwelt schonen.

Neben den Vorteilen der Unabhängigkeit gegenüber den Energieversorgern oder Benzinpreisen, ist die Entscheidung zum Elektroauto auch eine Frage des Gefühls, denn über diesen Weg lassen sich bekanntlich viele Dinge verkaufen. Also muss ein Elektroauto auch ein gewisses Sexappeal ausstrahlen. Von Nissan kommen gleich mehrere Autos, die zu den meist verkauften E-Autos der Welt gehören. Der Nissan Leaf, ein PKW und seit geraumer Zeit auch der kleine Transporter E-NV200 Evalia. Den konnten wir kurz fahren und uns von der Leistungsfähigkeit überzeugen.

Der Spanische Staat zeigt sich im Vergleich zu anderen europäischen Staaten recht spendabel, was die Subventionen angeht. So bezuschusst die spanische Regierung den Kauf eines E-Autos mit bis zu 6500,- Euro und liegt damit auf Platz eins, vor Frankreich, mit 6200.- Euro Subvention. Deutschland befreit den Käufer lediglich für zehn Jahre von der KFZ Steuer (Stand 04/2016 s. Nachtrag). Ein eher geiziges Verhalten im Hinblick auf die wirtschaftliche Stärke des Landes.

Nachtrag: Am heutigen Tage, dem 18.05.2016 hat die deutsche Regierung ein neues Subventionspaket beschlossen, welches nun auch in Deutschland Zuschüsse bis 4000,-Euro bei Kauf eines E-Autos vorsieht, zumindest solange das Milliardenpaket nicht ausgeschöpft ist. Die 10-jährige Steuerbefreiung bleibt weiterhin bestehen.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung der Finca AUTARCA auf La Palma für angewandte Permakultur

Leuchttürme – Wegweiser der Meere

Seit Jahrtausenden wagen es mutige Menschen, mit ihren Booten vom Festland hinaus auf das Meer zu fahren, um Fischfang und Handel zu betreiben, die Welt zu erkunden oder Eroberungen zu machen.

Eines hat sich bis heute nicht geändert, nämlich dass diese Reisen mit vielen Gefahren verbunden sind und die Orientierung auf dem Wasser besondere Kenntnisse und Hilfsmittel voraussetzt.

Jeder wird da sofort am Kompass, Lot oder den Sechstanten denken, aber das sind Erfindungen der neueren Geschichte.

Seefahrer kennen die Gestirne, die den Weg weisen, auch wenn kein Land mehr zu sehen ist. Aber bei bewölkter, rabenschwarzer Nacht hilft das wenig. Mitunter kommt es dennoch darauf an, sich meter genau zu orientieren, weil eine Hafeneinfahrt gefunden oder vor einer Untiefe oder gar einer auf dem Weg liegenden Insel gewarnt werden muss.

Menschen auf dem Land und Seefahrer arbeiteten von jeher zusammen, um sich den Weg zu weisen.

Waren es anfangs einfache auf einem Berg angezündete Feuer, die den Fischern den Weg nach Hause zeigten, errichtete man später Türme, die mit dem technischen Fortschritt ihr Licht heller und weiter in die Nacht schicken konnten.

So war es schließlich möglich, aus einem Mastkorb hoch oben am Segelboot Land zu erkennen, wenn es sich eigentlich noch hinter der Erdkrümmung verbarg.

Die Inselgruppe der Kanaren liegt bekanntlich im Atlantik an der Route zwischen Europa, Afrika und Amerika. Die schroff, hoch aufsteigenden Felsen der Vulkaninsel La Palma können somit sichere Zuflucht, wie auch gefahrvolles Land sein.

Darum sind die Leuchttürme auf La Palma nicht nur aus historischer Sicht interessant und sehenswert, sondern haben bis heute für die Seefahrt Bedeutung.

Leuchttürme weisen seit etwa 2300 Jahren die Wege. Überliefert ist, dass der Namensgeber der Leuchtturmkunde (Pharologie), der ägyptische Leuchtturm „Pharos von Alexandria“, über 1600 Jahre seinen Dienst verrichtet haben soll, bis er bei einem Erdbeben einstürzte.

Auf La Palma stehen vier dieser gigantischen Wegweiser der Meere, jeweils einer in jeder Himmelsrichtung. Im Norden wacht der älteste Leuchtturm der Kanarischen Inseln, der Punta Cumplida. Er wurde 1867 erbaut, ist über 33 Meter hoch und sendet sein Licht alle paar Sekunden über viele Seemeilen nach Nordost. An seinem Fuße befindet sich das alte Leuchtturmgebäude, welches nicht mehr in Betrieb ist. Es bestehen jedoch Pläne, dieses zu einem kleinen und romantischen Hotel umzubauen, sofern sich Investoren finden ließen. Im Zentrum von Barlovento kann man sich übrigens die alte Optik des Leuchtturms einmal ganz aus der Nähe ansehen.

Im Süden der Insel wurde der alte Leuchtturm aus dem Jahre 1892 durch einen neuen ersetzt, da er beim Vulkanausbruch des Teneguia 1971 zu stark beschädigt wurde. So findet man dort nun beide Leuchttürme nebeneinander und während der Neue jetzt den Dienst als Wegweiser für die Seefahrt übernommen hat, beherbergt der alte Turm in seinem Inneren eine interessante Ausstellung zur Unterwasserwelt vor den Kanaren, die auf die Probleme des Meeres aufmerksam macht und zu respektvollerem Umgang mit den Küstengewässern anregen will.

Die modernen Leuchttürme von La Palma sind der „Faro de Punta Lava“ mit seinem achteckigen Leuchtkörper in der Gemeinde Tazacorte und der „Faro de Arenas Blancas“ an der Ostküste in der Gemeinde Mazo.

Zwei neue Flugverbindungen nach La Palma

Schweden und Dänemark  bekommen Direkltflüge nach La Palma

Ab Januar kommenden Jahres wird es aller Voraussicht nach zwei neue Flugverbindungen nach La Palma geben. Die skandinavischen Länder Schweden und Dänemark sollen dann zwei Mal pro Woche Direktverbindungen nach La Palma bekommen. Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss.

La Palma
La Palma

Nachdem La Palma im letzten Frühjahr viel Energie in die Bewerbung der Insel auf den grossen europäischen Messen investiert hat, zeigen sich in diesem Winter schon deutliche Erfolge und ein Zuwachs an Besuchern. Die Apartmentvermietung zeigt einen deutlichen Zuwachs an Buchungen und davon profitieren auch die Anbieter von Freizeitaktivitäten. Ganz sicher wird auch die Situation in den Krisengebieten des Nahen Ostens dazu beigetragen haben, dass die Kanaren wieder mehr in den Focus der Reisefreudigen treten. Viele Reiseziele sind aufgrund der derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Lage als unsicher eingestuft und die Reiseveranstalter finden mit La Palma nicht nur ein sicheres Ziel, sondern auch eines der schönsten Ziele überhaupt.

Für die Einwohner dieser nordeuropäischen Länder bietet sich damit sicherlich eine gute Möglichkeit, aus dem kalten Winter in die Wärme nach La Palma zu kommen. Die Flugzeiten sind kaum länger als bisherigen Ziele wie beispielsweise Türkei, Ägypten oder Tunsesien. Aber mit dem ganz klaren Vorteil, dass auf La Palma keine politische oder gesellschaftliche Unwägbarkeit herrscht.

Gastbeitrag: Kritische Gedanken von La Palma Liebhabern

La Palma Urlaub

 

Wir lernten sie 2010 auf einer Kreuzfahrt kennen, die „La Isla Bonita verde“, die schöne grüne Insel, eine der kleineren Schwestern der Kanaren – La Palma. Wir waren entzückt von der Hauptstadt Santa Cruz, die uns sehr gemütlich und harmonisch vorkam, anders als Santa Cruz de Teneriffe, anders als Las Palma de Gran Canaria.

Wir kamen im Februar und November 2011 wieder. Wir waren begeistert, so hatten wir uns unseren Urlaub vorgestellt. Das Wetter wie in Deutschland im Frühsommer, von allem etwas. Fast beständigen Sonnenschein auf der Westseite, wunderbare Badenachmittage in Puerto de Tazacorte und Porto Naos. Wanderungen in der Cumbrecita, auf dem Roque de los Muchachos, zur Priatenbucht und viele andere mehr.

Schon die Ankunft im Feburar 2011 auf dem kleinen Flughafen in Santa Cruz bei 24 Grad am 1. Februar war ein Genuß – keine Warteschlange, Aussteigen auf dem Rollfeld, ein kurzer Gang in die Ankunftshalle, ein Kofferband, kurze Wege zur Leihwagenstation – aber doch schon im Hintergrund rege Bautätigket auf dem Flughafengelände.

Im November sah es schon etwas anders aus. Ein Bus fuhr vom Rollfeld zur Abfertigungshalle, die schon damals eine Nummer zu groß wirkte. Viele Abfertigungschalter waren entstanden, aber nur einer in Betrieb. Eine kleine Cafeteria mit Blick auf die Start- und Landebahn vertrieb die Zeit bis zum Abflug und im Hintergrund immer noch rege Bautätigkeit. Wo wollten die Palmeros wohl hin mit Ihrem Terminal?

Egal, die kleine grüne Insel zeigte immer noch ihr frisches, junges Gesicht. Wir genossen die Wochen mit weiteren Erkundungen und waren angetan von der Freundlichkeit der Einheimischen, der Rücksicht im Straßenverkehr und den wenigen, aber guten Lokalen.

Als wir 2013 anreisten, war der neue Terminal fertig. Ein gigantischer Flughafen mit insgesamt acht Ebenen mit einer Gesamtfläche etwa 95.000 m². Im obersten Stockwerk befinden sich diverse Geschäfte und Restaurants sowie der Abflugbereich. In der mittleren Ebene befindet sich der Ankunftsbereich, dessen Gepäckausgabe über fünf Gepäckbänder verfügt. Ebenfalls auf dieser Ebene sind 24 Check-in-Schalter, sehr viele (leerstehenden) Geschäfte, ein Bistro, das wie auf einer halbfertigen Baustelle wirkte. 1 Schalter hatte geöffnet! Die unteren Ebenen bilden ein zweistöckiges Parkhaus.

Das Investitionsvolumen betrug 103,9 Millionen Euro. Der Bau des neuen Terminalbereichs des Flughafens La Palma wurde mit der finanziellen Unterstützung des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER) der EU durchgeführt.

Im November 2014 zeigte sich ein neuer Komfort, durch „Finger“ gelangt man jetzt in und aus dem Flugzeug, leider können sich die Bediener dieser sog. „Finger“ nicht entscheiden, an welcher Flugzeugtür sie andocken sollen. Dadurch Verzögerung beim Aussteigen bis zu 20 Minuten. Man mußte sich erst einigen, wo angedockt wird.

Was nützen auch die vielen Gepäckbänder, wenn die Abfertigung dennoch äußert schleppend vor sich geht. Man kann gut beobachten, wie langsam die Gepäckwagen beladen und zum Gepäckband transportiert werden. – Palmerische Lebensart –

Nun kommen wir zum 2. Monumentalbau: Die Hafenanlagen in Puerto Tazacorte

Ich habe diesen Artikel aus Wikipedia übernommen, da er am besten den Wahnsinn des Hafens von Tazacorte darstellt.

„Im Rahmen des EU-Programms für die Kanarischen Inseln wurde der Hafen von Tazacorte in den Jahren 2000 bis 2006 mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 8,2 Millionen Euro mit einer 176 Meter lange Hafenmauer versehen. In einem zweiten Bauabschnitt von 2007 bis 2013 wurde eine zweite Hafenschutzmauer mit einer Länge von 400 Metern, bei Gesamtkosten in Höhe von 54 Millionen Euro und einem EU-Förderbeitrag von 27 Millionen Euro, errichtet.

Als Begründung für den zweiten Bauabschnitt wurde angeführt: „Wegen schlechter Witterungsbedingungen war der Hafen nach Abschluss der Bauarbeiten nur eingeschränkt funktionsfähig. Daraufhin wurde der Bau eines zusätzlichen Damms zum Schutz des Hafens und zur Erweiterung der Gewerbezone beschlossen.“

Der Hauptzweck des Hafenausbaus von Tazacorte bestand gemäß einer Mitteilung des Petitionsausschusses des Europäischen Parlamentes in der Entfaltung von Wirtschaftstätigkeit als Beitrag zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit von 25 Prozent. Insbesondere sollte der Export der auf der Insel angebauten Bananen, die nur aufgrund von EU-Subventionen wettbewerbsfähig sind, gefördert werden. Mit der Hafenerweiterung könnten auch neue Verkehrsverbindungen zwischen Tazacorte und den Inseln La Gomera und El Hierro geschaffen werden. Bisherige Versuche, Fährverbindungen zu den Nachbarinseln aufzubauen und Kreuzfahrtschiffe anzuziehen, missglückten jedoch.

Die EU kritisierte 2012 den überdimensionierten, nur teilweise genehmigten Hafenausbau aus EFRE-Mitteln.“

Nun der „Höhepunkt“: Die Erschließung des Tubo in Todoque entnommen aus einem Artikel „Wandern in La Palma“:

„Neueste Nachricht von der Vulkanhöhle Todoque“

Im Bereich der Vulkanhöhle Todoque wird ein Besucherzentrum gebaut. Mit den Bauarbeiten wurde bereits begonnen. Es stehen laut Cabildo 1,8 Millionen €uro zur Verfügung, die von der EU und vom spanischen Staat finanziert werden. Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen neue touristische Attraktionen auf La Palma zu schaffen. Ob dafür so viel Geld in Zeiten der Wirtschaftskrise in die Hand genommen werden muss, darüber lässt sich vortrefflich diskutieren. Sicher gäbe es auf La Palma sinnvollere vor allem nachhaltigere Projekte, die auch langfristige Arbeitsplätze schaffen würden.

Es bleibt zu hoffen das, dass Bauvorhaben “Besucherzentrum Tubo de volcánico Todoque” schnellst möglich beendet wird und sich nicht in die vielen
unvollendete Bauvorhaben auf La Palma einreiht.“

Es wird sich einreihen, das ist meine feste Überzeugung. Und ein riesiges Areal von natürlicher Lavalandschaft wird zerstört. Man wundert sich, dass die einheimischen Bewohner ob solch einem Vorhaben nicht auf die Barrikaden gehen.

Was wird uns nächstes Jahr erwarten? Wir sind sehr gespannt und hoffen das Beste für diese wunderschöne Insel, für die es sich lohnen würde, so zu bleiben wie sie ist: Ein Kleinod im Atlantik.

Text: Hannelore Langer-Lausmann

Gastbeitrag: Was uns auf die Insel trieb

 

 

Weit herumgekommen waren wir nicht in der Welt, einmal auf La Gomera. Das muß damals so im Februar gewesen sein. Dort hatten uns die vollen Orangenbäume imponiert und , ja, da lagen auch welche auf dem Boden herum. Welche Art von Fallobst! Im Februar sieht es in Deutschland anders aus.

Nach La Palma müßt ihr unbedingt, riet uns ein Bekannter in Berlin, da hängen so blaue Dinger am Baum. Schon wieder Früchte, Feigen hatte er wohl gesehen.

Nächster Urlaub, neue Insel: La Palma. Diesmal im März 2005. Die blauen Dinger gab es nicht. Heute wissen wir, auf unserer Finca reifen sie im Spätsommer und im Herbst. Natürlich auch Orangen, Bananen, Khakis, Guaven ect. – Wir sind zwei Jahre später im ländlichen Raum gesiedelt. Die Weichen stellten wir bereits im zweiten Urlaub auf La Palma. Und das nicht nur der Früchte wegen.

Die Insel hat viel Ursprünglichkeit, eine imposante Natur, hohe Berge, welche einem besonders beim Wandern zu schaffen machen, es geht immer bergauf oder bergab. Aber solche Anstrengungen machen richtig happy. Und die Aussichten von weiter oben sind atemraubend. Zum Baden an den schwarzen Strand, oder nur zum Wellen schauen, schließlich haben wir hier einen echten Ozean und da drüben, ganz weit hinten soll Amerika liegen, jawohl.

Das Wetter ist hier moderat. Das fanden wir auch, als wir uns damals ein altes Haus kauften, das wir renovieren und ausbauen wollten. Es hatte ein winziges Bad, dem fehlte das Dach, aber die Sonne schien und das war gut so. Bis es regnete, da zogen wir eine Plane auf, darunter war es mollig. Bis der Sturm mit „winterlichen“ Temperaturen kam und die Plane wegriss. Mein Mann mußte schleunigst ein Bad bauen.

Manchmal schneit es auf La Palma, oben auf den „Rocky´s“. Dann ist dort oben Fiesta, es wird gerodelt, man trifft sich gekleidet in der neusten Wintermode und der Zivilschutz regelt den Verkehr und die Parkmöglichkeiten, damit niemand zu Schaden kommt wegen der Sommerreifen. In Deutschland undenkbar.

Warum wir ausgewandert sind? Deswegen. Und des klaren Sternenhimmels wegen. Wissen Sie wie die Milchstrasse aussieht?

Unser Haus ist inzwischen rundherum fertig. Dort, wo wir damals über Kakteen und Felsen unser Häuschen umrunden mußten, gibt es jetzt Terassen mit Fliesenmosaik, mit einem Küchenblock im Freien. Mein Mann ist vom Fach.

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Er ist schon wieder am Ausbauen, da ist noch ein Stall, den er in ein Apartment verwandeln will…

Text: Carola Fiedler

Warum Auswandern nach La Palma?

Madrid genehmigt die Suche nach Erdöl vor den Kanaren

Urlauber lieben die Kanaren, mehr als 10 Mio Touristen reisen Jahr für Jahr auf das spanische Archipel und schaffen damit mehr als 300.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Die Inselgruppe besticht durch ihre landschaftliche Vielfalt, ein ganzjährig mildes Klima und eine artenreiche Natur. Nicht umsonst wurden die Inseln von der UNESCO zum Naturerbe erklärt.

All dies scheint jedoch gegen die finanziellen Interessen einiger weniger keine Rolle zu spielen, denn kürzlich genehmigte die spanische Regierung trotz aller landesweiten Proteste und berechtigten Bedenken die Erdölsuche zwischen den Kanaren und der marokkanischen Küste.
Anfang des Jahres 2014 hatte das schottische Unternehmen Cairn Energy bereits nur 80 km südöstlich der Kanaren in marokkanischen Gewässern Erdöl gefunden.

Laut Genehmigung dürfen nur etwa 50 Kilometer vor Lanzarote und Fuerteventura drei Probebohrungen bis zu einer Tiefe von fast 7000 Metern durchgeführt werden. Neben dem spanischen Ölkonzern Repsol beteiligen sich an diesem Projekt die australische Woodside Energy und der deutsche Konzern RWE.
Repsol-Chef Antonio Brufau hatte angekündigt, die Probebohrungen noch im letzten Quartal 2014 zu beginnen. Der selbst von den Kanaren stammende Industrieminister Soria hatte erklärt, Spanien könne sich nicht leisten, auf eine Erdölsuche zu verzichten und betonte, dass alle Einwände geprüft wurden. Das Land bezieht sein Mineralöl derzeit zu 99 Prozent aus dem Ausland.
Es gibt seitens Repsol fadenscheinige Versprechen über 3500 bis sogar 5000 entstehende Arbeitsplätze auf den Kanaren, was zu bezweifeln ist, denn das Unternehmen beschäftigt weltweit gerade 25.000 Mitarbeiter. Ebenso bleibt fraglich, inwieweit sich für die Kanaren einen wirtschaftlicher Gewinn durch eine eventuelle Ölförderung ergeben soll, denn die Fördergesellschaft bezahlt für gefördertes Öl an den spanischen Staat zunächst keinerlei Steuern. Lediglich das in Spanien nach der Verarbeitung verkaufte Öl muss versteuert werden.

Die Kanaren kämpfen weiter um den Stopp der Ölsuche

Gerade die östlichen Inseln des kanarischen Archipels sind auf die Entsalzung der Meerwassers angewiesen, um ihren Trinkwasserbedarf zu decken und alle Inseln leben zu einem erheblichen Teil vom Tourismus. Eine Ölpest hätte fatale Folgen für die Bewohner und die einzigartige Natur und Artenvielfalt der Kanaren.
Die Regionalregierung der Inselgruppe und Umweltschützer sehen in dem Vorhaben erhebliche Gefahren und nicht absehbare Folgen für die Kanarischen Inseln. Seit Monaten gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen das Vorhaben, leider erfolglos. Als letzte Möglichkeit versucht man nun seitens der Kanarischen Regierung die Genehmigung vor spanischen und europäischen Gerichten anzufechten. Bis dahin will die Regierung der Kanaren eine einstweilige Verfügung erwirken, um die Probebohrungen noch zu stoppen.
Bis spätestens 30. November dieses Jahres will man in der Autonomen Region der Kanaren ein Referendum über die Bohrungen von Repsol vor Fuerteventura und Lanzarote abhalten.
Auf der Website www.savecanarias.org werden Unterschriften gesammelt.

Madrid knüpft fragwürdige Bedingungen an die erteilte Genehmigung

Madrid knüpft an die erteilte Genehmigung zur Entnahme der Proben eine Reihe von Bedingungen. So würde man die Bohrungen sofort stoppen, sollte es im Umkreis von 75 Kilometern zu einem Erdbeben einer Stärke über 4,5 kommen oder sich Gefahren für die Umwelt ergeben. Zur Behebung eventueller Schäden durch einen Zwischenfall soll Repsol Sicherheiten in Höhe von 60 Millionen Euro bereithalten.

Nicht kalkulierbare Gefahren für Umwelt und Menschen

Die Summe von 60 Millionen Euro als Sicherheit klingt zunächst gewaltig, sieht man sich jedoch an, um welche Summen es bei der Ölkatastrophe der Deep Water Horizon im Jahre 2010 handelte, relativieren sich ein paar Millionen. Die Explosion der Ölplattform Deep Water Horizon kostete den britischen Ölkonzern viele Milliarden. Doch viel dramatischer ist die Tatsache, dass all dieses Geld nicht verhindern kann, was die Natur und somit auch der Mensch an Auswirkungen hinnehmen muss, denn faktisch gibt es für den Eintritt eines Zwischenfalls keinen genauen Notfallplan und sichere Schritte, um eine Umweltkatastrophe abzuwenden.
Die Explosion auf der Deep Water Horizon kostete 11 Mitarbeiter das Leben. Nach zwei Tagen sank die Plattform auf eine Tiefe von 1500 Metern. Das Unglück ging als die zweitgrößte Ölkatastrophe in die Geschichte ein, bei dem 30.000 Quadratkilometer mit 800.000 Tonnen Rohöl verseucht wurden. Dies ist die 4-fache Fläche der Kanaren.
Damals unternahm der Konzern über mehrere Monate verschiedene verzweifelte Versuche, den unkontrollierten Austritt des Rohöls zu stoppen, während das bereits ausgetretene Öl durch den Einsatz von Chemiekalien, Abbrennen und Absaugen von der Wasseroberfläche versucht wurde, zu entfernen. Die Folgen dieser Aktionen schädigen die Natur auf nicht absehbare Zeit.
Laut erster Schätzungen vermutet man vor den Kanaren Ölreserven, die den Bedarf Spaniens für 20 Jahre zu etwa 10 Prozent decken könnten. Vielleicht wäre es sinnvoller, diese 10 Prozent durch Umdenken und sparsamere Fortbewegungsmittel zu kompensieren.

Alternativen zum Erdöl

Wie lange die weltweiten Ölvorkommen noch reichen, darüber gibt es verschiedene Ansichten auseinander Meist ist von etwa 50 Jahren die Rede. Wir brauchen Alternativen, denn Rohöl bestimmt unser Leben wie kein anderer Rohstoff. In erster Linie als Treibstoff und zur erzeugung von Wärme wird es auch zur Herstellung von Farbe, Plastik, Kosmetik, Reinigungsmittel oder Medizin wird es benötigt.
Neben der bereits erfolgreich praktizierten Art der Stromerzeugung aus Sonnen- und Windenergie, gibt es weitere Ansätze für Alternativen zum Rohöl.
In der Schifffahrt versucht man bereits durch Windenergie einen zusätzlichen Antrieb zu nutzen und so zumindest den Treibstoffverbrauch zu senken. Einige Mineralölkonzerne engagieren sich gemeinsam mit Luftfahrtunternehmen im Bereich der synthetischen Kerosinherstellung aus Mikroalgen und konnten bereits erste Testflüge absolvieren.Die Automobilindustrie tüftelt seit Jahren an Brennstoffzellen, um Energie aus Wasser- und Sauerstoff zu gewinnen. Um Plastikprodukte herzustellen, benötigt man Erdöl, doch Alternativen bieten Glukose, Kartoffelstärke, Milchsäure oder z.B. Kohlendioxid. Auch in der Bekleidungsindustrie dominiert chemisch produzierte Kleidung. Spinnenseide könnte in Zukunft ein alternativer Rohstoff sein. Auch im Baugewerbe könnte ein Umdenken stattfinden und z.B. ein adäquater Ersatz für Mineralwolle zur Hausdämmung in Pflanzenfasern gefunden werden.

Danza del Diablo – Teufelsfest

In wenigen Tagen ist es schon wieder soweit, auf La Palma ist der Teufel los. Beim „Teufelsfest“ in Tijarafe am kommenden Wochenende wird die Virgen de Candelaria, die Schutzpratronin des Ortes Tijarafe, aufs Neue unter Beweis stellen, ob das Gute in der Lage ist, über das Böse zu siegen.
Bereits seit 23. August feiert die Gemeinde ihre „Ntra. Sra. de Candelaria“ mit einem buen Festprogramm aus Sport, Musik und sonstriger Unterhaltung. Der eigentliche Höhepunkt ist aber der Danza del Diablo, der Teufelstanz in der Nacht vom 7. zum 8. September. Ein Spektakel ohne Gleichen ist es, wenn der feuerspeiende blecherne Teufel wild durch die Menschenmenge tanzt und seine eingebauten Feuerwerkskörper entzündet. Die jubelnde Menge treibt ihn über den Marktplatz gleich neben der Kirche „Iglesia Virgen de la Candelaria“, bis ihm schließlich der Kopf in Feuer und Rauch aufgeht, wenn er die darin versteckten Raketen und Feuerwerkskörper zündet.

Ab 21 Uhr beginnt die Fiesta mit einem ebenso feurigen Musikprogramm und vier palmerischen Bands, die mit lateinamerikanischen Rhythmen schon mal ordentlich einheizen. Wer dem Teufel leibhaftig gegenüber treten will, der muss sich allerdings bis nach 2 Uhr morgens auf den Beinen halten. Erst dann wird er sich zeigen und in Begleitung der „Großköpfe“ die Funken sprühen lassen.

Für manch jungen Unerschrockenen mag es Mutprobe oder Nervenkitzel sein, sich dem funkensprühenden Monstrum zu nähern, es ist aber sicherlich ratsam, einen ausreichenden Abstand zu halten, denn nicht selten tragen die waghalsigen Schaulustigen Andenken in Form von Verbrennungen nach Hause.

Zur Geschichte des Danza del Diablo

Ein fremder Puppenspieler war es, der die Bewohner von Tijarafe bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner über 3 Meter großen Puppe faszinierte und in seinen Bann zog. Er selbst steckte damals im Körper dieser riesigen Kunstfigur, die er auf diese Weise tanzend über den Marktplatz bewegte. Dann verschwand er eines Tages und die Menschen vermissten die tanzende Riesenpuppe. So erschufen sie einen neuen „Teufel“, der im Jahre 1930 schließlich in eine robustere Stahlkonstruktion verwandelt wurde.

Der neue Teufel war nun in der Lage, kleine Feuerwerkskörper aus seinen Armen zu feuern und seinen Kopf explodieren zu lassen. So war dieser dem heutigen schon ziemlich ähnlich. Die wirtschaftlichen Verhältnisse veranlassten damals viele Bewohner von La Palma, die Insel zu verlassen und nach Kuba und Venezuela auszuwandern und so war es dann auch mit dem Erfinder dieser neuen Teufelsgestalt.

Erst nach dem spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1939 lebte die Tradition des Teufels wieder auf und das blecherne Teufelskostüm wurde seit dem immer weiter perfektioniert. So beauftragte man in den 1970er Jahren dann erfahrene Pyrotechniker mit der Ausführung der spektakulären Feuershow und gestaltete auch das Kostüm leichter und sicherer. Mit der Jahrtausendwende bekamen die Freiwilligen Kostümträger dann auch eine Sauerstoffflasche unter das Kostüm, um die starke Rauchentwicklung unbeschadet zu überstehen.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass dieses feurige Spektakel einen normalen Verlauf nimmt und die Funken ihren Flug in Grenzen halten, denn die Insel hat wirklich sehr lange keinen Tropfen Regen mehr gesehen.

Wie ernähren sich eigentlich Vulkane?

vulkan

Allgemein bekannt ist, dass die Inseln des Kanarischen Archipels vulkanischen Ursprungs sind und so ergibt sich zwangsläufig die Frage, warum diese Inseln entstehen und was dabei eigentlich geschieht.

Grundsätzlich „lebt“ ein Vulkan auf ziemlich simple Weise: Erdplatten reißen auf oder schieben sich untereinander und schmelzen in der Tiefe zu flüssigem Gestein.

Es gibt zwar verschiedene Arten von Vulkanen, jedoch sind 90 % der aktiven Vulkane die Schildvulkane. Die übrigen bezeichnet man als Schichtvulkane.
Schildvulkane befinden sich innerhalb der Kontinentalplatten oder an auseinanderdriftenden Plattenrändern. Die meisten davon liegen für den Menschen unsichtbar tief im Ozean an den Ozeanböden verborgen. Weltweit gibt es etwa 1700 dieser Schildvulkane.

Die am ehesten sichtbaren Vulkane sind solche, die beim Zusammenstoß von Erdplatten entstehen.
Sie werden als „Strato- oder Schichtvulkane“ bezeichnet.

Der deutsche Forscher Alfred Wegener erkannte und wies Anfang des 20 Jahrhunderts nach, dass die Erdoberfläche aus einzelnen Platten besteht und entdeckte die Kontinentaldrift.
Sein Geburtshaus steht übrigens etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin in dem kleinen Dorf Zechlinerhütte, wo ein liebevoll gestaltetes sehenswertes Museum anschaulich Auskunft über sein Leben und Wirken gibt.
Den Gedanken, dass die einzelnen Landmassen, die jetzt die Kontinente darstellen ursprünglich in der Erdgeschichte zusammenhängend gewesen sein könnten, hatten bereits Forscher vor ihm, wie etwa Sir Francis Bacon im 17. Jahrhundert oder Theodor Christoph Lilienthal im 18. Jahrhundert. Dabei gaben die Ähnlichkeiten der Küstenverläufe den Anstoß für diese Erkenntnisse. Erst den Forschern des 20. Jahrhunderts blieb es dank der Verbesserung der technischen Möglichkeiten und der Sattelitentechnik vorbehalten , die Bewegung der Kontinentalplatten exakt zu bestimmen.

Seit Millionen von Jahren geschieht Folgendes:
Inmitten der Ozeane reißt die Erdkruste auf. Für den Grund des Geschehens gibt es unterschiedliche Überlegungsansätze und ein Zusammenhang mit der Erdrotation wird angenommen. Aus diesen Rissen tritt flüssiges Magma aus und drückt die festen Platten auseinander. Die Platten „schwimmen! Gewissermaßen auf dem flüssigen Teil des Erdmantels und driften darum jährlich etwa 1 bis 10 cm auseinander. Im Gegenzug tauchen die Ränder der Kontinentalplatten ins Erdinnere ab, wodurch der Erdradius konstant bleibt. Das Abtauchen wird als Subduktion bezeichnet. Dieser Vorgang geschieht an den ozeanischen Tiefseerinnen und geht mit Austreten Flüssigen Gesteins und Auftreten teils heftiger Erdbeben einher. Die gedachte Linie entlang dieser Aktivitäten ist als „Pazifischer Feuerring“ bekannt. Länder in diesem Bereich sind häufig von Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Tsunami betroffen, die mit verheerenden Zerstörungen einhergehen. Gewaltige, kaum vorstellbare Kräfte werden frei gesetzt.

Ganz nebenbei entsteht durch die vulkanischen Aktivitäten aber auch „neues“ Land. Das erleben die Bewohner der Kanaren aktuell vor El Hierro, wo in Zukunft eine neue Insel aus dem Meer auftauchen wird, die eines Tages vielleicht sogar bewohnbar ist.

So kurios, wie es auch klingen mag, aber wenn sich die Entwicklung fortsetzt, wird in etwa 60 Millionen Jahren zu erwarten sein, dass Australien an Asien „anstößt“ und ein neuer Kontinent entsteht. Ob es dann noch Menschen geben wird? Das ist bestimmt nicht anzunehmen.
Dass der Vorrat an flüssigem Gestein als Nahrung für die Vulkane jemals zur Neige gehen wird, ist sicher nicht zu erwarten und so wird sich auch das Gesicht unserer Erde stetig verändern.

TransVulcania La Palma 2014

Der Ultramarathon TransVulcania- ULTRAlang, ULTRAsteil und ULTRAschön

transvulcania La palma

In der internationalen Trailrunner Szene ist La Palma längst ein Begriff. Unter einer Vielzahl an sportlichen Wettkämpfen, die sich in den letzten Jahren auf der Insel etabliert haben, hat sich das Top-Event „TransVulcania“ seit der Erstauflage im Jahr 2009 unter die weltweit angesagtesten Ultramarathon manövriert. Die Organisation ist von Jahr zu Jahr professioneller geworden, was die stetig wachsende Teilnehmerzahl bestätigt. Die Strecke ist fast an ihre Grenzen der Aufnahme gestoßen. La Palma hat sich da ein Event herangezogen, was den Wert und den Charakter der Insel nur bestätigt. Wer selber läuft, weiß um die meditative Kraft, die einem der Lauf in derartig atemberaubenden Landschaften bringt.

Längst findet sich hier die Weltelite der Trailrunner ein, um wertvolle Punkte für die Rangliste der Sky-Runner-World-Series zu sammeln. Unter den Top-Läufern befinden sich auch dieses Mal Spitzensportler aus aller Welt, unter ihnen der Katalane Kilian Jornet Burgada und die Schwedin Emelie Forsberg (Gewinner in 2013), Anna Heather Frost aus Neuseeland und Dakota Jones aus den USA (Gewinner in 2012), Timothy Olson, Alberto Hernando, Sage Canady und der beste deutsche Trailrunner Philipp Reiter, um nur einige zu nennen.

Die Top Athleten haben Personal Trainer, einen Ernährungsberater und Physiotherapeuten. Sie verdienen ihr Geld damit. Ein ebenso, wenn nicht größerer Respekt gilt darum auch all denen, die neben ihrer Berufstätigkeit das Training in der Freizeit absolvieren und sich nebenbei auch noch um die ausgeglichene Ernährung kümmern. Sie werden es vielleicht nicht schaffen, die Distanz in unter sieben Stunde zu absolvieren, doch die mentale Herausforderung ist gleich. Ebenso die Quälerei und die Frage: „Warum mache ich das“, ist in allen Köpfen. Jeder der ankommt, wird mit einem wochenlang anhaltenden Gefühlscocktail belohnt.
Waren es im Jahr 2009 gerade einmal 400 Läufer, die sich der extremen Herausforderung stellten, sind es jetzt 2000 Teilnehmer. Schon im Januar dieses Jahres war die maximale Teilnehmerzahl erreicht und die TransVulcania ausgebucht.

In diesem Jahr gibt es im Rahmen der TransVulcania neben dem Halbmarathon erstmalig auch eine Marathon-Distanz über 44,3 km sowie einen Vertical-Trail. Letztgenannter bildet nur zwei Tage vor dem Ultramarathon den Auftakt. Wie der Name ankündigt, müssen hierbei in kürzester Zeit extreme Höhenmeter bezwungen werden. Vom Strand in Tazacorte hinauf zum Torre del Time, gerade mal 6,6 km, dafür aber 1160 Höhenmeter und auch hier können die Skyrunner wertvolle Punkte sammeln.

Der Marathon startet am Refugio El Pilar, führt über den Roque de Los Muchachos um den Kessel der Caldera de Taburiente und zum Ziel in Puerto de Tazacorte.
Für die Teilnehmer der TransVulcania heißt es, mitten in der Nacht aufzustehen, um noch in aller Ruhe ein Frühstück zu sich zu nehmen und sich zum Start am Leuchtturm von Fuencaliente zu begeben, denn um 6 Uhr morgens fällt dort der Startschuss. Die Strecke verläuft über die zwei großen Wanderwege der Insel, GR 130 und GR 131, und führt – abgesehen vom Bereich Fuencaliente ( Los Canarios ), der Ortschaft Puerto de Tazacorte und dem Zielgebiet in der Ortschaft Los Llanos de Aridane – kaum durch bewohnte Bereiche.

Mit Stirnlampen ausstaffiert fädelt sich die riesige Läuferschar auf dem schmalen Wanderpfad ein und begibt sich nach dem Start hinaus in die Finsternis. Aus der Ferne bilden die unzähligen Stirnlampen eine lange, funkelnde Perlenschnur. Über 18 km geht es nun bergauf durch den Ort Fuencaliente und weiter zu den Gipfeln der Deseada, während die Sonne allmählich aufgeht und die Vulkane der Insel in warmes Licht taucht. Ein sicher unvergesslicher Morgen auf dem Dach der Insel mit weitem Blick bis zu den Nachbarinseln. Nach dem Erreichen der Deseadas geht es weiter zum wichtigen Zwischenziel beim Refugio El Pilar nach 26,8 km, wo der Halbmarathon endet. Die hier wartende Zuschauermenge vernehmen die Läufer schon viele Kilometer vorher.
Nach dem Auftanken an der dortigen Verpflegungsstation geht es nun auf den langen Weg zum höchsten Punkt der Insel, dem Roque de Los Muchachos. Wer es bis hierher schafft, hat 57,8 km der insgesamt 83,3 km bereits hinter sich und mit Sicherheit eine atemberaubende Landschaft durchquert und bleibende eindrücke gesammelt. Von nun an geht es stetig bergab durch den erfrischenden Kiefernwald zum Torre del Time und weiter hinunter ans Meer nach Tazacorte. Der Abstieg auf zum Teil gerölligem Untergrund bedeutet extreme Belastungen für die Beine. Die Muskeln brennen. Am Strand von Tazacorte heißen die vielen Zuschauer die Läufer willkommen zurück in der Zivilisation und geben ihnen die Kraft und Motivation für den letzten Anstieg zum Zieleinlauf in Los Llanos de Aridane.

Der erste TransVulcania-Ultramarathon fand übrigens am 27. Juli 2009 statt. Damals also noch mitten im Sommer und wie es das Schicksal wollte, rückte unmittelbar vor dem Rennen ein Calima auf uns zu, der die Temperaturen bereits in der Nacht vor dem Lauf auf knapp 30 Grad steigen ließ. Trotz der erheblich schwierigeren Bedingungen erreichte der damals Beste, Salvador Calvo, das Ziel in fast genau 9 Stunden. Infos unter: www.transvulcania.com

Vom Roque de Los Muchachos zur Teufelswand

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Kleine Wanderung zur Teufelswand „Pared de Roberto“

Vom Parkplatz am Roque de Los Muchachos zweigt in nördliche Richtung der GR 131 ab. Hier beginnt die kurze Wanderung zur legendären Teufelswand mit einer Gesamtlänge von ca. 6 Kilometern (Hin- und Rückweg). Der Wanderweg schlängelt sich durch niedrige Büsche am Kraterrand der spektakulären Caldera de Taburiente entlang. Zur linken Seite blicken wir auf terrassierten Weidegrund Mehrmals treffen wir auf die Strasse, die um den Roque herum auf der Ostseite in Richtung Santa Cruz führt. Der Weg ist ausreichend breit und gut begehbar, wenngleich gut profiliertes Schuhwerk auf dem gerölligen Untergrund sicher von Vorteil ist. Wir passieren eines der kleinen Teleskope und die Markierung des geografischen Institutes. Nach etwa 1 Stunde biegen wir um einen weiteren Felsenvorsprung und erblicken in der Ferne unser Wanderziel, die zweigeteilte Teufelswand „Pared de Roberto“.

Auf La Palma gibt es viele Orte, die mystisch erscheinen und von Legenden umwoben sind. Die Teufelswand gehört dazu. Die Legende vom „Pared de Roberto“, wie sie hier genannt wird, können sie ebenfalls auf diesen Seiten nachlesen.

An unserem Ziel angekommen machen wir im Schatten der hohen Wand Rast und geniessen abermals den sensationellen Blick in die Caldera und zu den weit entfernten Bergen, bevor es schliesslich auf dem selben Wege zurückgeht.