La Palma Videos

 

Ein Stück La Palma für Zuhause

Schade! Nur noch wenige Tage bleiben, um dieses schöne Fleckchen Erde, umgeben von den Tiefen des Atlantiks, zu genießen. Wer wird diesen Gedanken nicht haben, wenn doch unweigerlich der Tag der Heimreise näher rückt. Für die meisten La Palma-Urlauber ist damit jedoch kein Abschied für immer verbunden, denn wer erst einmal hier war, den zieht die Insel in ihren Bann und früher oder später führt der Weg erneut auf dieses schöne Eiland. Nicht selten entsteht so eine Treue zur Insel, die über Jahrzehnte andauert.

Der Tag der Abreise fällt meistens schwer. Die Koffer sind gepackt. Man steht wieder einmal im Flughafen und wirft durch die trüben Glasflächen des neuen Terminals einen letzten Blick auf Meer und Berge. Dann heißt es „Einsteigen“. Wehmut macht sich breit und sicher verdrückt da mancher auch schon mal heimlich eine Träne. Wenn das Flugzeug abhebt und unaufhaltsam zielstrebig in Richtung Heimat steuert, schweifen die Gedanken zurück. Dort, wo man in wenigen Stunden sein wird, hält vielleicht gerade der Winter Einzug.

Für alle, die diese Gefühle kennen und sich über die lange Zeit bis zum Wiedersehen ein Stück La Palma nach Hause holen möchten, haben wir uns auf der Video-Plattform Youtube umgeschaut und unter der Vielzahl an Videos über die Insel eine Auswahl auf unserer Website verlinkt. So können sich Interessierte dort neben wunderschönen Aufnahmen von Land und Leuten zum Beispiel auch ansehen, wie das Leben hier um 1950 ablief oder wie die Landung des Airbus A320 auf La Palma aus dem Cockpit heraus aussieht. Und vielleicht haben ja auch Sie noch den einen oder anderen Videoclip gefunden, der in unsere Liste aufgenommen werden sollte? Dann schreiben Sie uns doch!

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Versteigerung von Kunstobjekten zugunsten Bedürftiger

Am nächsten Samstag, den 18.10.14 um 12 Uhr findet im neueröffneten „Las Piedras“ (gegenüber dem Centro de Visitantes am Ortausgang von El Paso Richtung Tunnel) eine Versteigerung von gespendeten Kunstobjekten zugunsten von „SOS La Palma“ statt.
Wer sich interessiert oder einfach auch nur mal die neu restaurierte Attraktion anschauen will, ist herzlich willkommen.

Der Verein “SOS La Palma” möchte Bedürftigen helfen
Die Kanarischen Inseln sind durch ihre exponierte Lage noch massiver von der Krise betroffen, als das Festland. Hier gibt es keinerlei Grossindustrie. Die Inseln sind auf Zuwendungen vom Festland angewiesen, doch diese wurden durch die finanzielle Schieflage des Landes ebenfalls drastisch gekürzt bis gänzlich gestrichen. Seitdem der Bausektor zusammenbrach, sind viele Familien ohne Einkommen. Das Arbeitslosengeld ist in Spanien zeitlich befristet und auch andere Sozialleistungen werden nicht dauerhaft gezahlt.
Die Gründungsmitglieder des Vereins “SOS La Palma” sind zum größten Teil auf La Palma lebende Ausländer verschiedener Nationalitäten. Mit ihrer Hilfe über den Verein wollen sie ihre Dankbarkeit für die entgegengebrachte Gastfreundschaft zum Ausdruck bringen. Der Verein sammelt Spenden und übergibt diese dann an hiesige Hilfsorganisationen und Sozialdienste, da die zweckmäßige Verteilung so effizienter koordiniert werden kann.

Wer sich engagieren möchte und in Form einer Mitgliedschaft regelmäßig helfen will, der findet auf der Webseite von “SOS La Palma” www.soslapalma.com ein entsprechendes Formular und alle notwendigen Informationen, auch über sämtliche Aktionen, die der Verein zum Sammeln von Spenden organisiert. Aber auch einmalige Zahlungen helfen den Menschen. Das Spendenkonto dazu findet man ebenfalls auf der Internetseite von “SOS La Palma”.

Wieder mehr Flugverbindungen nach La Palma

Im bevorstehenden Winter scheint die lange Durststrecke für den palmerischen Flughafen endlich ein Ende zu nehmen. Der aktuelle Flugplan lässt eine deutliche Steigerung in den angebotenen Flugverbindungen erkennen. Im kommenden Winterhalbjahr werden allein aus Deutschland wöchentlich 12 Maschinen nach La Palma fliegen. Diese stellen pro Woche eine maximale Auslastung von insgesamt 2.800 Sitzplätzen zur Verfügung.

Für Airberlin ist Spanien das wichtigste Auslandsziel. Nach La Palma wird die Airline über die Wintermonate 5 Maschinen wöchentlich einsetzen. Auch Condor fliegt Santa Cruz de La Palma mit 5 Fliegern an. Zusätzlich bietet auch die Germania zwei wöchentliche Flugverbindungen von Deutschland und La Palma an.

Wer auf La Palma wohnt und in den Genuss der 50%igen Vergünstigung für Residente kommt, der kann evtl. auch vom aufgestockten Kontingent der Iberia-Express profitieren. Die Verbindung nach Madrid wurde um 14 % im Vergleich zum Vorjahr angehoben. Vier mal in der Woche fliegt die Gesellschaft Mo, Di, Sa und So um 14:55 Uhr nach Madrid und von dort um 12:15 Uhr nach La Palma. Der Flieger benötigt für die Strecke ca. 3 Stunden, so dass man evtl. noch am selben Tag einen Anschlussflug nach Deutschland bekommt.

Noch ein Tipp für Kurzentschlossene: Aktuell bietet Airberlin im Januar Flüge von Berlin Tegel nach La Palma für knapp unter 200,- Euro an. (Zeitraum: 18.-23. Januer 2015)

Winterflugplan der Autovermietung Monta – Rent a Car

 

 

Lotto bringt Gewinn nach San Andrés y Sauces

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten sich in der Gemeinde San Andrés y Sauces gleich zwei Menschen über einen satten Lotteriegewinn freuen. Es war die große Weihnachtslotterie im vergangenen Dezember, die den beiden Gewinnern dort jeweils 125.000 Euro brachte. Mit ihnen gewannen auf La Palma noch 3 weitere Personen aus anderen Gemeinden.

Nun hat das große Glück ein weiteres Mal nach San Andrés y Sauces gefunden. Eine junge Studentin hat dort für ihre eingesetzten 2 Euro mal eben 583.267 Euro bei der Lotterie Bonoloto gewonnen. Die junge Frau möchte ihren Gewinn in jedem Fall mit ihrer Familie teilen, die allesamt das Geld gut gebrauchen können. Wir gratulieren!

 

Kostenlos mit dem Bus über die Insel

Alle fahren Bus

So lautet eine Initiative der Europäischen Vereinigung, die es bereits seit einigen Jahren gibt. Jeweils in der gleichen Septemberwoche, vom 16. bis zum 22. September, wird sie überall in Europa zelebriert und soll die Menschen dazu bewegen, auf die öffentlichen Beförderungsmittel umzusteigen, anstatt mit dem eigenen Wagen zu fahren.

Die Semana Europea de Movilidad wird in diesem Jahr erstmalig auch auf La Palma veranstaltet. Am Montag, den 22. September darf darum jeder einen ganzen Tag lang kostenlos mit dem Bus quer über die Insel fahren. Die Guagua, wie sie hier auf La Palma genannt wird, hat ein wirklich gut ausgebautes Liniennetz und ist ein sehr zuverlässiges Beförderungsmittel.

Für viele ist das eigene Auto auf La Palma kaum wegzudenken, denn außerhalb der „Ballungszentren“, wenn man dieses Wort für die Insel überhaupt anwenden darf, gibt es kaum noch größere Abzweigungen von den großen Hauptstraßen. Zudem ist die Insel im Verhältnis zu ihrer Grundfläche ziemlich hoch und darum sind auch meistens große Steigungen zu überwinden. Als sportliche Einlage immer gern genommen, doch wer für ein paar Meter Wegstrecke eine halbe Stunde braucht, weil er dabei etliche Höhenmeter überwinden muss, der setzt sich dann doch lieber ins Auto, statt zu Fuß die nächste Haltestelle aufzusuchen.

Früher war das sicher anders und viele Zugezogene erinnern sich noch gut an die Zeiten, als es auf der Insel nicht mal Ampeln gab, erst recht keine Parkzonen oder Parkplatzmangel. Mittlerweile ist die Zahl der Kfz auch auf La Palma stark angestiegen, von überfüllten Straßen sind wir aber noch immer weit entfernt. Während einer Fahrt über den nördlichen Teil der Insel kann man die entgegenkommenden Fahrzeuge sogar meist noch an einer Hand abzählen.

Aber wir sind vorbildlich und zeigen uns europäisch. Mal sehen, wie viele sich von einer kostenlosen Fahrt über die Insel am kommenden Montag verführen lassen.

Mehr Infos und Fahrpläne gibts hier: www.transporteslapalma.com

 

Danza del Diablo – Teufelsfest

In wenigen Tagen ist es schon wieder soweit, auf La Palma ist der Teufel los. Beim „Teufelsfest“ in Tijarafe am kommenden Wochenende wird die Virgen de Candelaria, die Schutzpratronin des Ortes Tijarafe, aufs Neue unter Beweis stellen, ob das Gute in der Lage ist, über das Böse zu siegen.
Bereits seit 23. August feiert die Gemeinde ihre „Ntra. Sra. de Candelaria“ mit einem buen Festprogramm aus Sport, Musik und sonstriger Unterhaltung. Der eigentliche Höhepunkt ist aber der Danza del Diablo, der Teufelstanz in der Nacht vom 7. zum 8. September. Ein Spektakel ohne Gleichen ist es, wenn der feuerspeiende blecherne Teufel wild durch die Menschenmenge tanzt und seine eingebauten Feuerwerkskörper entzündet. Die jubelnde Menge treibt ihn über den Marktplatz gleich neben der Kirche „Iglesia Virgen de la Candelaria“, bis ihm schließlich der Kopf in Feuer und Rauch aufgeht, wenn er die darin versteckten Raketen und Feuerwerkskörper zündet.

Ab 21 Uhr beginnt die Fiesta mit einem ebenso feurigen Musikprogramm und vier palmerischen Bands, die mit lateinamerikanischen Rhythmen schon mal ordentlich einheizen. Wer dem Teufel leibhaftig gegenüber treten will, der muss sich allerdings bis nach 2 Uhr morgens auf den Beinen halten. Erst dann wird er sich zeigen und in Begleitung der „Großköpfe“ die Funken sprühen lassen.

Für manch jungen Unerschrockenen mag es Mutprobe oder Nervenkitzel sein, sich dem funkensprühenden Monstrum zu nähern, es ist aber sicherlich ratsam, einen ausreichenden Abstand zu halten, denn nicht selten tragen die waghalsigen Schaulustigen Andenken in Form von Verbrennungen nach Hause.

Zur Geschichte des Danza del Diablo

Ein fremder Puppenspieler war es, der die Bewohner von Tijarafe bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner über 3 Meter großen Puppe faszinierte und in seinen Bann zog. Er selbst steckte damals im Körper dieser riesigen Kunstfigur, die er auf diese Weise tanzend über den Marktplatz bewegte. Dann verschwand er eines Tages und die Menschen vermissten die tanzende Riesenpuppe. So erschufen sie einen neuen „Teufel“, der im Jahre 1930 schließlich in eine robustere Stahlkonstruktion verwandelt wurde.

Der neue Teufel war nun in der Lage, kleine Feuerwerkskörper aus seinen Armen zu feuern und seinen Kopf explodieren zu lassen. So war dieser dem heutigen schon ziemlich ähnlich. Die wirtschaftlichen Verhältnisse veranlassten damals viele Bewohner von La Palma, die Insel zu verlassen und nach Kuba und Venezuela auszuwandern und so war es dann auch mit dem Erfinder dieser neuen Teufelsgestalt.

Erst nach dem spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1939 lebte die Tradition des Teufels wieder auf und das blecherne Teufelskostüm wurde seit dem immer weiter perfektioniert. So beauftragte man in den 1970er Jahren dann erfahrene Pyrotechniker mit der Ausführung der spektakulären Feuershow und gestaltete auch das Kostüm leichter und sicherer. Mit der Jahrtausendwende bekamen die Freiwilligen Kostümträger dann auch eine Sauerstoffflasche unter das Kostüm, um die starke Rauchentwicklung unbeschadet zu überstehen.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass dieses feurige Spektakel einen normalen Verlauf nimmt und die Funken ihren Flug in Grenzen halten, denn die Insel hat wirklich sehr lange keinen Tropfen Regen mehr gesehen.

Charmantes und weniger Charmantes

Klick Klack, Klick Klack, kennen sie das auch? Täglich mehrere Male kann man es auf La Palma genießen, dieses rhythmische Tonspiel aneinander schlagender Metalldeckel oder Regenroste, eine Art „Hallo-wach“ für alle. Ich frage mich allerdings allen Ernstes, wie halten die Bewohner unmittelbar an den Strassen das aus – unglaublich. Ich meine diese ständig klappernden Wasserabläufe, Gullydeckel und Unelco Serviceschächte. Da fliegt die Menschheit zum Mond, kann bereits Lebewesen klonen und Tomaten Gen manipulieren, damit sie groß wie Fußbälle sind und nach so gar nichts mehr schmecken, aber einen ganz harmlosen, nur ruhig daliegen wollenden Metalldeckel bekommt sie nicht hin. Gut, ich weiß, der Palmero an sich ist von recht lauter Natur, meines Wissens sind die Spanier sogar die zweit lauteste Gesellschaft nach den Japanern. Aber funktioniert er nicht wie jeder andere Mensch auch? Erfreut er sich nicht auch an einer gewissen Ruhe, wenn er Feierabend hat.

Ein wenig irritiert sind wir allerdings davon, dass ein lieber palmerischer Freund so gar nicht in das Bild passen will. Er spricht leise, man kann sich mit ihm auf der Strasse unterhalten, ohne dass die ganze Stadt weiß, wie es um ihre Befindlichkeit bestellt ist – sehr angenehm. Ein anderer Bekannter wiederum, beschallt die ganze Plaza, wenn er sich mit ihnen unterhält. Somit ist Lautstärke relativ. Aber das wissen wir ja spätestens seit Einstein.

Oder, ein anderes Beispiel.

Haben sie bereits einmal versucht, einen Telefonanschluss bei der Telefonica, wo möglich noch mit ADSL zu beantragen? Na prost Mahlzeit. Wenngleich meine Erfahrung mit der Telefonica durchaus auch sehr lustige Seiten zu Tage trägt. Wir beantragten eine Telefonlinie und ADSL und warteten erst einmal ab. Kennt man ja. Dann, nach mehreren Wochen der Versuch, einen Ortstermin zu vereinbaren. Irgendwann klappte auch das. Der freundliche Techniker sah sich kurz auf dem Gelände um, sah den Mast, sagte: „kein Problem“ (im Übrigen eine tief verwurzelte Philosophie des Palmero „kein Problem“). Er entledigte sich einer 250 Meter Rolle Telefonkabel mit den Worten, wenn es verlegt sei, kommt jemand und schließt das Kabel an. Noch heute amüsiert mich diese charmante und flexibele Vorgehensweise und entlockt mir ein Schmunzeln. Schade ist nur, dass wir immer noch kein Telefon haben. Jetzt ist es nämlich doch ein Problem. Die Telefonica sagt nun, keine Möglichkeit, dort Telefon zu legen, es gäbe plötzlich keine freie Nummer. Muss man leiden mögen und Toleranz üben!

Oder kennen sie den?

Versucht eine Gemeinde eine Ampel aufzubauen. Die alte Cuesta ist nun wirklich langsam zu schmal für die immer breiter werdenden Autos. Was liegt also näher, als die Enge mittels einer Ampelregelung zu steuern. Ich glaube bemerkt zu haben, dass die Elektrik und die Mastsetzung schon im Jahre 2007 erfolgten. Nun, wir schreiben heute das Jahr 2009 und von Ampellichtern keine Spur. Wer sich diesem Charme der hiesigen Gepflogenheiten hingibt, bekommt etwas Wertvolles als Gegenleistung. Eine Art inneren Kompass dafür, was wir Menschen wirklich von Wichtigem und Unwichtigem zu unterscheiden haben.
Also, bleiben sie entspannt, denn auf der anderen Seite ist der menschliche Umgang hier sehr entspannt und angenehm, dass man vieles mit einem Lächeln ertragen kann.

Edle Tropfen aus dem Lavaland

Seit dem Jahre 1995 ist La Palma ein Weinbaugebiet mit der gesetzlichen Herkunftsbezeichnung „Denominacion de Origen“. Dabei zählte der palmerische Malvasier bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den herrschaftlichen Häusern ganz Europas zu den besonders edlen Tropfen. Sogar Shakespeare und andere Dichter damaliger Zeit rühmten den hiesigen Wein. War er doch einst wichtigste Einnahmequelle der Insel. Der hohe Mineralstoffgehalt der Vulkanasche macht die Insel zu einem hervorragenden Anbaugebiet für Rebengewächse. So prägen die weitläufigen Weinberg-Hänge einen großen Teil des Landschaftsbildes. Die meist am Boden wachsenden Reben sind so bestens vor Wind geschützt und werden in Höhen von 200 bis 1400 m.ü.M. auf insgesamt 1600 ha kultiviert.

Die Hauptanbaugebiete der Insel sind Hoyo de Mazo, Fuencaliente und weite Teile des Nordens. Bekannteste Sorten sind: Negramoll, Listan, Malvasia, Sabro, Verdello, Moscatel, Bujariego, Gual, Albillo, Almuneco und Prieto.
Aus dem Norden stammen die bekannten Tea-Weine mit ihrem typischen harzigen Geschmack, der durch die Reifung in Tea-Holz Fässern entsteht.
Mehr Informationen erhalten sie auch im Weinmuseum in Las Manchas und vielleicht begeben Sie sich im Anschluss ja direkt ins Weinmuseum.

Soziales Engagement ohne Grenzen

Wer denkt schon an gesundheitliche Versorgung, in Zeiten von Gesundheit und Wohlbefinden? Klar, eine Krankenversicherung, die hat sicher Jeder, der eine mehr, der andere weniger, doch macht man sich wirklich Gedanken darum, wie es im Falle eines Falles tatsächlich um die medizinische Versorgung bestellt ist?
Bei vielen öffentlichen Veranstaltungen trifft man die fleissigen Helfer des Roten Kreuz „Cruz Roja” an. Kaum jemand weiss, dass diese Menschen ihre Arbeit ehrenamtlich tun, noch weniger, dass die Einsätze aus Spendengeldern finanziert werden.
Etwa 150 freiwillige Helfer betreuen behinderte und ältere Menschen, organisieren Ausflüge, starten Kampagnen zu Themen wie Integration, Aufklärung oder Abfallrecycling und sind bei Events, wie z. B. dem Ultra-Marathon in diesem Sommer im Einsatz.
Ein ganz besonderer Dank gilt ihnen für die Mithilfe bei der Betreuung der evakuierten Menschen, die während des gewaltigen Feuers in diesem Jahr gleich mehrere Tage um ihr Hab und Gut bangen mussten. 24 Stunden rund um die Uhr sorgten sie für die Verpflegung mit Lebensmitteln und psychologische Betreuung der Menschen. All das und vieles mehr ist das „Cruz Roja”.
Mehr zur Arbeit, den aktuellen- auch internationalen Projekten sowie zu Spendemöglichkeiten finden Sie auch im Internet unter: www.cruzroja.es Der Präsident des Roten Kreuz Los Llanos, Juan Alberto Rguez. Nazco möchte in diesem Zusammenhang einen besonderen Dank an Menschen richten, die sich für das Wohl der Menschen hier engagiert haben. So traf im August 2008 ein ganzer Container mit ca. 50 generalüberholten Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Gehrollatoren und Gehstöcken in Los Llanos ein.

Initiator dieser besonderen Spende ist Herr Manfred Kessler aus Bremen, der während eines Urlaubs auf La Palma auf einen Mangel an diesen Mitteln aufmerksam wurde. Kurz entschlossen stellte er für 14 Tage die Werkstatt inkl. Angestellter seines Autohauses zur Aufarbeitung gebrauchter Hilfmittel zur Verfügung. Anschliessend wurde die gesamte Lieferung durch die, ebenfalls in Bremen ansässige Containergesellschaft Hellmann-Transport nach La Palma befördert. Der gesamte Spendenweg fand kostenlos statt.
Ein weiterer Dank gilt Herrn Mayrle, der einen „sprechenden” Fibrillator” spendete, ein Beatmungsgerät, welches die genaue Handhabung per Sprache ausgibt.
Und ebenfalls an dieser Stelle ein herzlicher Dank an eine Frau, welche viele Jahre auf den Kanaren lebte und dem „Cruz Roja” eine Ambulanz spendete, Ihr zu Ehren trägt diese heute ihren Namen.

Palmerischer Karneval – Wenn es Pulver regnet

carnaval

Jeder Jeck is anners“ sagen die Kölner. Die palmerischen „Jecken“ sind in der Tat anders und der palmerische Karneval auch. Man macht sich hier lustig, so wie auch in Deutschland über andere und zwar bevorzugt über die neureichen Ex-Palmeros, die einstmals mit „Koffern voller Geld“, nach Jahren des Exils in Kuba, wieder auf La Palma landeten und hier ihren Landsleuten heftig auf die Nerven gingen. Das ist zumindest der Ursprung des größten Festtages im palmerischen Karneval, dem „Dia de los Indianos“. „Indianer“ nennen sie sie spöttisch und lassen sie alljährlich in einer bizarren Ulk-Prozession mit Pappkoffern, aus denen (Papier)geld quillt am Rosenmontag in Santa Cruz de La Palma wiederauferstehen und unter manchem Gelächter des Publikums an Land gehen.

In Begleitung üppig wogender, schwarz angemalter „Mammies“ schleppen sie ihren demonstrativen Reichtum ins Rathaus. Von dort setzt sich dann mit vielfältiger Begleitmusik ein munterer Zug in Bewegung. Besonders auffällig: Die Menschen sind alle weiss angezogen und das aus gutem Grund. An diesem Tag bewerfen sich nämlich die Feiernden ausgiebig mit weißem Talkum- oder auch Babypuder, der schon Tage und Wochen vorher in allen Supermärkten in Kilo schweren Säcken angeboten wird. Ein Mordsgaudi für alle und so wird getanzt, gelacht und gefeiert in der Stadt bis zum Morgengrauen, wenn dann irgendwann die Stadtreinigung die Spuren der Nacht beseitigt. Anders als in Deutschland ist der Karneval nicht schon am Aschermittwoch wieder vorbei.  

Das Ende es Karnevals wird mit großem TamTam am darauffolgenden Samstag in einer bunten und grellen Zeremonie gefeiert, wenn nämlich „die Sardine“ beerdigt wird. Dabei handelt es sich um einen riesigen knallbunten Pappmaché-Fisch, liebevoll in wochenlanger Handarbeit hergestellt. Unter großem Gejammer und Gejaule wird die Sardine – vor allem in der Gemeinde Barlovento herrlich anzuschauen – angezündet und abgefackelt. Zum Schluss donnert noch ein großes Feuerwerk über dem Städtchen und dann ist auch auf La Palma alles vorbei. Bis zum nächsten Jahr.