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Maritime Tore der Insel

Nov 24, 16 • NewsKommentare deaktiviert für Maritime Tore der InselRead More »

Der Hafen von Tazacorte war vor einigen Jahren noch ein kleiner Fischereihafen, in dem Fischerboote und Dingis dümpelten. Inzwischen hat der Puerto einen enormen Wandel vollzogen. Fast alle Liegeplätze sind belegt und Palmen bestandene Gehwege und Fahrbahnen laden zum gemütlichen Flanieren ein. Der Wasser affine Tourist findet eine breite Palette an Freizeitangeboten. Künftig werden vielleicht auch die noch brach liegenden Docks Nutzung erfahren.

marina

Auch die Marina der Inselhauptstadt hat seit einigen Jahren ein modernes, ansprechendes Äußeres. Doch während der Hafen der Westseite regelrecht erblüht ist, hinterlässt die Marina von Santa Cruz einen eher traurigen Eindruck. Die anfangs so viel versprechende kleine Flanierzeile mit Restaurants und einigen Geschäften findet kaum noch Beachtung.

Am vorgelagerten Dock machen etliche Kreuzfahrtschiffe mehrmals in der Woche fest und bringen unzählige Touristen nach La Palma, vorrangig in die Hauptstadt. Gleich nebenan liegen Fähren und Frachtschiffe, die die Insel mit den Inseln und dem Festland verbinden.

Heute kaum vorstellbar, war der Hafen von Santa Cruz nach Sevilla und Antwerpen einst der drittgrößte Hafen der Welt. Die spanischen Eroberer richteten die kanarische Wirtschaft fast ausschließlich auf den Außenhandel aus. Nur die Grundnahrungsmittel wurden innerinsular getauscht. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erhielt La Palma als einzige Kanareninsel das Monopol für den Westindienhandel und erst später Teneriffa und Gran Canaria. Im darauffolgenden Jahrhundert bremsten verschiedene Abgaben den Handel jedoch aus und zwangen die Insel, sich wirtschaftlich immer wieder neu zu erfinden.

Während der Verhandlungen zum Frieden von Basel 1795 erhob die französische Regierung sogar Anspruch auf La Palma, zeigte jedoch kein Interesse an den anderen kanarischen Inseln. Dank der Haltung des spanischen Botschafters Domingo de Iriarte blieb die Insel spanisch.

Nach der Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert nach Kuba und Venezuela blühte die Wirtschaft der Insel mit der Entstehung wichtiger Handelshäuser und Schiffswerften erneut auf. Durch den Schiffsboom wurde La Palma noch einmal zum wichtigsten Hafen der Kanaren auf der Route nach Amerika.

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