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Inflation, Rezession, Wirtschaftskrise

Nov 20, 08 • aus aller Welt / de todo el mundoKommentare deaktiviertRead More »

Was wird da auf uns zu kommen?

Die Nachrichten sind voll von Schlagworten wie Krise, Rezession und Wirtschaftskrise. Wo sind die Ursachen, wer trägt die Schuld, wie kommen wir persönlich da durch.
So lange der „normale Mensch“ nicht erkennt, dass es ein Systemisches Problem unseres Finanzsystems ist, wird sich die Situation kaum zum besseren ändern. Es ist ratsam, sich eigene Gedanken zu machen, den Medien nicht blind zu vertrauen und sich einiger Zusammenhänge bewusst zu werden.
Inflation ist Enteignung -in erster Linie derjenigen, die für ihren Lebensunterhalt hart arbeiten müssen. Belle Etage Banker der Hochfinanz und einflussreiche Politiker sind davon eher nicht betroffen. Aber ob sie es nun Inflation, Geldmengenwachstum, Verbraucherpreissteigerung oder sonst wie nennen, es bleibt Enteignung. Und zwar, weil Regierungen Geld drucken, welches wir uns hart erarbeiten müssen. Zum besseren Verständnis kurz eine Erklärung zum Begriff „Inflation“, (von Lat.: das sich Aufblasen, das Aufschwellen) entsteht durch Geldmengenwachstum. Die Preise steigen, weil die Geldmenge steigt.

Im täglichen Leben wird das ständige Erhöhen der Preise als Inflation komuniziert. Ganz wichtig ist, mit dieser Unkenntnis aufzuräumen. Die Preise steigen, weil die Notenbanken immer mehr Geld drucken, es so an Kaufkraft verliert. Punkt um.
Wir sprechen hier von buntem, gedrucktem Papiergeld, welches nicht mehr mit Gold hinterlegt ist. Vor 1971 gab es einen Goldstandard der besagte, dass die Regierung nur so viel Geld drucken durfte, wie an Goldwert in den Tresoren der Staatsbanken lag. Dieser Standard wurde gezielt durch Vertragsbruch seitens der Amerikaner aufgehoben, um Geld in unbegrenzter Menge zu drucken. Unser Geldmengenwachstum liegt bei ca. 11% im Jahr ( Euroraum ). Dagegen müssen wir die prozentuale Steigerung des Wirtschaftswachstums stellen. Das liegt bei ca. 1,5% Folglich produziert die Bevölkerung weniger Güter und Dienstleistungen als Geld gedruckt wird. Daraus resultiert, unser Geld ist weniger wert, wir müssen mehr davon auf den Tisch legen um die gleiche Menge an Gütern oder Dienstleistungen zu erwerben. Man will uns aber gezielt durch die Dauerberieselung der Medien erklären, alles wird teurer und Schuld sei die Inflation.

Die Inflationsrate wird schön klein geredet und hat dennoch den Rekordstand von 4% in der Kernrate im Euroraum erreicht. Real liegen die Inflationsraten zwischen 8% und 12 %. Um diesen Betrag wird unser Geld Jahr für Jahr weniger wert. Und die große Differenz zwischen der veröffentlichten Inflation und der realen Inflation, hat bereits jeder erfahren. Benzin, Gasflaschen, auf La Palma in fast jedem Haushalt gebraucht, sind um deutlich mehr als 4% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Milch, Käse alles kostet deutlich mehr.
Aber, was können wir unternehmen? Wir können vorsorglich handeln, indem wir z. B. ein sparsameres Auto kaufen, unser Erspartes in physische Werte wie etwa Gold und Silber eintauschen. Da steckt bereits eine erbrachte Leistung hinter, es wurde gefördert. Papiergeld hingen kann unendlich viel gedruckt werden. Die Druckerpressen können Tag und Nacht laufen, doch erzeugen keinen Wert.

Wir alle in Europa haben lernen müssen, wie man das geschickt verkaufen kann. Mit Einführung des Euro hatten wir alle plötzlich bis zu 50% weniger an Kaufkraft. Das liegt nun einige Jahre zurück, aber ich bin sicher, die Politik und Hochfinanz strickt schon an einem neuen Plan, mit dem man uns erneut berauben wird. Vielleicht heißt die neue Währung „Amero oder Global“. Was glauben sie, woher die Milliarden kommen, die zur Stützung des maroden Finanzsystems kommen? Glauben sie, die hat jemand erarbeitet, 700 Milliarden Dollar die die Bevölkerung unter dem Kopfkissen hat? Nein, diese Milliarden werden gedruckt und erhöhen die Inflation in einem Maße, dass die Folgen nur schwer absehbar sind. Eines ist sicher, die Staatsverschuldung bezahlen immer die Bürger. Lassen sie mich ein Zitat von Alan Greenspan ( US-Notenbank-Chef Aug.1987 bis Jan.2006 ) anbringen: „Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für versteckte Enteignung von Vermögen und Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess“ Das schreibt ein Mann, der das Finanzsystem wirklich kennt!

Aber, wie können wir uns dagegen zur Wehr setzen? Nun, wir können anstelle von Lebensversicherungen, bereits erwähnte physische Werte wie Gold und Silber erwerben. Auch Grundstücke und bezahlte Häuser sind ein guter Schutz vor ausufernder Geldentwertung. Entschuldung hat oberste Priorität, um nicht am Tropf der Banken hängen mit immer höheren Zinsen zu hängen. Pflegen Sie Ihren Garten und pflanzen Obst und Gemüse an, um die Lebensmittelkosten abzufangen. Kleine, doch lohnende Schritte. Wir sollten uns alle besser mit unserem Finanzsystem auseinander setzen, um zu begreifen, was da vor sich geht.
Ich bin überzeugt, dass in den nächsten 12 bis 18 Monaten das Thema Inflation ganz oben auf den Tagesthemen steht. Nur ein kleines nachprüfbares Beispiel.

Simbabwe hatte im Jahr 1998 eine Inflationsrate von 32%, die 1999 bereits 101% erreichte, um im Jahre 2003 die unvorstellbare Höhe von 600% auszuweisen. Im November 2006 betrug sie bereits 1098% und im Februar 2007 durchbrach sie die 100.000% Grenze. Sie meinen unmöglich für Europa? Da bin ich mir nicht sicher. Lieber bereite ich mich darauf vor und pflanze schon mal den einen oder anderen Obstbaum. Wir sind hier auf La Palma mit einem Klima gesegnet, welches wir hervorragend dazu nutzen können, uns ein wenig unabhängig von den zukünftigen Preisentwicklungen zu machen. Diesen Luxus bietet nicht jede Region. Pflegen wir, was wir haben, so werden wir der Inflation und der Krise ein wenig trotzen. Übrigens, Simbabwes Inflationsrate wurde am 28.Juli 2008 offiziell mit 2,2 Millionen Prozent veröffentlicht. Ich gehe schon mal in den Garten und gieße meine Obstbäume.

So long, oder hasta luego

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