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An
schroffen Felsen im Norden La Palmas findet man riesige Exemplare
des lilienähnliches Gewächs
Der nordafrikanisch-makaronesische Endemit
gehört zur Familie
der Mäusedorngewächse. Sein botanischer Name Dracaena
draco stammt aus dem Griechischen und bedeutet weiblicher Drache.
Es gibt unterschiedliche Theorien zur Namensgebung. So leitet sich
eine beispielsweise aus dem zunächst farblosen Saft ab, der
bei Verletzungen der Rinde aus dem Stamm tritt und sich an der
Luft dunkelrot färbt. Dieser Saft wird auch “Drachenblut” genannt.
Der Drachenbaum gehört zu den lilienähnlichen Gewächsen
und kommt auch auf Teneriffa, Gran Canaria, den Kapverden, Madeira
und in Nordafrika vor. Unter guten klimatischen Verhältnissen
erreicht er eine Höhe von bis zu 20 Metern. Über das
Alter lässt sich keine genaue Aussage treffen, da es bei der
Pflanze nicht zur Bildung von Jahresringen kommt. |
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Frühestens
nach 8 Jahren entwickelt der Drachenbaum erstmalig eine Blütenrispe
mit grünlich-weißen Blüten, aus denen sich später
braunorange Beeren entwickeln. Unterhalb der Blütenrispe entstehen
dann die Verzweigungen, durch die der Drachenbaum schließlich
seine charakteristischen Schirmkronen erhält und die den Wissenschaftlern
bislang als Anhaltspunkt für Altersschätzungen dienen.
Die nächste Blütenperiode setzt erst wieder 15 Jahre
später ein.
Der Saft des Drachenbaumes wurde von den Ureinwohnern der Inseln
zur Heilung von Verletzungen und zur Mumifizierung genutzt. Auch
die spanischen Eroberer erkannten die vielfältige Wirkung des “Drachenblutes” und
nutzten es später auch zur Haltbarmachung von Holzverkleidungen
an Häuserfassaden. Da die übliche Weise, an den Saft zu
gelangen bald zu mühsam erschien, wurden die Drachenbäume
oft ganz umgeschlagen und waren deshalb lange Zeit vom Aussterben
bedroht.
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