Vom Roque de Los Muchachos zur Teufelswand

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Kleine Wanderung zur Teufelswand „Pared de Roberto“

Vom Parkplatz am Roque de Los Muchachos zweigt in nördliche Richtung der GR 131 ab. Hier beginnt die kurze Wanderung zur legendären Teufelswand mit einer Gesamtlänge von ca. 6 Kilometern (Hin- und Rückweg). Der Wanderweg schlängelt sich durch niedrige Büsche am Kraterrand der spektakulären Caldera de Taburiente entlang. Zur linken Seite blicken wir auf terrassierten Weidegrund Mehrmals treffen wir auf die Strasse, die um den Roque herum auf der Ostseite in Richtung Santa Cruz führt. Der Weg ist ausreichend breit und gut begehbar, wenngleich gut profiliertes Schuhwerk auf dem gerölligen Untergrund sicher von Vorteil ist. Wir passieren eines der kleinen Teleskope und die Markierung des geografischen Institutes. Nach etwa 1 Stunde biegen wir um einen weiteren Felsenvorsprung und erblicken in der Ferne unser Wanderziel, die zweigeteilte Teufelswand „Pared de Roberto“.

Auf La Palma gibt es viele Orte, die mystisch erscheinen und von Legenden umwoben sind. Die Teufelswand gehört dazu. Die Legende vom „Pared de Roberto“, wie sie hier genannt wird, können sie ebenfalls auf diesen Seiten nachlesen.

An unserem Ziel angekommen machen wir im Schatten der hohen Wand Rast und geniessen abermals den sensationellen Blick in die Caldera und zu den weit entfernten Bergen, bevor es schliesslich auf dem selben Wege zurückgeht.

Barlovento – dem Wind zugewandt

drachenbaumhain

Dort, wo der Nordostpassat auf die Insel La Palma trifft, also am nordöstlichen Zipfel der Insel liegt die Gemeinde Barlovento mit ihren etwa 2400 Einwohnern. Auf eine Höhe von fast 550 Metern über dem Meer befindet sich der gleichnamige Verwaltungssitz der Gemeinde aufeiner nahezu ebenen Fläche. Das istein starker Kontrast zu dem ansonsten sehr gebirgigen Teil der Insel.Barlovento – das bedeutet „Starker Wind“ oder auch „Dem Wind zugewandt“.
Der Name lässt vermuten,was man hier das ganze Jahr zu spüren bekommt, nämlich die teilweise kräftigen Passatwinde, die hier auf die Insel treffen.
Die Gemeinde ist bereits seit 1678 eigenständig. Davor war sie von der Nachbargemeinde San Andrés y Sauces anhängig. Die Einwohner leben vorrangig von der Landwirtschaft und der Viehzucht. Die abgeschiedeneLage verhinderte bisher eine rasche Entwicklung touristischer Aktivitäten. Das ist bedauerlich, denn gerade in diesem Inselteil ist die Landschaft sehr beeindruckend. Die üppig sprießende Natur und unvergessliche Blicke über die tiefen Barranco laden ebenso zum Verweilen ein, wie die steil abfallenden Küsten. Während die meisten Teile der Insel in den Sommermonatenmit Trockenheit zu kämpfen haben,sorgt die geografische Lage der GemeindeBarlovento ganzjährig für Niederschläge von durchschnittlich 800 mm.
Obwohl hier sehr viel Regen fällt entstehen kaum Wasserquellen, so dass man in den 1960er Jahren Wassergalerien bohrte, um größere Wassermengen für die Landwirtschaft zu erschließen. Dies ermöglichte dann auch die Kultivierung von Bananen in den Küstenregionen und sorgtefür bessere Lebensbedingungen der Bevölkerung.Wanderfreunde finden in Barlovento ein dichtes Wanderwegenetz und somit den perfekten Ausgangspunktfür einen Wanderurlaub vor.
Oberhalb des Ortes und direkt ander Lagune, befindet sich ein sehrschön angelegter Campingplatz inmitten der üppigen Natur, der das Naturerlebnis perfekt machen kann. Der Erholungspark bietet Kochstellen, einen Kinderspielplatz, einen Naturteich und sogar einen Hochseilgarten, der zurzeit allerdings geschlossen ist.
Eigentlich ist die Lagune von Barlovento ein sehr alter Vulkankrater, von denen es in dieser Region noch weitere gibt. Das sich darin sammelnde Regenwasser sickerte früher durch das poröse Gestein, bis es gelang, den Kraterboden mit Beton abzudichten. So entstand das größte Wasserreservoir der Insel.
Benutzt man die Landstraße nach Gallegos, gelangt man zum Aussichtspunkt „ La Tosca“. Von dort hat man einen sensationellen Panoramablick über die Weiler von Gallegos, Franceses und bis nach El Tablado, wobei letztere bereits zur Nachbargemeinde Garafia gehören. Außerdem blickt man hier auf die wichtigsten Drachenbaumanpflanzungen der Kanarischen Inseln.
Sehenswert ist die mitten im Ort Barlovento errichtete einschiffige Kirche Nuestra Señora del Rosario aus dem 16. Jahrhundert. In ihrem Inneren beherbergt sie verschiedene interessante Gemälde und die Statue der Schutzpatronin gleichen Namens. Dabei handelt es sich um eine flämische Holzschnittarbeit aus dem 16. Jahrhundert. Das Taufbecken wurde im 17. Jahrhundert in Sevilla
gefertigt.
Zum Schluss noch ein Tipp für alle Badefreunde: Die Naturschwimmbeckenvon La Fajana bieten eine gute Möglichkeit, geschützt vor hohen Wellen im Atlantik zu baden. Weitere Naturschwimmbecken erreicht man in nur wenigen Autominuten in der Nachbargemeinde San Andrés.