Auswandern nach Spanien

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna ??

Abgewandelt kann man auch fragen, sind wir nicht alle ein bisschen „Flüchtling“??

Zuweilen flüchten sich die Menschen vor ihren Ehen in die Arbeit, flüchten sich in den Alkohol um anderen Problemen zu entkommen. Und Andere wiederum flüchten vor grauen Wintertagen in den Süden. Am tragischsten ist die Flucht vor dem Krieg. Das aber soll hier nicht diskutiert werden. Einzig die Flucht, wenn man sie denn überhaupt immer so nennen kann, in den Süden will hier behandelt werden.

Im Jahr 2014 sind 148.636 Deutsche ausgewandert.

 

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Auswandern nach Spanien

Von diesen 148 Tausend sind aber gerade einmal 6.155 nach Spanien gezogen. Auswandern nach Spanien ist also durchaus im Trend. Im Jahr 2008 wanderten noch 182.00 Deutsche aus und in 2015 waren es noch 130.505 Deutsche. Da spielen dann wohl die Jobaussichten eine gewisse Rolle und versprechen Sicherheit. Und die ist dem Deutschen sehr wichtig. Hier in Spanien nennt man uns gerne mal cabezota, den Dickkopf. Allgemein gibt es genügend Begriffe mit denen man uns charakterisieren will. Unrühmlich werden wir am meisten als Spießer bezeichnet.
Was ich leider bestätigen muss. Mit Zahlen kann man aber auch allerhand Unfug betreiben und so sind die Zahlen eher frei zu interpretieren. Der durchschnittliche Deutsche glaubt nicht an UFO´s, raucht vier Zigaretten am Tag telefoniert einmal die Woche mit „Mutti“, wobei ich hier nicht unsere Rauten-Führung meine, und der Deutsche hätten gerne mehr Sex. Zwar behauptet er, zweimal die Woche Sex zu haben aber, Dunkelziffern liegen eher bei zweimal im Monat. Anyway. Alle vier Minuten wandert ein Deutscher aus, was 360 Deutsche am Tag ergibt. Verglichen mit den derzeitigen 3000 bis 4000 Flüchtlingen, die derzeit nach Deutschland wollen, eine überschaubare Zahl. Das kommende Wohnraumproblem behandeln wir hier ebenfalls nicht.

Warum wandern wir also aus, wo doch alle nach Deutschland wollen.

 

Die Beweggründe sind mannigfaltig genau wie unergründbar. Antrieb ist jedoch immer eine Unzufriedenheit mit der bisherigen Situation. Das auf den Kanarischen Inseln insgesamt 30.543 Deutsche wohnen und auf den Balearen 22.120 entspricht einem Anteil von überschaubaren 1,47 bis 2,00% und ist von „Überdeutschung“ weit entfernt.
Die Auswanderer wollen mehr Lebensqualität. Die scheinen sie in Deutschland nicht erlangen zu können. Die meisten Deutschen verwechseln mit Lebensqualität sich jederzeit schöne Dinge kaufen zu können, sich nach 60 Wochenstunden ein 1500.- Euro Wellness Wochenende zu leisten, oder mit der Luxuskarosse über die Flaniermeilen zu gleiten. Der Südländer definiert Lebensqualität ganz anders. Er ist nicht geprägt vom Mantra immer höher, immer weiter, immer mehr. Der Südländer versteht es zu erkennen, wann er genug gearbeitet hat. Hier jedenfalls brauchen viele kein teures Auto oder prunkvolle Villen. Hier lebt man draußen, und vor allem miteinander. Sehr prägnant und angenehm auch, dass hier weniger gewertet wird. Mein Haus, mein Pferd, mein Auto wird nicht ernst genommen. Natürlich ist auch hier eine Richtung zu erkennen, die immer mehr SUV´s auf die Straßen bringt. Wir wollen hier aber nicht Einzelfälle beschreiben sondern einen Einblick vermitteln, wie er sich uns hier nach zehn Jahren La Palma zeigt. Im Vergleich zu den Dingen, die einen in Deutschland um treiben, ist hier am Abend mehr Tag übrig. Und das ist das entscheidende. Und nur wer seine Komfortzone auch mal wissentlich aufgibt, sich auch dem Scheitern stellt, der wird in den meisten Fällen mit einem Gefühl belohnt, wie es in schnell getakteten Metropolen kaum zu finden ist. Natürlich ist La Palma nicht London oder Paris. Auch zu Mailand ist der Abstand groß. Aber bei all der Landflucht die uns proklamiert wird, schießen in den Metropolen Geschäft aus dem Boden, die Ruhe und Langsamkeit versprechen innere Ausgeglichenheit und Seelenfrieden. Workshops für Zeitmanagement würden hier als running Gag Lachkrämpfe erzeugen. In den Metropolen zahlt man für all diese Lebenshilfen viel Geld. Hier haben wir es kostenlos. Umwege erhöhen die Ortskenntnis heißt es. Vielleicht haben sich viele Großstädter bisher einfach nur verfahren.

Betrugs-E-Mail in Umlauf

Achtung ! wichtige Viruswarnung!

Erst kürzlich wurden etliche Computer durch eine Betrugs-E-Mail lahmgelegt, deren Absender scheinbar die spanische Post war. In dieser wurde man über eine Sendung benachrichtigt, die angeblich nicht ausgeliefert werden konnte und weshalb man unter dem Link in der E-Mail weitere Details darüber erfahren sollte. Wer diesen Link anklickte, legte seinen kompletten Rechner lahm.

Nun ist schon wieder eine Betrugs-E-Mail im Umlauf, die einen Trojaner oder Virus auf den PC installiert.

Es handelt sich dieses Mal um eine gefälschte E-mail von Movistar . In der Betreffzeile steht laut Movistar Forum „Facturas Sin Papel: sus últimas facturas ya están disponibles“. Der Absender ist: clientes@comunicacion.movistar.es

Wer nicht aufpasst, fängt sich einen Virus oder Trojaner ein, sobald auf den Link in der Mail gedrückt wird oder der Anhang geöffnet wird.

Movistar empfiehlt: Sollten sie eine derartige Email erhalten, löschen sie diese sofort und antworten sie nicht auf diese Email. Keinesfalls klicken sie auf den angegebenen Link „consultar sus facturas“ oder öffnen die Dateianhänge!!

La Palma: Sommer der besonderen Feste in 2015

 

La Palma ist weltweit bekannt für seine vielen Fiestas in den Gemeinden, die überwiegend in dem tief verwurzelten religiösen Glauben der Bewohner oder in historischen Ereignissen ihren Ursprung haben und im Laufe vieler Generationen Tradition wurden. Neben den alljährlich wiederkehrenden Festen, erwarten uns in diesem Jahr aber auch außergewöhnliche Fiestas, die nur alle drei beziehungsweise fünf Jahre mit großem Aufwand vorbereitet und gefeiert werden.

Die Bajada de la Virgen de Las Nieves in Santa Cruz

Die Bajada de la Virgen de las Nieves (Herabkunft der Jungfrau vom Schnee) ist das bedeutendste aller Inselfeste der Kanaren und findet nur alle fünf Jahre statt. In diesem Jahr ist es wieder soweit. Die Virgen de las Nieves ist seit 1534 die Schutzpatronin der Insel La Palma. Die besondere Verehrung geht auf Ereignisse im Jahre 1676 zurück, als die Insel von einer Dürrekatastrophe heimgesucht wurde. In ihrer Verzweiflung baten die Palmeros die Jungfrau um ihren Beistand. Dazu trugen sie das Bildnis auf Geheiß des Bischofs Bartolomé Gracia Jiménez in einer Bittprozession hinunter in die Stadt. Als es danach tatsächlich wieder regnete, verfügte der Bischof, dass künftig alle fünf Jahre seit 1680 diese Prozession wiederholt werden soll.

Ende Juni beginnen die Feierlichkeiten damit, dass zunächst der tonnenschwere Thron in mehreren Teilen zerlegt in die etwa 6,5 km entfernte Kirche El Salvador gebracht wird, wo die Jungfrau während der Feierlichkeiten residieren wird. Erst im Juli öffnet sich dann das Portal des Santuario de la Virgen und in einer von Menschenmassen gesäumten Prozession wird die Terrakottafigur, aus dem 14. Jahrhundert stammend, von 12 ausgewählten Trägern, die sich immer wieder abwechseln müssen, hinunter in die geschmückte Stadt getragen.

Während der über mehrere Wochen andauernden Feierlichkeiten kommt es zu weiteren Höhepunkten mit historischen Aufzügen, sportlichen Wettkämpfen, Tanz und Schauspiel. Mit besonderer Spannung wird jedes Mal der Danza de los Enanos, ( Zwergentanz) erwartet, bei dem sich Männer in historischer Berufskleidung in Windeseile in Zwerge mit riesigen Dreispitzhüten verwandeln und dann die Nacht hindurch bis zum Morgen tanzen.

Die so genannte „Semana grande“ (große Festwoche) dauert etwa einen Monat an und erst im August wird die Marienstatue wieder in ihre alte Residenz für die nächsten fünf Jahre zurück gebracht.

Für die Palmeros ist es die größte Ehre, beim Tragen der Madonna selbst einige Meter mitgeholfen zu haben.

 

Die Seeschlacht von Lepanto in Barlovento

Dieses Ereignis, bei dem die Seeschlacht zwischen den Mauren und den Christen nachgestellt wird, findet nur alle drei Jahre statt. Aufgrund der zu erwartenden hohen Besucherzahl zur Bajada de la Virgen de las Nieves wurde das Event auf dieses Jahr vorverlegt.

Erinnert wird dabei an die Seeschlacht von Lepanto vom 7. Oktober 1571, bei der die christliche Kriegsflotte, befehligt von Don Juan de Austria erstmalig einen vernichtenden Sieg über die Flotte des damaligen osmanischen Reiches erringen konnte. Bis dahin gab es den Mythos von der Unbesiegbarkeit der Osmanen.

Angelehnt an diese historischen Ereignisse wird in Barlovento, ganz im Nordosten der Insel zu Ehren der Rosenkranzmadonna (Virgen del Rosario) mit großem Aufwand und Engagement immer neuer Protagonisten eine Schlacht auf dem Meer nachgestaltet. Die eine Kriegspartei kämpft unter dem muselmanischen Banner mit dem Schlachtruf „Es lebe die Türkei“, während vom christlichen Schiff erwidert wird „Es lebe die Jungfrau Maria“

Aus der Geschichte weiß man, wie die folgende Schlacht ausging. Anders, als in der historischen Überlieferung, überlebt der Admiral Ali Pascha (Ali Baja) die Schlacht und wird zum Katholizismus übertreten.

Da ist doch nur logisch, dass zum Ausgang der Schlacht die spanische Flagge zu den Klängen der Nationalhymne gehisst wird. Schließlich fand die Seeschlacht unter spanischer Führung statt.

 

Die Bajada de la Virgen del Pino

In El Paso, das sonst eher wegen seiner Seidenraupenzucht und der Zigarrenherstellung bekannt ist, findet im Rhythmus von drei Jahren, dieses Mal am 15. August 2015, die Bajada de Nuestra Senora de El Pino in statt. (Herabkunft unserer Heiligen Jungfrau der Kiefer)

Aus der Wallfahrtskapelle Ermita de la Virgen del Pino geleiten die Pilger in ihren typischen Trachten während der Romería (festlicher Umzug) mit unzähligen geschmückten Wagen die Marienstatue aus den Bergen in das etwa 6 Kilometer entfernt gelegene Zentrum der Stadt El Paso, wo sie bis zum 6. September verweilt. Diese Romería fand erstmalig im Jahr 1955 statt. Sie beginnt um ca. 14 Uhr oberhalb des Ortes El Paso, unmittelbar an der Ermita de la Virgen del Pino.

Das Fest ist nicht nur das Wichtigste der Gemeinde, sondern zählt auch zu den bedeutendsten der ganzen Insel. Die Häuser und Gassen werden zu diesem Ereignis aufwendig geschmückt und hergerichtet.

Zur Entstehung der Wallfahrtskapelle ist die Geschichte überliefert, dass an dem Ort im Jahr 1493 erstmals ein Soldat de Lugo´s eine Marienstatue im Geäst einer mächtigen Kiefer fand, der daraufhin für die Figur einen Hohlraum in den Baum schnitzte, den man noch heute sehen kann. Diese Figur kam allerdings irgendwann abhanden und wurde dann durch eine andere ersetzt, bis man 1930 die Kapelle baute und die heutige Statue dort ihren Platz einnahm. Solange es die Tunnel noch nicht gab, war der Renventón-Pass, an dem die Wallfahrtskapelle liegt, für die Bewohner der Insel die schnellste Verbindung zwischen Ost- und Westseite und so kam ein jeder Reisende an der Marienstatue vorbei und konnte dort sein Gebet sprechen.

Ima Galguen im Portrait

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Ihre Stimme ist zart und voller Wärme, ihr Gesang unverkennbar: Ima Galguen, mit bürgerlichem Namen „Ma del Carmen González Martin“, singt aus dem Herzen und wer sich auf den besonderen Charakter ihrer Musik einlässt, ist begeistert. Ima Galguen, die international bekannte, und herausragende Sängerin, ist gebürtige Palmera und lebt mit ihrer Familie in Tijarafe. Dort arbeitet sie unter anderem auch als Kunsterzieherin und widmet sich der Kindermusik. Die tiefe Verbundenheit mit der Kunst in ihren zahlreichen Facetten spiegelt sich im Leben der gesamten Familie wider.

Ihr Debütalbum erschien 1997 unter dem Titel „Regreso al Espíritu“. Zuvor veröffentlichte Ima Galguen bereits ein gemeinsames Werk mit Jorge Guerra namens „Arco de Colores“, mit Kinderliedern. 2001 erschienen „Abismo Arriba“ und „En el País de los Sueños“. Ein Jahr darauf veröffentlichte die Sängerin das Album „Naves“ und 2008 folgte „Temprano Son de Mar“. Zudem erschien 2004 die von Pedro Fausto erstellte DVD „Donde el Silencio Es Azul“, eine Sammlung ihrer repräsentativsten Werke.

Ihre Lieder sind eigene Kompositionen und in Zusammenarbeit mit dem Dichter und Musiker Ramon Araujo entstanden. Die Schönheit ihrer Heimat und das Leben sind ihre Inspiration. Begleitet wird sie von einer Harfenistin und anderen Musikern oder sie begleitet sich selbst auf der Gitarre.

Im Frühjahr 2014 begab sich die Sängerin gemeinsam mit dem „Duo Winterreise“ auf eine Konzerttour durch Deutschland´s Norden. Das Wochenblatt Buxtehude sprach von „Liedern voller Anmut und Poesie“, ganz offenbar hat Ima Galguen den kühlen Norden mit kanarischer Warmherzigkeit packen können.

Kontakt: www.imagalguen.com

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Da wird man doch „elektrisch“

La Palma Urlaub

 

Die Schöne, unsere Sonneninsel La Palma wird elektrisch. In Puerto de Tazacorte steht die erste Ladestation für Elektro-Autos zur Verfügung. Vorerst kostenloses Aufladen soll ein Zeichen setzen und die Innovationsbereitschaft La Palmas bekunden – toll! Nun müssen nur noch ein paar Anreize geschaffen werden, um die Akzeptanz und den Verkauf der E-Autos zu erhöhen.

Wer schon einmal ein E-Auto gefahren ist, wird begeistert sein. Stark, leise und ohne Himmel verdunkelnde Dieselwolken wäre es ein schöner Beitrag, unsere Welt etwas zu entlasten. Vorausgesetzt, dass auch die Infrastruktur Schritt hält, und der Strom nicht wie derzeit noch aus einem Schwerölkraftwerk kommt. Aber gemach, gemach. Schnelligkeit war hier noch nie zu Besuch und woher soll sie dann kommen.

Der niedrige Ölpreis auf den Weltmärkten wird sicherlich die Bereitschaft auf ein Umdenken verzögern, aber glauben Sie nicht, dass diese Entwicklung so bleibt. Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich bei der Entscheidung zu einem neuen Auto einmal Gedanken zu machen, wohin die Entwicklung gehen kann und ob nicht ein E-Auto eine sehr gute Alternative sein kann. Sonne haben wir hier genug. Photovoltaik bietet ausreichend Lösungen für Garagen oder Carports. Und spannend ist die Entwicklung auf jeden Fall. Nur Mut muss man haben, die liebgewonnen Gewohnheiten aufzugeben.

In Los Cancajos gibt es ja schon die erste Autovermietung, die auch E-Autos anbietet, zwar noch nicht richtig erwachsene, aber ein Anfang ist es allemal. Nun sollte Santa Cruz als Hauptstadt dem Beispiel folgen und ebenfalls Ladestationen installieren, damit der Elektromobilität auf der Insel nichts im Wege steht. Dann kann man schon unbesorgt mit dem Elektro-Auto beispielsweise von Tijarafe oder Puntagorda nach Santa Cruz fahren, ohne Sorge zu haben, man bleibt „kraftlos“ liegen.

Jean Bas

Gastbeitrag: Was uns auf die Insel trieb

 

 

Weit herumgekommen waren wir nicht in der Welt, einmal auf La Gomera. Das muß damals so im Februar gewesen sein. Dort hatten uns die vollen Orangenbäume imponiert und , ja, da lagen auch welche auf dem Boden herum. Welche Art von Fallobst! Im Februar sieht es in Deutschland anders aus.

Nach La Palma müßt ihr unbedingt, riet uns ein Bekannter in Berlin, da hängen so blaue Dinger am Baum. Schon wieder Früchte, Feigen hatte er wohl gesehen.

Nächster Urlaub, neue Insel: La Palma. Diesmal im März 2005. Die blauen Dinger gab es nicht. Heute wissen wir, auf unserer Finca reifen sie im Spätsommer und im Herbst. Natürlich auch Orangen, Bananen, Khakis, Guaven ect. – Wir sind zwei Jahre später im ländlichen Raum gesiedelt. Die Weichen stellten wir bereits im zweiten Urlaub auf La Palma. Und das nicht nur der Früchte wegen.

Die Insel hat viel Ursprünglichkeit, eine imposante Natur, hohe Berge, welche einem besonders beim Wandern zu schaffen machen, es geht immer bergauf oder bergab. Aber solche Anstrengungen machen richtig happy. Und die Aussichten von weiter oben sind atemraubend. Zum Baden an den schwarzen Strand, oder nur zum Wellen schauen, schließlich haben wir hier einen echten Ozean und da drüben, ganz weit hinten soll Amerika liegen, jawohl.

Das Wetter ist hier moderat. Das fanden wir auch, als wir uns damals ein altes Haus kauften, das wir renovieren und ausbauen wollten. Es hatte ein winziges Bad, dem fehlte das Dach, aber die Sonne schien und das war gut so. Bis es regnete, da zogen wir eine Plane auf, darunter war es mollig. Bis der Sturm mit „winterlichen“ Temperaturen kam und die Plane wegriss. Mein Mann mußte schleunigst ein Bad bauen.

Manchmal schneit es auf La Palma, oben auf den „Rocky´s“. Dann ist dort oben Fiesta, es wird gerodelt, man trifft sich gekleidet in der neusten Wintermode und der Zivilschutz regelt den Verkehr und die Parkmöglichkeiten, damit niemand zu Schaden kommt wegen der Sommerreifen. In Deutschland undenkbar.

Warum wir ausgewandert sind? Deswegen. Und des klaren Sternenhimmels wegen. Wissen Sie wie die Milchstrasse aussieht?

Unser Haus ist inzwischen rundherum fertig. Dort, wo wir damals über Kakteen und Felsen unser Häuschen umrunden mußten, gibt es jetzt Terassen mit Fliesenmosaik, mit einem Küchenblock im Freien. Mein Mann ist vom Fach.

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Er ist schon wieder am Ausbauen, da ist noch ein Stall, den er in ein Apartment verwandeln will…

Text: Carola Fiedler

Warum Auswandern nach La Palma?

Kanaren: Ölsuche geht weiter

Unermüdlich kämpfen die Kanaren mit allen Mitteln gegen die Ölsuche vor Lanzarote und Fuerteventura, doch auch der Oberste Gerichtshof der Kanaren weist den Antrag zurück.

Seit Mitte November befindet sich das Repsolschiff in den Gewässern der beiden östlichen Kanareninseln Fuerteventura und Lanzarote, um dort die drei genehmigten Probebohrungen vorzunehmen. Die Bewohner der Kanaren befürchten fatale Folgen für die Umwelt und ihre Existenz, wohl zurecht, denn die Bohrungen finden in mehreren Kilometern Tiefe statt und bringen damit ein unkalkulierbares Risiko mit sich. Die seismischen Aktivitäten in dieser Region erhöhen das Risiko zudem. Dennoch verliefen alle unternommenen Protestaktionen, die die Kanaren gemeinsam mit Umweltschützern durchführten, erfolglos. Einsprüche wurden bisher allesamt zurückgewiesen.

Wie das Portal “lanzarote-el-norte” berichtet, würde nun auch der Antrag vor dem Obersten Gerichtshof der Kanarischen Inseln zu einer einstweiligen Verfügung zum Stop der Ölsuche zurückgewiesen. Lediglich einer der insgesamt sechs Richter sieht die Kanarischen Umweltwerte bedroht und stimmte für den Antrag.

Doch der Kampf geht weiter. Morgen, am 13. Dezember 2014 startet die Flotte Sandia. Um 9:00 Uhr morgens laufen mehrere Schiffe aus verschiedenen Häfen aus und nehmen Kurs auf die 12 Meilenzone auf, um sich dort an genau definierten Koordinaten zu treffen. Wer die 12 Meilezone verlassen darf, fährt dann weiterin Richtung Bohrschiff, um sich diesem so weit als möglich zu nähern. Unterdessen will man nun vor den Obersten Gerichtshof in Madrid ziehen.

 

Kanaren: Ölsuche beginnt

Trotz aller Proteste gegen die geplanten Probebohrungen hat die Suche nach Öl vor den Kanaren begonnen. Friedlichen Aktionen der internationalen Umweltorganisation Greenpeace wird von der spanischen Marine mit Brutalität begegnet.

Protest Against Repsol in Canary Islands
Die Greenpeace-Aktivisten werden bei ihrem friedlichen Protest heftig von der Marine attackiert Foto: Greenpeace

Seit Monaten kämpfen die Bewohner der kanarischen Inseln gegen die geplanten Probebohrungen vor Lanzarote und Fuerteventura, doch alle friedlichen und demokratischen Mittel liefen ins Leere. Die spanische Zentralregierung wittert ein lukratives Geschäft, gegen das offenbar ein blankes Interesse an Umwelt und Natur machtlos scheint. Mehr noch, Gegenworte werden einfach untersagt. (Weitere Informationen hierzu finden sie in unserem Artikel „Madrid genehmigt die Suche nach Erdoel vor den Kanaren

Als letztes Mittel, die Probebohrungen doch noch zu verhindern, wollte der Ministerpräsident der kanarischen Inseln, Paulo Rivero, am 23. November die Bürger über die geplante Ölsuche abstimmen lassen. Immerhin steht deren Existenz auf dem Spiel, denn vor allem Lanzarote und Fuerteventura erwirtschaften ihr Bruttoinlandsprodukt zu 50 Prozent im Tourismussektor, der wiederum unmittelbar mit einer intakten Natur verbunden ist. Ein Zwischenfall bei der Suche oder späteren Förderung von Öl hätte katastrophale Folgen für Mensch und Natur.

Der spanische Innenminister José Manuel Soria, der selbst von den kanarischen Inseln stammt, bezeichnete die geplante Abstimmung als illegal. Sie würde seiner Auffassung nach die Kompetenzen der spanischen Zentralregierung beschneiden. Da jedoch auch die spanische Regierung durch demokratische Abstimmung als Vertreter des Volkes gewählt wurde sollte man doch davon ausgehen, dass die Meinungsfreiheit zur politischen Willensbildung elementar ist.

Greenpeace versucht Ölsuche vor Lanzarote zu verhindern

Aerial of Arctic Sunrise in Canary Islands
Foto: Greenpeace

Vor wenigen Tagen hat der spanische Mineralölkonzern Repsol mit der Suche nach Rohöl vor Lanzarote begonnen, nur 50 Kilometer von der Küste entfernt. Doch nicht nur die Bevölkerung der Kanaren hat Angst um ihre Zukunft, auch Umweltorganisationen sind in Sorge um die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Archipels.

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Foto: Greenpeace

Zum Protest kreuzte das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ in den Gewässern vor den Kanaren. Greenpeace-Aktivisten, die sich mit Schlauchbooten in die Nähe des Repsol-Forschungsschiffes begeben hatten, um die Ölsuche zu verhindern, wurden massiv von der spanischen Marine attackiert. Dabei wurden zwei Aktivisten verletzt und zwei Schlauchboote erlitten Totalschaden.Wie brutal die Marine dabei vorging, zeigt ein Video der Umweltorganisation.

 

Mittlerweile wurde die „Arctic Sunrise“ beschlagnahmt und liegt nun im Hafen von Lazarote fest. Das Schiff hätte die maritime Sperrzone missachtet und Anweisungen der Marine ignoriert. Es wurde eine Kaution von 50.000 Euro festgesetzt. Gegen den Kapitän des Schiffes wird wegen „Verstoßes gegen die Seefahrtsegeln“ ermittelt.

Ölsuche um jeden Preis

Repsol verspricht ein äusserst lukratives Geschäft, vermutet der Konzern doch ganze 900 Mio bis 1 Milliarde Tonnen Rohöl vor den Kanaren. Repsol investiert hunderte Millionen Euro in die Ölsuche und hat zunächst die Erlaubnis zu drei Probebohrungen erhalten. Sollte die erste Bohrung erfolgreich sein, dürfen die beiden weiteren Probebohrungen erfolgen. Dazu darf der Konzern in gewaltige Tiefen bis zu 6 Kilometern vordringen. Die Risiken von Tiefseebohrungen sind sicher noch vielen im Gedächtnis, seit es zu dem folgenschweren Unglück auf der Deepwater-Horizon kam. Das größte Problem jeder Bohrung ist der enorme Druck, unter dem ein Ölfeld in der Tiefsee stehen kann. Das Bohrloch wird darum mit deinem gewaltigen Ventil versehen. Was aber passiert, wenn seismische Aktivitäten auftreten? Eine Frage, die in einem vulkanisch aktiven Gebiet wohl nicht unbegründet ist.

Die Deutsche RWE, die ebenfalls beteiligt war, ist mittlerweile aus dem Projekt ausgestiegen, vermutlich aufgrund des Medienrummels. Noch immer dabei ist dagegen der australische Konzern Woodside.

Regen auf den Kanaren

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Es sieht ganz danach aus, als wollte der Herbst nun  auch bei uns Einzug halten, denn der erste, stärkere Regen auf den Kanaren steht bevor.

Da man ja stets erst das Gute vorweg schicken soll, kann man sich in den kommenden Tagen auf den Kanaren ganz entspannt ohne Sonnenschutz ins Freie begeben, denn die UV-Werte werden bei 3-4 UVI liegen. Natürlich ist die Nachricht vom Regen auf den Kanaren an sich auch etwas Gutes, denn die Natur freut sich sicher riesig über die bevorstehenden Schauer.

In den kommenden Tagen werden auf La Palma und den anderen Inseln des Archipels kräftigere Niederschläge erwartet, schon gestern Abend gab es die ersten Vorboten. Bis einschließlich Sonntag bleibt diese Wetterlage uns wohl erhalten. Auch die Temperaturen sollen auf kühle 17 Grad am Tage fallen. Das statistische Wetteramt warnt zudem vor stärkerem Wind und Sturmböen in einigen Regionen.

Für alle Kurzurlauber ist das ganz sicher eine grosse Enttäuschung, doch mit etwas Optimismus lässt sich bestimmt ein kleines, kulturelles Alternativ-Programm für die nächsten Tage zusammenstellen.

Anrufbeantworter von Movistar kostenpflichtig

 

Der virtuelle Anrufbeantworter von Movistar ist nun kostenpflichtig, auch wenn der Anbieter nach wie vor von einem Gratis-Service spricht.

Der eine oder andere wird beim Abrufen seines Anrufbeantworters von Movistar bereits die Bandansage bemerkt haben, die auf die nun anfallenden Kosten hinweist. Noch immer ist auf der Website die Rede von einem „Gratis-Service“, obwohl unmittelbar darauffolgend die neuerdings erhobenen Gebühren aufgezeigt werden.

Ab dem 01. Oktober 2014 erhebt Movistar pro Abruf des virtuellen Anrufbeantworters eine Gebühr von 6,05 cent bzw. eine maximale Gebühr von monatlichen 2,42 Euro.

Wer auf diesen, bis dahin kostenlosen Service verzichten will, kann seinen Anrufbeantworter von Movistar mit folgender Eingabe deaktivieren: #10# (zum Aktivieren wählen sie: *10#)

Desweiteren gibt es die Möglichkeit, den Anrufbeantworter zu kündigen. Dies kann man unter der Service-Nummer 1004 unter „Baja del contestador“ tun.