Wie ernähren sich eigentlich Vulkane?

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Allgemein bekannt ist, dass die Inseln des Kanarischen Archipels vulkanischen Ursprungs sind und so ergibt sich zwangsläufig die Frage, warum diese Inseln entstehen und was dabei eigentlich geschieht.

Grundsätzlich „lebt“ ein Vulkan auf ziemlich simple Weise: Erdplatten reißen auf oder schieben sich untereinander und schmelzen in der Tiefe zu flüssigem Gestein.

Es gibt zwar verschiedene Arten von Vulkanen, jedoch sind 90 % der aktiven Vulkane die Schildvulkane. Die übrigen bezeichnet man als Schichtvulkane.
Schildvulkane befinden sich innerhalb der Kontinentalplatten oder an auseinanderdriftenden Plattenrändern. Die meisten davon liegen für den Menschen unsichtbar tief im Ozean an den Ozeanböden verborgen. Weltweit gibt es etwa 1700 dieser Schildvulkane.

Die am ehesten sichtbaren Vulkane sind solche, die beim Zusammenstoß von Erdplatten entstehen.
Sie werden als „Strato- oder Schichtvulkane“ bezeichnet.

Der deutsche Forscher Alfred Wegener erkannte und wies Anfang des 20 Jahrhunderts nach, dass die Erdoberfläche aus einzelnen Platten besteht und entdeckte die Kontinentaldrift.
Sein Geburtshaus steht übrigens etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin in dem kleinen Dorf Zechlinerhütte, wo ein liebevoll gestaltetes sehenswertes Museum anschaulich Auskunft über sein Leben und Wirken gibt.
Den Gedanken, dass die einzelnen Landmassen, die jetzt die Kontinente darstellen ursprünglich in der Erdgeschichte zusammenhängend gewesen sein könnten, hatten bereits Forscher vor ihm, wie etwa Sir Francis Bacon im 17. Jahrhundert oder Theodor Christoph Lilienthal im 18. Jahrhundert. Dabei gaben die Ähnlichkeiten der Küstenverläufe den Anstoß für diese Erkenntnisse. Erst den Forschern des 20. Jahrhunderts blieb es dank der Verbesserung der technischen Möglichkeiten und der Sattelitentechnik vorbehalten , die Bewegung der Kontinentalplatten exakt zu bestimmen.

Seit Millionen von Jahren geschieht Folgendes:
Inmitten der Ozeane reißt die Erdkruste auf. Für den Grund des Geschehens gibt es unterschiedliche Überlegungsansätze und ein Zusammenhang mit der Erdrotation wird angenommen. Aus diesen Rissen tritt flüssiges Magma aus und drückt die festen Platten auseinander. Die Platten „schwimmen! Gewissermaßen auf dem flüssigen Teil des Erdmantels und driften darum jährlich etwa 1 bis 10 cm auseinander. Im Gegenzug tauchen die Ränder der Kontinentalplatten ins Erdinnere ab, wodurch der Erdradius konstant bleibt. Das Abtauchen wird als Subduktion bezeichnet. Dieser Vorgang geschieht an den ozeanischen Tiefseerinnen und geht mit Austreten Flüssigen Gesteins und Auftreten teils heftiger Erdbeben einher. Die gedachte Linie entlang dieser Aktivitäten ist als „Pazifischer Feuerring“ bekannt. Länder in diesem Bereich sind häufig von Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Tsunami betroffen, die mit verheerenden Zerstörungen einhergehen. Gewaltige, kaum vorstellbare Kräfte werden frei gesetzt.

Ganz nebenbei entsteht durch die vulkanischen Aktivitäten aber auch „neues“ Land. Das erleben die Bewohner der Kanaren aktuell vor El Hierro, wo in Zukunft eine neue Insel aus dem Meer auftauchen wird, die eines Tages vielleicht sogar bewohnbar ist.

So kurios, wie es auch klingen mag, aber wenn sich die Entwicklung fortsetzt, wird in etwa 60 Millionen Jahren zu erwarten sein, dass Australien an Asien „anstößt“ und ein neuer Kontinent entsteht. Ob es dann noch Menschen geben wird? Das ist bestimmt nicht anzunehmen.
Dass der Vorrat an flüssigem Gestein als Nahrung für die Vulkane jemals zur Neige gehen wird, ist sicher nicht zu erwarten und so wird sich auch das Gesicht unserer Erde stetig verändern.

La Palma Legende: von der Teufelswand

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Die Berge beheimateten für die Bewohner der Insel seit jeher magische Orte. Sie gaben ihnen Kraft und einen Ort, um Riten und Bräuche auszuüben. So befindet sich hier oben am
Dach der Insel zum Beispiel auch die Fuente Nueva, eine Quelle, welche je nach den Gezeiten Wasser hervorbringt oder nicht. Die Menschen früher glaubten, dass dies dem Willen der Götter zuzuschreiben sei.
Durch die Teufelswand „Pared de Roberto“ verlief der, damals einzige Verbindungsweg zwischen der Hauptstadt Santa Cruz und der nördlichsten Gemeinde Garafia. Die massive, durch Naturkräfte entstandene Felswand scheint eher von Menschhand geschaffen zu sein. Impossant und protzig ragt sie aus der Erde.
Der Legende nach sollen sich hier einst zwei junge Menschen aus verschiedenen Stämmen getroffen haben. Ein Jüngling aus dem Distrikt Tagaragre und ein Mädel aus Aceró, der heutigen Caldera, trafen sich hier heimlich, da ihre Liebe nicht geduldet wurde. Doch eines Nachts standen sie plötzlich vor einer riesigen Felswand. Sie glaubten an das Werk des Teufels und so schrie der Jüngling in unbendiger Liebe: „Meine Seele und mein Körper fürs Hindurchgelangen!“
In diesem Augenblick durchbrach der Jüngling in einer weissglühenden Kugel die Wand, während aus der Erde
höllische Flammen stiessen. Er rollte hinab in den Abgrund und zurück blieb das zerbrochene Herz des Mädels. Die fühlte sich schuldig und wurde am nächsten Morgen von Hirten tot aufgefunden, die sie am Roque de Los Muchachos begruben.
Man sagt, auf ihrem Grabe wuchsen palmerische Bergstiefmütterchen, die die blaue Farbe ihrer Augen annahmen.
So steht die mächtige Wand noch immer dort und trägt nun den Namen des Teufels, der hier Roberto genannt wird.

TransVulcania La Palma 2014

Der Ultramarathon TransVulcania- ULTRAlang, ULTRAsteil und ULTRAschön

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In der internationalen Trailrunner Szene ist La Palma längst ein Begriff. Unter einer Vielzahl an sportlichen Wettkämpfen, die sich in den letzten Jahren auf der Insel etabliert haben, hat sich das Top-Event „TransVulcania“ seit der Erstauflage im Jahr 2009 unter die weltweit angesagtesten Ultramarathon manövriert. Die Organisation ist von Jahr zu Jahr professioneller geworden, was die stetig wachsende Teilnehmerzahl bestätigt. Die Strecke ist fast an ihre Grenzen der Aufnahme gestoßen. La Palma hat sich da ein Event herangezogen, was den Wert und den Charakter der Insel nur bestätigt. Wer selber läuft, weiß um die meditative Kraft, die einem der Lauf in derartig atemberaubenden Landschaften bringt.

Längst findet sich hier die Weltelite der Trailrunner ein, um wertvolle Punkte für die Rangliste der Sky-Runner-World-Series zu sammeln. Unter den Top-Läufern befinden sich auch dieses Mal Spitzensportler aus aller Welt, unter ihnen der Katalane Kilian Jornet Burgada und die Schwedin Emelie Forsberg (Gewinner in 2013), Anna Heather Frost aus Neuseeland und Dakota Jones aus den USA (Gewinner in 2012), Timothy Olson, Alberto Hernando, Sage Canady und der beste deutsche Trailrunner Philipp Reiter, um nur einige zu nennen.

Die Top Athleten haben Personal Trainer, einen Ernährungsberater und Physiotherapeuten. Sie verdienen ihr Geld damit. Ein ebenso, wenn nicht größerer Respekt gilt darum auch all denen, die neben ihrer Berufstätigkeit das Training in der Freizeit absolvieren und sich nebenbei auch noch um die ausgeglichene Ernährung kümmern. Sie werden es vielleicht nicht schaffen, die Distanz in unter sieben Stunde zu absolvieren, doch die mentale Herausforderung ist gleich. Ebenso die Quälerei und die Frage: „Warum mache ich das“, ist in allen Köpfen. Jeder der ankommt, wird mit einem wochenlang anhaltenden Gefühlscocktail belohnt.
Waren es im Jahr 2009 gerade einmal 400 Läufer, die sich der extremen Herausforderung stellten, sind es jetzt 2000 Teilnehmer. Schon im Januar dieses Jahres war die maximale Teilnehmerzahl erreicht und die TransVulcania ausgebucht.

In diesem Jahr gibt es im Rahmen der TransVulcania neben dem Halbmarathon erstmalig auch eine Marathon-Distanz über 44,3 km sowie einen Vertical-Trail. Letztgenannter bildet nur zwei Tage vor dem Ultramarathon den Auftakt. Wie der Name ankündigt, müssen hierbei in kürzester Zeit extreme Höhenmeter bezwungen werden. Vom Strand in Tazacorte hinauf zum Torre del Time, gerade mal 6,6 km, dafür aber 1160 Höhenmeter und auch hier können die Skyrunner wertvolle Punkte sammeln.

Der Marathon startet am Refugio El Pilar, führt über den Roque de Los Muchachos um den Kessel der Caldera de Taburiente und zum Ziel in Puerto de Tazacorte.
Für die Teilnehmer der TransVulcania heißt es, mitten in der Nacht aufzustehen, um noch in aller Ruhe ein Frühstück zu sich zu nehmen und sich zum Start am Leuchtturm von Fuencaliente zu begeben, denn um 6 Uhr morgens fällt dort der Startschuss. Die Strecke verläuft über die zwei großen Wanderwege der Insel, GR 130 und GR 131, und führt – abgesehen vom Bereich Fuencaliente ( Los Canarios ), der Ortschaft Puerto de Tazacorte und dem Zielgebiet in der Ortschaft Los Llanos de Aridane – kaum durch bewohnte Bereiche.

Mit Stirnlampen ausstaffiert fädelt sich die riesige Läuferschar auf dem schmalen Wanderpfad ein und begibt sich nach dem Start hinaus in die Finsternis. Aus der Ferne bilden die unzähligen Stirnlampen eine lange, funkelnde Perlenschnur. Über 18 km geht es nun bergauf durch den Ort Fuencaliente und weiter zu den Gipfeln der Deseada, während die Sonne allmählich aufgeht und die Vulkane der Insel in warmes Licht taucht. Ein sicher unvergesslicher Morgen auf dem Dach der Insel mit weitem Blick bis zu den Nachbarinseln. Nach dem Erreichen der Deseadas geht es weiter zum wichtigen Zwischenziel beim Refugio El Pilar nach 26,8 km, wo der Halbmarathon endet. Die hier wartende Zuschauermenge vernehmen die Läufer schon viele Kilometer vorher.
Nach dem Auftanken an der dortigen Verpflegungsstation geht es nun auf den langen Weg zum höchsten Punkt der Insel, dem Roque de Los Muchachos. Wer es bis hierher schafft, hat 57,8 km der insgesamt 83,3 km bereits hinter sich und mit Sicherheit eine atemberaubende Landschaft durchquert und bleibende eindrücke gesammelt. Von nun an geht es stetig bergab durch den erfrischenden Kiefernwald zum Torre del Time und weiter hinunter ans Meer nach Tazacorte. Der Abstieg auf zum Teil gerölligem Untergrund bedeutet extreme Belastungen für die Beine. Die Muskeln brennen. Am Strand von Tazacorte heißen die vielen Zuschauer die Läufer willkommen zurück in der Zivilisation und geben ihnen die Kraft und Motivation für den letzten Anstieg zum Zieleinlauf in Los Llanos de Aridane.

Der erste TransVulcania-Ultramarathon fand übrigens am 27. Juli 2009 statt. Damals also noch mitten im Sommer und wie es das Schicksal wollte, rückte unmittelbar vor dem Rennen ein Calima auf uns zu, der die Temperaturen bereits in der Nacht vor dem Lauf auf knapp 30 Grad steigen ließ. Trotz der erheblich schwierigeren Bedingungen erreichte der damals Beste, Salvador Calvo, das Ziel in fast genau 9 Stunden. Infos unter: www.transvulcania.com

Vom Roque de Los Muchachos zur Teufelswand

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Kleine Wanderung zur Teufelswand „Pared de Roberto“

Vom Parkplatz am Roque de Los Muchachos zweigt in nördliche Richtung der GR 131 ab. Hier beginnt die kurze Wanderung zur legendären Teufelswand mit einer Gesamtlänge von ca. 6 Kilometern (Hin- und Rückweg). Der Wanderweg schlängelt sich durch niedrige Büsche am Kraterrand der spektakulären Caldera de Taburiente entlang. Zur linken Seite blicken wir auf terrassierten Weidegrund Mehrmals treffen wir auf die Strasse, die um den Roque herum auf der Ostseite in Richtung Santa Cruz führt. Der Weg ist ausreichend breit und gut begehbar, wenngleich gut profiliertes Schuhwerk auf dem gerölligen Untergrund sicher von Vorteil ist. Wir passieren eines der kleinen Teleskope und die Markierung des geografischen Institutes. Nach etwa 1 Stunde biegen wir um einen weiteren Felsenvorsprung und erblicken in der Ferne unser Wanderziel, die zweigeteilte Teufelswand „Pared de Roberto“.

Auf La Palma gibt es viele Orte, die mystisch erscheinen und von Legenden umwoben sind. Die Teufelswand gehört dazu. Die Legende vom „Pared de Roberto“, wie sie hier genannt wird, können sie ebenfalls auf diesen Seiten nachlesen.

An unserem Ziel angekommen machen wir im Schatten der hohen Wand Rast und geniessen abermals den sensationellen Blick in die Caldera und zu den weit entfernten Bergen, bevor es schliesslich auf dem selben Wege zurückgeht.

Barlovento – dem Wind zugewandt

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Dort, wo der Nordostpassat auf die Insel La Palma trifft, also am nordöstlichen Zipfel der Insel liegt die Gemeinde Barlovento mit ihren etwa 2400 Einwohnern. Auf eine Höhe von fast 550 Metern über dem Meer befindet sich der gleichnamige Verwaltungssitz der Gemeinde aufeiner nahezu ebenen Fläche. Das istein starker Kontrast zu dem ansonsten sehr gebirgigen Teil der Insel.Barlovento – das bedeutet „Starker Wind“ oder auch „Dem Wind zugewandt“.
Der Name lässt vermuten,was man hier das ganze Jahr zu spüren bekommt, nämlich die teilweise kräftigen Passatwinde, die hier auf die Insel treffen.
Die Gemeinde ist bereits seit 1678 eigenständig. Davor war sie von der Nachbargemeinde San Andrés y Sauces anhängig. Die Einwohner leben vorrangig von der Landwirtschaft und der Viehzucht. Die abgeschiedeneLage verhinderte bisher eine rasche Entwicklung touristischer Aktivitäten. Das ist bedauerlich, denn gerade in diesem Inselteil ist die Landschaft sehr beeindruckend. Die üppig sprießende Natur und unvergessliche Blicke über die tiefen Barranco laden ebenso zum Verweilen ein, wie die steil abfallenden Küsten. Während die meisten Teile der Insel in den Sommermonatenmit Trockenheit zu kämpfen haben,sorgt die geografische Lage der GemeindeBarlovento ganzjährig für Niederschläge von durchschnittlich 800 mm.
Obwohl hier sehr viel Regen fällt entstehen kaum Wasserquellen, so dass man in den 1960er Jahren Wassergalerien bohrte, um größere Wassermengen für die Landwirtschaft zu erschließen. Dies ermöglichte dann auch die Kultivierung von Bananen in den Küstenregionen und sorgtefür bessere Lebensbedingungen der Bevölkerung.Wanderfreunde finden in Barlovento ein dichtes Wanderwegenetz und somit den perfekten Ausgangspunktfür einen Wanderurlaub vor.
Oberhalb des Ortes und direkt ander Lagune, befindet sich ein sehrschön angelegter Campingplatz inmitten der üppigen Natur, der das Naturerlebnis perfekt machen kann. Der Erholungspark bietet Kochstellen, einen Kinderspielplatz, einen Naturteich und sogar einen Hochseilgarten, der zurzeit allerdings geschlossen ist.
Eigentlich ist die Lagune von Barlovento ein sehr alter Vulkankrater, von denen es in dieser Region noch weitere gibt. Das sich darin sammelnde Regenwasser sickerte früher durch das poröse Gestein, bis es gelang, den Kraterboden mit Beton abzudichten. So entstand das größte Wasserreservoir der Insel.
Benutzt man die Landstraße nach Gallegos, gelangt man zum Aussichtspunkt „ La Tosca“. Von dort hat man einen sensationellen Panoramablick über die Weiler von Gallegos, Franceses und bis nach El Tablado, wobei letztere bereits zur Nachbargemeinde Garafia gehören. Außerdem blickt man hier auf die wichtigsten Drachenbaumanpflanzungen der Kanarischen Inseln.
Sehenswert ist die mitten im Ort Barlovento errichtete einschiffige Kirche Nuestra Señora del Rosario aus dem 16. Jahrhundert. In ihrem Inneren beherbergt sie verschiedene interessante Gemälde und die Statue der Schutzpatronin gleichen Namens. Dabei handelt es sich um eine flämische Holzschnittarbeit aus dem 16. Jahrhundert. Das Taufbecken wurde im 17. Jahrhundert in Sevilla
gefertigt.
Zum Schluss noch ein Tipp für alle Badefreunde: Die Naturschwimmbeckenvon La Fajana bieten eine gute Möglichkeit, geschützt vor hohen Wellen im Atlantik zu baden. Weitere Naturschwimmbecken erreicht man in nur wenigen Autominuten in der Nachbargemeinde San Andrés.

La Palma Tauchen – Entdecke das Meer

La Palma bietet perfekte Bedingungen zum Tauchen. Das warme Wasser mit einer Temperatur von 21,5°C im Jahresdurchschnitt und nur sehr geringen Schwankungen von 18°C im März/April und maximalen Temperaturen von 25°C im September-Oktober bietet die perfekte Grundlage der subtropischen Meeresfauna. Abhängig von den Wetterbedingungen, der Richtung und Höhe der Wellen ist das Tauchen auf jeder Seite der Insel, ganzjährig möglich. Die Insel bietet den Tauchern daher vielfältige Möglichkeiten. Durch den vulkanischen Ursprung der Kanaren ist es möglich, größere Tiefen in Küstennähe zu erreichen – ein Paradies für Taucher, die sich auf Attraktionen wie „dropoffs und Höhlen“ freuen und die hohe Konzentration marinen Lebens, auch mit Korallen erleben wollen. Ebenso gestalten das Küstenbild von La Palma eine Menge von Bögen und schönen Unterwasser-Tunneln. Die Kombination der Unterwasser-Lavalandschaft, dem tiefblauen Wasser und die Vielfalt marinen Lebens, macht jeden Tauchplatz besonders. Tauchen auf La Palma ist für Anfänger und auch erfahrene Taucher. Belegen Sie direkt vor Ort einen Tauchkurs und entdecken das Element “Wasser” für sich.

Triggerfish

Das Meer ist auch zum Schnorcheln gut geeignet. Zum Beispiel im Meeres-Reservat zwischen El Remo und Punta Larga findet man eine reiche Unterwasserwelt. Das Angeln ist begrenzt und gut kontrolliert, so dass man hier zahlreiche, große Fische sehen kann. Tauchen und Schnorcheln ist möglich, an jedem Tag des Jahres, z.B. mit „Casa de Buceo – duikhuis La Palma“, der niederländischen Tauchbasis in Los Llanos (We spreken Nederlands, wir sprechen Deutsch, we speak English, hablamos Español.). Wenn Sie wissen wollen wie es ist, mit voller Ausrüstung im Atlantischen Ozean zu Tauchen, bietet „Casa de Buceo“ – autorisierter PADI Dive Resort – die „Discover Scuba Diving” Erfahrung, um unter der Anleitung eines Instructors die wunderschöne Unterwasserwelt von La Palma zu entdecken. Alle PADI Kurse und Tagesausflüge zum Tauchen und Schnorcheln werden angeboten.

Wasser – unser kostbarstes Gut

Haben Sie das schon mal erlebt? Sie stehen morgens auf, gehen ins Bad, drehen den Wasserhahn auf und…nichts passiert. Es kommt kein Wasser. Hier auf La Palma gibt es das immer wieder mal in einigen Gemeinden und obwohl man weiß, das dauert nicht lange an, so ist es doch unangenehm und man merkt wieder mal, für wie viele Gelegenheiten man Wasser braucht. Richtig unangenehm wird das dann, wenn das Wasser gleich mehrere Tage ausbleibt. So erging es etlichen Haushalten in Fuencaliente nach dem katastrophalen Brand Anfang August. Zwar hat so manches Haus ein Deposito und Wasser wagen waren auch unterwegs, dennoch macht eine solche Ausnahmesituation klar, wie wichtig dieser Stoff ist.Wenn es darum geht, Ressourcen zu verschwenden, dann sind die USA oft Spitzenreiter. So sind sie auch beim Umgang mit Trinkwasser die verbrauchsstärkste Nation. Die Skala des weltweiten Verbrauchs von Trinkwasser reicht von 50 Liter täglich pro Kopf (Wassermangel-Schwelle) bis zu 575 Liter täglich pro Kopf in den USA. Spanien liegt derzeit mit 320 Litern im Mittelfeld, Deutschland im unteren Drittel mit 185 Litern täglich pro Person.

Währenddessen sind weltweit 1,1 Milliarden Menschen ohne sauberes Trinkwasser. Die Folgen: mangelnden Hygiene und Krankheiten breiten sich aus. Jährlich sterben Millionen Menschen wegen akuten Wassermangels oder an den krankheitsbedingten Folgen. Wasser ist ein knappes Gut! Obwohl mehr als 70% der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, sind nur 2,5 % Süßwasser und wiederum davon nur etwa 30% zu unserer Nutzung verfügbar. Der Rest ist in Gletschern verborgen.

Derzeit herrscht in 31 Ländern der Erde dauernder Wassermangel. Schon in 2025 werden es rund 50 Länder sein, denn der Verbrauch steigt weiterhin rapide an. Sogar börsennotierte Unternehmen spekulieren bereits damit.
Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist auch die skrupellose Abholzung des Regenwaldes. Die globale Waldfläche schrumpft jährlich um 7,32 Millionen Hektar, am meisten in Mittel- und Südamerika, der Karibik und Afrika. Dieser rücksichtslose Umgang mit der Natur wird sich in den kommenden Jahren in Form von Fluten, Dürren und der Verringerung von Süßwasser mit unabsehbaren Folgen bemerkbar machen, da die natürlichen Kreisläufe zerstört werden.
Im trockenen Süden Spaniens ist Wasser ohnehin knapp, doch die ausgedehnte Landwirtschaft und Blumenindustrie in dieser Region verschlimmert diesen Zustand immens. Hier wird deutlich mehr Wasser verbraucht, als sich natürlich regenerieren kann. Schon im Jahr 2000 wurde von der Regierung ein Bewässerungsplan für die betroffenen Regionen vorgelegt, der das Wasser aus dem Ebro durch den Bau von 120 Stauseen, zahlreichen Kanälen und Pipelines an die gesamte Mittelmeerküste bringen sollte. Die gesamte Region vonBarcelona bis Almeria sollte so mit Wasser versorgt werden.

Die Pläne stießen jedoch auf großen öffentlichen Widerstand. Naturschützer befürchteten durch den massiven Eingriff in die Natur zahlreiche Überflutungen und das Austrocknen des Ebro-Deltas. Das Delta ist Europas zweitgrößtes Feuchtbiotop.
Neben der Versorgung mit Stadtwasser gibt es auf La Palma schon seit dem 19. Jahrhundert ein, von privaten Wassergesellschaften unterhaltenes Bewässerungssystem, welches das Wasser aus den regenreichen Bergen hinunter in die Städte und Dörfer bringt.
Mit dem Erwerb einer Wasseraktie hat der Inhaber das Recht auf die kontinuierliche Versorgung mit einer bestimmten Wassermenge pro Minute. Das stetig zulaufende Wasser wird in offenen oder geschlossenen Tanks gespeichert, je nachdem, ob es als Trinkwasser oder ausschließlich zur Gartenbewässerung genutzt wird.
Da La Palma zu den regenreicheren Inseln der Kanaren gehört, erscheint uns hier die Gefahr einer Wasserknappheit eher gering. Und dennoch gibt es auch hier wahre „Wassersäufer“,z. B. die Bananenplantagen. Und in Zukunft werden es vielleicht die von einigen so heiß ersehnten Golfplätze sein, die bekanntermaßen die so kostbare Ressource Wasser verschwenden. Was wir hier bereits beobachten können, ist, dass die Regenmengen kontinuierlich abnehmen, auch wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen, abgeschottet von den Folgen der globalen Wassermisswirtschaft. Um unser Auskommen an Trinkwasser auch in Zukunft zu sichern, müssen wir Heute handeln und sparsam damit umgehen. Jeder Einzelne von uns, denn nur so werden auch die nachfolgenden Generationen existieren können.