ALLGEMEINE INFORMATIONEN & NEWS ZU DEN KANAREN UND DER WELT Informaciones generales y actualidades de las islas canarias y del mundo

Der Podenco canario

Jun 22, 09 • Leben auf / Vivir en La PalmaKommentare deaktiviertRead More »

Podenco canario

Er ist schon ein ganz besonderer Hund, der Podenco. Von mittlerer Größe, mit schmalem, langgezogenen Kopf, einem eleganten Windhundkörper, großen Ohren und einer meist rosafarbenen Nase. Hierzulande sieht man sie in grossen Rudeln durch das Gelände streifen und manchmal kreuzen sie, leider auch, völlig abgemagert die Strassen. In Spanien und hier auf den Kanaren ist der Podenco vor allem als Jagdhund eingesetzt und somit in erster Linie eine Art Nutztier. Und genauso sind dann auch oft seine Haltungsbedingungen. Wer hat nicht schon die Pick-Ups mit den Hundekäfigen gesehen, in denen die Tiere teilweise in großen Gruppen zusammengedrängt sind. Oft werden die Tiere unter – für uns schwer erträglichen – Bedingungen gehalten. Und taugen sie nicht, werden sie einfach im Wald zurückgelassen.

Die Wurzeln dieser Hunderasse liegen vermutlich im alten Ägypten. Darstellungen aus der Zeit um ca. 3800 – 3600 v.Chr. zeigen einen stehorigen, ringelschwänzigen, windhundartigen Hund der eine deutliche Ähnlichkeit zu dem heutigen Podenco erkennen läßt. Antike Seefahrer sollen für seine Verbreitung verantwortlich gewesen sein und machten die Hunde somit seit jeher zum treuen Begleiter des Hirtenvolkes auf den Kanaren.

Die Auffangstationen stecken voller Hunde, vor allem Podencos, was in erster Linie daran liegt, dass Tiere oft schon nach wenigen Jahren von ihren Haltern aussortiert werden, weil sie für die Jagd nicht oder nicht mehr taugen oder als Zuchthündinnen ausgedient haben. Ein hartes Schicksal, das schon vor Jahren das Engagement von Tierschützern herausgefordert hat. Zu diesem Engagement gehört auch, dass Podenco oft nach Deutschland vermittelt werden, da es auch dort Liebhaber dieser speziellen Rasse gibt. Defakto liegt der Schlüssel des Ganzen jedoch darin, die „Massenproduktion“ dieser Rasse zu unterbinden und nicht die Verantwortlichkeit von einem zum nächsten zu schieben. Auf den grösseren Inseln gibt es bereits einige Gemeinden, in denen die Haltung von Hunden auf maximal 4 Tiere begrenzt wurde – ein erster Schritt.

Tags: , , ,

Comments are closed.