Da wird man doch „elektrisch“

La Palma Urlaub

 

Die Schöne, unsere Sonneninsel La Palma wird elektrisch. In Puerto de Tazacorte steht die erste Ladestation für Elektro-Autos zur Verfügung. Vorerst kostenloses Aufladen soll ein Zeichen setzen und die Innovationsbereitschaft La Palmas bekunden – toll! Nun müssen nur noch ein paar Anreize geschaffen werden, um die Akzeptanz und den Verkauf der E-Autos zu erhöhen.

Wer schon einmal ein E-Auto gefahren ist, wird begeistert sein. Stark, leise und ohne Himmel verdunkelnde Dieselwolken wäre es ein schöner Beitrag, unsere Welt etwas zu entlasten. Vorausgesetzt, dass auch die Infrastruktur Schritt hält, und der Strom nicht wie derzeit noch aus einem Schwerölkraftwerk kommt. Aber gemach, gemach. Schnelligkeit war hier noch nie zu Besuch und woher soll sie dann kommen.

Der niedrige Ölpreis auf den Weltmärkten wird sicherlich die Bereitschaft auf ein Umdenken verzögern, aber glauben Sie nicht, dass diese Entwicklung so bleibt. Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich bei der Entscheidung zu einem neuen Auto einmal Gedanken zu machen, wohin die Entwicklung gehen kann und ob nicht ein E-Auto eine sehr gute Alternative sein kann. Sonne haben wir hier genug. Photovoltaik bietet ausreichend Lösungen für Garagen oder Carports. Und spannend ist die Entwicklung auf jeden Fall. Nur Mut muss man haben, die liebgewonnen Gewohnheiten aufzugeben.

In Los Cancajos gibt es ja schon die erste Autovermietung, die auch E-Autos anbietet, zwar noch nicht richtig erwachsene, aber ein Anfang ist es allemal. Nun sollte Santa Cruz als Hauptstadt dem Beispiel folgen und ebenfalls Ladestationen installieren, damit der Elektromobilität auf der Insel nichts im Wege steht. Dann kann man schon unbesorgt mit dem Elektro-Auto beispielsweise von Tijarafe oder Puntagorda nach Santa Cruz fahren, ohne Sorge zu haben, man bleibt „kraftlos“ liegen.

Jean Bas

Solarpark: Innovation und Weitblick auf La Palma

Das Zeitalter des Erdöls neigt sich dem Ende zu, wir brauchen Alternativen

Wer sich heute mit unseren zur Neige gehenden Ressourcen und dem Thema Klima beschäftigt, kommt nicht umhin, über Alternativen zu unserem bisherigen Verhalten nachzudenken. „Peak Oil“ oder das globale Öl-Produktionsmaximum unserer Ölressourcen ist seit 2005 überschritten. Erst kürzlich äußerte sich der Saudi-arabische Ölminister Ali al-Nuaimi, dass Öl sicher nicht mehr unter 60 bis 70 US Dollar fallen wird. Zur Erinnerung, Öl stand vor genau 10 Jahren bei 11 Dollar, derzeit steht das Barrel (159 Liter) bei 104 Dollar.
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen der letzten Jahre ist die Solarenergie. Das Cabildo Insular hat Anfang letzten Jahres beschlossen, die Energieversorgung der Insel bis zum Jahr 2013 vollständig auf 100% erneuerbare Energien umzustellen und das Konzept dafür zu erarbeiten. Die Insel setzt besonders auf Solar-und Windenergie, auf Wasserkraft und begleitend auf geothermische Energieerzeugung aus Biomasse. Damit verfolgt La Palma ein sehr ehrgeiziges Projekt.

Solarpark in La Punta

Einen Anfang macht der Solarpark La Punta. Der erste Bauabschnitt begann im April 2008 mit 1,8 MW und soll bis zur Fertigstellung 2,4 MW erzeugen. Das ist etwa die doppelte Leistung dessen, was die gesamte Gemeinde Tijarafe derzeit an Energie benötigt. Das von der Grupo Solantis ( Los Llanos ) geplante und ausgeführte Projekt ist aber erst der Anfang einer sich immer mehr durchsetzenden Entwicklung.
Höchste Zeit also, dass Projekte wie „La Punta“ oder das „100 Dächer-Programm“, die Installation von Solarmodulen auf öffentlichen Gebäuden, so schnell wie möglich realisiert werden. Wir können es uns kaum leisten, nicht in erneuerbare Energien zu investieren. Umso erfreulicher, dass mit dem Solarpark La Punta ein sehr innovatives Projekt Realität wird. Mehr als 13.000 Solarmodule, die computergesteuert dem Sonnenverlauf folgen, und damit 35% mehr Energie erzeugen als die feststehenden Paneele, werden wegweisend für den Erhalt unserer schönen Insel sein. Das Ayuntamiento Tijarafe führte vor Baubeginn eine Informationsveranstaltung für die Bürger durch und eröffnete anschließend ein Informationscenter, in dem jeder sich vor Ort mit dem Thema vertraut machen kann. Je schneller wir das Umdenken, weg von endlichen Ressourcen vollziehen, umso besser. Ich denke, das sind wir der Welt und unseren Kindern schuldig.