| |
Sie
sind klein und blitzschnell und fast überall auf der Insel
anzutreffen – die Kanareneidechsen (Gallotia). Auf La Palma
lebt die hier endemische Westkanareneidechse (Gallotiagalloti)
mit weiteren 4 Unterarten. Sie ist tagaktiv und bringt, in der
Sonne liegend, ihren Stoffwechsel auf Trab. In der Winterzeit hält
sie Winterruhe in Felshöhlen oder verlassenen Bauten von Nagetieren.
Wird es Frühling, kommen erst die Männchen und Jungtiere,
Wochen später die Weibchen aus den Winterquartieren.
Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von 10-15 Zentimeter.
In der Regel sind sie bräunlich bis grau gefärbt und können je
nach Unterart gelbe bis grüne Musterungen auf dem Rücken aufweisen.
Die Männchen sind an dem deutlichen blauen Fleck an der Kehle zu erkennen.
Oft liefern sie sich lautstarke Revierkämpfe mit ihren Artgenossen. Die
Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, Spinnentieren, Käfern und ähnlichen
Kleintieren. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie durch Tau- oder Regenwasser.
Mit knapp zwei Jahren werden die Eidechsen geschlechtsreif. Nach der Paarung
läßt das Weibchen die Eier (zwischen 5 und 15 Stück) in Ihrem
Leib während ausgedehnter Sonnenbäder heranreifen. Die reifen Eier
legt sie später in eine Grube im Boden an einem sonnigen Platz und bedeckt
sie mit Sand. Nach einer Inkubationszeit von 40 bis 70 Tagen, schlüpfen
die Jungen. Die Westkanareneidechse erreicht ein Alter von bis zu sechs Jahren.
|
|