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Der kanarische Drachenbaum

Jun 22, 09 • Natur / NaturalezaKommentare deaktiviertRead More »

An schroffen Felsen im Norden La Palmas findet man riesige Exemplare des lilienähnliches Gewächs, dem kanarischen Drachenbaum

Kanarischer Drachenbaum

Der nordafrikanisch-makaronesische Endemit gehört zur Familie der Mäusedorngewächse. Sein botanischer Name Dracaena draco stammt aus dem Griechischen und bedeutet weiblicher Drache. Es gibt unterschiedliche Theorien zur Namensgebung. So leitet sich eine beispielsweise aus dem zunächst farblosen Saft ab, der bei Verletzungen der Rinde aus dem Stamm tritt und sich an der Luft dunkelrot färbt. Dieser Saft wird auch “Drachenblut” genannt.
Der Drachenbaum gehört zu den lilienähnlichen Gewächsen und kommt auch auf Teneriffa, Gran Canaria, den Kapverden, Madeira und in Nordafrika vor. Unter guten klimatischen Verhältnissen erreicht er eine Höhe von bis zu 20 Metern. Über das Alter lässt sich keine genaue Aussage treffen, da es bei der Pflanze nicht zur Bildung von Jahresringen kommt.

Frühestens nach 8 Jahren entwickelt der Drachenbaum erstmalig eine Blütenrispe mit grünlich-weißen Blüten, aus denen sich später braunorange Beeren entwickeln. Unterhalb der Blütenrispe entstehen dann die Verzweigungen, durch die der Drachenbaum schließlich seine charakteristischen Schirmkronen erhält und die den Wissenschaftlern bislang als Anhaltspunkt für Altersschätzungen dienen. Die nächste Blütenperiode setzt erst wieder 15 Jahre später ein.
Der Saft des Drachenbaumes wurde von den Ureinwohnern der Inseln zur Heilung von Verletzungen und zur Mumifizierung genutzt. Auch die spanischen Eroberer erkannten die vielfältige Wirkung des “Drachenblutes” und nutzten es später auch zur Haltbarmachung von Holzverkleidungen an Häuserfassaden. Da die übliche Weise, an den Saft zu gelangen bald zu mühsam erschien, wurden die Drachenbäume oft ganz umgeschlagen und waren deshalb lange Zeit vom Aussterben bedroht.

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