Grundsteinlegung für Besucherzentrum am Roque de Los Muchachos

Obwohl die Arbeiten am Besucherzentrum des Roque de los Muchachos bereits im März begonnen haben, findet heute die offizielle Grundsteinlegung statt, bei der neben zahlreichen behördlichen Vertretern auch der Präsident des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln, Rafael Rebolo, sowie führende Wissenschaftler.

Jedes Jahr machen sich auf LA Palma um die 100.000 Besucher auf den Weg hinauf zum höchsten Gipfel der Insel, um die mächtigen Teleskope ganz aus unmittelbarer Nähe zu betrachten. Das neue Besucherzentrum des Roque de Los Muchachos, welches für 3.280.000 € Baukosten entstehen wird, soll diesen Besuchern in etwa 3 Jahren zur Verfügung stehen. Die Gesamtfläche von 1.400 Quadratmetern soll unter anderem Agenturen, drei Ausstellungsflächen, einen Vorführraum, ein Geschäft und ein Theater unterbringen.

Auf dem Grundstück von 14.000 Quadratmetern werden auch ein Restaurant, ein Parkplatz, angelegte Gartenflächen und Terrassen entstehen.

 

Auswandern nach Spanien

Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna ??

Abgewandelt kann man auch fragen, sind wir nicht alle ein bisschen „Flüchtling“??

Zuweilen flüchten sich die Menschen vor ihren Ehen in die Arbeit, flüchten sich in den Alkohol um anderen Problemen zu entkommen. Und Andere wiederum flüchten vor grauen Wintertagen in den Süden. Am tragischsten ist die Flucht vor dem Krieg. Das aber soll hier nicht diskutiert werden. Einzig die Flucht, wenn man sie denn überhaupt immer so nennen kann, in den Süden will hier behandelt werden.

Im Jahr 2014 sind 148.636 Deutsche ausgewandert.

 

wanderung-montana-enrique
Auswandern nach Spanien

Von diesen 148 Tausend sind aber gerade einmal 6.155 nach Spanien gezogen. Auswandern nach Spanien ist also durchaus im Trend. Im Jahr 2008 wanderten noch 182.00 Deutsche aus und in 2015 waren es noch 130.505 Deutsche. Da spielen dann wohl die Jobaussichten eine gewisse Rolle und versprechen Sicherheit. Und die ist dem Deutschen sehr wichtig. Hier in Spanien nennt man uns gerne mal cabezota, den Dickkopf. Allgemein gibt es genügend Begriffe mit denen man uns charakterisieren will. Unrühmlich werden wir am meisten als Spießer bezeichnet.
Was ich leider bestätigen muss. Mit Zahlen kann man aber auch allerhand Unfug betreiben und so sind die Zahlen eher frei zu interpretieren. Der durchschnittliche Deutsche glaubt nicht an UFO´s, raucht vier Zigaretten am Tag telefoniert einmal die Woche mit „Mutti“, wobei ich hier nicht unsere Rauten-Führung meine, und der Deutsche hätten gerne mehr Sex. Zwar behauptet er, zweimal die Woche Sex zu haben aber, Dunkelziffern liegen eher bei zweimal im Monat. Anyway. Alle vier Minuten wandert ein Deutscher aus, was 360 Deutsche am Tag ergibt. Verglichen mit den derzeitigen 3000 bis 4000 Flüchtlingen, die derzeit nach Deutschland wollen, eine überschaubare Zahl. Das kommende Wohnraumproblem behandeln wir hier ebenfalls nicht.

Warum wandern wir also aus, wo doch alle nach Deutschland wollen.

 

Die Beweggründe sind mannigfaltig genau wie unergründbar. Antrieb ist jedoch immer eine Unzufriedenheit mit der bisherigen Situation. Das auf den Kanarischen Inseln insgesamt 30.543 Deutsche wohnen und auf den Balearen 22.120 entspricht einem Anteil von überschaubaren 1,47 bis 2,00% und ist von „Überdeutschung“ weit entfernt.
Die Auswanderer wollen mehr Lebensqualität. Die scheinen sie in Deutschland nicht erlangen zu können. Die meisten Deutschen verwechseln mit Lebensqualität sich jederzeit schöne Dinge kaufen zu können, sich nach 60 Wochenstunden ein 1500.- Euro Wellness Wochenende zu leisten, oder mit der Luxuskarosse über die Flaniermeilen zu gleiten. Der Südländer definiert Lebensqualität ganz anders. Er ist nicht geprägt vom Mantra immer höher, immer weiter, immer mehr. Der Südländer versteht es zu erkennen, wann er genug gearbeitet hat. Hier jedenfalls brauchen viele kein teures Auto oder prunkvolle Villen. Hier lebt man draußen, und vor allem miteinander. Sehr prägnant und angenehm auch, dass hier weniger gewertet wird. Mein Haus, mein Pferd, mein Auto wird nicht ernst genommen. Natürlich ist auch hier eine Richtung zu erkennen, die immer mehr SUV´s auf die Straßen bringt. Wir wollen hier aber nicht Einzelfälle beschreiben sondern einen Einblick vermitteln, wie er sich uns hier nach zehn Jahren La Palma zeigt. Im Vergleich zu den Dingen, die einen in Deutschland um treiben, ist hier am Abend mehr Tag übrig. Und das ist das entscheidende. Und nur wer seine Komfortzone auch mal wissentlich aufgibt, sich auch dem Scheitern stellt, der wird in den meisten Fällen mit einem Gefühl belohnt, wie es in schnell getakteten Metropolen kaum zu finden ist. Natürlich ist La Palma nicht London oder Paris. Auch zu Mailand ist der Abstand groß. Aber bei all der Landflucht die uns proklamiert wird, schießen in den Metropolen Geschäft aus dem Boden, die Ruhe und Langsamkeit versprechen innere Ausgeglichenheit und Seelenfrieden. Workshops für Zeitmanagement würden hier als running Gag Lachkrämpfe erzeugen. In den Metropolen zahlt man für all diese Lebenshilfen viel Geld. Hier haben wir es kostenlos. Umwege erhöhen die Ortskenntnis heißt es. Vielleicht haben sich viele Großstädter bisher einfach nur verfahren.

La Palma: Sommer der besonderen Feste in 2015

 

La Palma ist weltweit bekannt für seine vielen Fiestas in den Gemeinden, die überwiegend in dem tief verwurzelten religiösen Glauben der Bewohner oder in historischen Ereignissen ihren Ursprung haben und im Laufe vieler Generationen Tradition wurden. Neben den alljährlich wiederkehrenden Festen, erwarten uns in diesem Jahr aber auch außergewöhnliche Fiestas, die nur alle drei beziehungsweise fünf Jahre mit großem Aufwand vorbereitet und gefeiert werden.

Die Bajada de la Virgen de Las Nieves in Santa Cruz

Die Bajada de la Virgen de las Nieves (Herabkunft der Jungfrau vom Schnee) ist das bedeutendste aller Inselfeste der Kanaren und findet nur alle fünf Jahre statt. In diesem Jahr ist es wieder soweit. Die Virgen de las Nieves ist seit 1534 die Schutzpatronin der Insel La Palma. Die besondere Verehrung geht auf Ereignisse im Jahre 1676 zurück, als die Insel von einer Dürrekatastrophe heimgesucht wurde. In ihrer Verzweiflung baten die Palmeros die Jungfrau um ihren Beistand. Dazu trugen sie das Bildnis auf Geheiß des Bischofs Bartolomé Gracia Jiménez in einer Bittprozession hinunter in die Stadt. Als es danach tatsächlich wieder regnete, verfügte der Bischof, dass künftig alle fünf Jahre seit 1680 diese Prozession wiederholt werden soll.

Ende Juni beginnen die Feierlichkeiten damit, dass zunächst der tonnenschwere Thron in mehreren Teilen zerlegt in die etwa 6,5 km entfernte Kirche El Salvador gebracht wird, wo die Jungfrau während der Feierlichkeiten residieren wird. Erst im Juli öffnet sich dann das Portal des Santuario de la Virgen und in einer von Menschenmassen gesäumten Prozession wird die Terrakottafigur, aus dem 14. Jahrhundert stammend, von 12 ausgewählten Trägern, die sich immer wieder abwechseln müssen, hinunter in die geschmückte Stadt getragen.

Während der über mehrere Wochen andauernden Feierlichkeiten kommt es zu weiteren Höhepunkten mit historischen Aufzügen, sportlichen Wettkämpfen, Tanz und Schauspiel. Mit besonderer Spannung wird jedes Mal der Danza de los Enanos, ( Zwergentanz) erwartet, bei dem sich Männer in historischer Berufskleidung in Windeseile in Zwerge mit riesigen Dreispitzhüten verwandeln und dann die Nacht hindurch bis zum Morgen tanzen.

Die so genannte „Semana grande“ (große Festwoche) dauert etwa einen Monat an und erst im August wird die Marienstatue wieder in ihre alte Residenz für die nächsten fünf Jahre zurück gebracht.

Für die Palmeros ist es die größte Ehre, beim Tragen der Madonna selbst einige Meter mitgeholfen zu haben.

 

Die Seeschlacht von Lepanto in Barlovento

Dieses Ereignis, bei dem die Seeschlacht zwischen den Mauren und den Christen nachgestellt wird, findet nur alle drei Jahre statt. Aufgrund der zu erwartenden hohen Besucherzahl zur Bajada de la Virgen de las Nieves wurde das Event auf dieses Jahr vorverlegt.

Erinnert wird dabei an die Seeschlacht von Lepanto vom 7. Oktober 1571, bei der die christliche Kriegsflotte, befehligt von Don Juan de Austria erstmalig einen vernichtenden Sieg über die Flotte des damaligen osmanischen Reiches erringen konnte. Bis dahin gab es den Mythos von der Unbesiegbarkeit der Osmanen.

Angelehnt an diese historischen Ereignisse wird in Barlovento, ganz im Nordosten der Insel zu Ehren der Rosenkranzmadonna (Virgen del Rosario) mit großem Aufwand und Engagement immer neuer Protagonisten eine Schlacht auf dem Meer nachgestaltet. Die eine Kriegspartei kämpft unter dem muselmanischen Banner mit dem Schlachtruf „Es lebe die Türkei“, während vom christlichen Schiff erwidert wird „Es lebe die Jungfrau Maria“

Aus der Geschichte weiß man, wie die folgende Schlacht ausging. Anders, als in der historischen Überlieferung, überlebt der Admiral Ali Pascha (Ali Baja) die Schlacht und wird zum Katholizismus übertreten.

Da ist doch nur logisch, dass zum Ausgang der Schlacht die spanische Flagge zu den Klängen der Nationalhymne gehisst wird. Schließlich fand die Seeschlacht unter spanischer Führung statt.

 

Die Bajada de la Virgen del Pino

In El Paso, das sonst eher wegen seiner Seidenraupenzucht und der Zigarrenherstellung bekannt ist, findet im Rhythmus von drei Jahren, dieses Mal am 15. August 2015, die Bajada de Nuestra Senora de El Pino in statt. (Herabkunft unserer Heiligen Jungfrau der Kiefer)

Aus der Wallfahrtskapelle Ermita de la Virgen del Pino geleiten die Pilger in ihren typischen Trachten während der Romería (festlicher Umzug) mit unzähligen geschmückten Wagen die Marienstatue aus den Bergen in das etwa 6 Kilometer entfernt gelegene Zentrum der Stadt El Paso, wo sie bis zum 6. September verweilt. Diese Romería fand erstmalig im Jahr 1955 statt. Sie beginnt um ca. 14 Uhr oberhalb des Ortes El Paso, unmittelbar an der Ermita de la Virgen del Pino.

Das Fest ist nicht nur das Wichtigste der Gemeinde, sondern zählt auch zu den bedeutendsten der ganzen Insel. Die Häuser und Gassen werden zu diesem Ereignis aufwendig geschmückt und hergerichtet.

Zur Entstehung der Wallfahrtskapelle ist die Geschichte überliefert, dass an dem Ort im Jahr 1493 erstmals ein Soldat de Lugo´s eine Marienstatue im Geäst einer mächtigen Kiefer fand, der daraufhin für die Figur einen Hohlraum in den Baum schnitzte, den man noch heute sehen kann. Diese Figur kam allerdings irgendwann abhanden und wurde dann durch eine andere ersetzt, bis man 1930 die Kapelle baute und die heutige Statue dort ihren Platz einnahm. Solange es die Tunnel noch nicht gab, war der Renventón-Pass, an dem die Wallfahrtskapelle liegt, für die Bewohner der Insel die schnellste Verbindung zwischen Ost- und Westseite und so kam ein jeder Reisende an der Marienstatue vorbei und konnte dort sein Gebet sprechen.

Mit Lanzenspringern im grünen Paradies

La Palma im TV

Mit Lanzenspringern im grünen Paradies….

…auf den Spuren der Fortbewegung der Ureinwohner von La Palma. So könnte man den morgen erscheinenden Filmbeitrag auf 3sat umschreiben. Mit bis zu vier Meter langen Lanzen bewegen sich die „Salteros“ auf der grünen Insel La Palma durch das Gelände. Ob bergauf, oder bergab, die Salteros bedienen sich der Lanze wie es schon ihre Vorfahren, die Guanchen gemacht haben. Dabei lassen sie sich an den Lanzen steil hinab gleiten und haben so eine Chance, den flinken Bergziegen hinterher zu kommen. La Palma ist bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Zum Teil liegt es sicherlich daran, dass Strandurlauber bessere Destinationen kennen. Doch bietet die Insel dem Naturliebhaber viel andere Freizeitmöglichkeiten. Mountainbike fahren, Tauchen und Wandern sind nur drei der bekanntesten. Auch zu Luft kann man die Insel erkunden, indem man einen Tamdemsprung bucht und sich fast lautlos durch die Luft gleitend zum Strand hinab sinken lässt. Die Dokumentation La Palma: „Mit Lanzenspringern im grünen Paradies“stellt die Insel im Atlantik mit all ihren Seiten vor und versucht einen kleinen Einblick ihrer Vielfältigkeit zu geben. Viel Spaß!

Jean Bas

 

La Palma im TV

„Mit Lanzenspringern im grünen Paradies“ (von 2010)

Doku am 10.Februar 2015 auf 3sat, 13:15, 30 min.

Fiesta del Almendro en Flor auf La Palma – Das Mandelblütenfest

Es ist wieder soweit!

In jedem Jahr, wenn die weiss-rosafarbenen Blüten der Mandelbäume das Landschaftsbild prägen, wird in Puntagorda mit großem Aufwand und Engagement das Mandelblütenfest Fiesta des Almendro en Flor vorbereitet und begangen. Das ist keineswegs nur eines von viele Inselfesten, sondern eines der berühmtesten mit vielen Highlight.

In diesem Jahr fallen diese drei Tage voller Musik, Tanz, Frohsinn und Gaumenschmaus auf das erste Wochenende im Februar vom 6.2. bis zum 8.2.2015.

Die Gemeinde Puntagorda, die selbst nur etwa 1800 Einwohner zählt, zieht in diesen Tagen viele Gäste aus Nah und Fern in den Nordosten der Insel. Weithin sichtbar sind die rosa Mandelblüten an den Bäumen, die sich wie ein Teppich über die Landschaft legen.

Schon seit Jahrhunderten werden von den Bauern die ölhaltigen, kleinen süßen Früchte der Mandelbäume kultiviert. Ihre vielseitige Verwendbarkeit bei der Herstellung von Backwaren, zum Beispiel der Mandelplätzchen, als Geschmacksverbesserer bei Fleisch- und Fischgerichten oder als Mandelmus für den Brotaufstrich lassen sie eigentlich unverzichtbar erscheinen.

Wenn die Fiesta in den Straßen und Gassen im Gange ist, kann man den unterschiedlichsten Künstlern lauschen und selbst bei Musik und Tanz gesellig sein. Selbstverständlich probiert man dabei die Köstlichkeiten und den Wein an den vielen Ständen. Wie üblich, wird man auch in diesem Jahr das Fest mit seiner nicht unerheblichen Lautstärke im Gemisch aus traditioneller Folklore, sportlichen Veranstaltungen und den abendlichen Tanz- und Trinkkonzerten weithin durch die Nacht vernehmen können.

Schluss ist erst, wenn alle am nächsten Morgen erschöpft sind.

Wettbewerb der Kanarienvogelzüchter

kanarienvogelzuechter

Dieser Tage stellen die Kanarienvogelzüchter aus La Palma, Gran Canaria und Teneriffa ihre besten Exemplare aus und hoffen auf den Gewinn des Wettbewerbs.

Der palmerische Züchterclub „Asociación de Canaricultura 10 de Febrero La Palma hat gemeinsam mit der Gemeinde El Paso den inzwischen 19. Wettbewerb der Kanarienvogelzüchter organisiert. Seit gestern, dem 1. Dezember 2014 kann man im Veranstaltungshaus „Recinto Ferial“, gegenüber der Markthalle in El Paso, über 600 verschiedene, kanarische und exotische Exemplare bestaunen.

Bis zum 7. Dezember 2014 läd die Ausstellung jeweils von 10-13 Uhr und 16-20 Uhr zum Besuch ein. Hier trifft man insgesamt 67 erfahrene Kanarienvogelzüchter, die einem sicher gern den einen oder anderen guten Tipp mit auf den Weg geben.

Der Urvater aller Züchtungen ist der Kanarengirlitz, den man hier auf La Palma in riesigen Scharen antrifft. Seit zarter Gesang ist unverkennbar und vielfältig, denn der Kanarengirlitz vermag es, sich ganze Abfolgen von Tönen einzuprägen und zu wiederholen.

Seine Art gehört zur Gattung der Girlitze in der Familie der Finken und sicher war die Heimat des Kanarengirlitz lange vor den Menschen die Inselwelt der Kanaren. Weitere Vorkommen gibt es auf den Azoren und Madeira.

Mit seiner Größe von 12,5 bis 13,5 Zentimetern ist der kleine rundliche Geselle bei einem Gewicht bis 25 Gramm mit seinem kurzen aber kräftigen Schnabel häufig , mitunter auch in kleineren Trupps, in der Nähe der Menschen zu finden.

Von der Küste bis zu einer Höhe von 2000 Meter über dem Meer erstreckt sich sein Lebensraum.

Geschäftig suchen die Vögel in Bodennähe und auf Büschen und Bäumen ihre Nahrung, die aus vielerlei Samen und Blättern bestehen. Auch kleinere Insekten werden nicht verschmäht. Dabei wirken sie recht zutraulich.

Männchen und Weibchen dieser Art haben ein so unterschiedliches Aussehen, dass man zwei Arten vermuten könnte. Während die Männchen an Kopf, Hals, Brust und Bauch gelblich grünes Gefieder haben, sind die Weibchen eher unscheinbar und haben eine graugestreifte Brust. Jungvögel sind bis zum Herbst sogar graubraun.

Meist sind es die Männchen, die von hohen Orten als eifrige Sänger zu hören sind. Ihr Gesang verändert und entwickelt sich im Laufe des ersten Lebensjahres Und machte den Vogel seit dem 16. Jahrhundert zu einem begehrten „ Exportartikel“ der Kanaren.

Das Weibchen baut das Nest aus Moos und Gras allein und polstert es weich aus.Das Männchen bewacht das Nest und versorgt sein Weibchen. Aus dem Gelege von 3 bis 5 Eiern schlüpfen nach 14 Tagen die Jungen, die nach 16 Tagen bereits das Nest verlassen. Sie werden aber noch 14 Tage weiter versorgt. Zwei Bruten im Jahr sind die Regel, weshalb der Kanarengirlitz nicht zu den gefährdeten Arten gehört.

Der schöne Gesang und die relativ einfache Haltung in Käfigen machten den Vogel für wohlhabende Europäer interessant. Mönche nutzten dieses und züchteten Kanarengirlitze für den Verkauf, Es wird berichtet, dass Spanien versuchte, ein Monopol für den Verkauf dadurch zu sichern, dass nur Männchen verkauft wurden, um Nachzuchten unmöglich zu machen, was aber schließlich doch nicht zu verhindern war.

Erst durch die Züchtung wurde im Laufe der Jahrhunderte aus dem eher unscheinbaren Kanarengirlitz der Kanarienvorgel mit dem typischen gelb oder in anderen hellen Farben leuchtenden Gefieder, wie ihn die meisten Menschen kennen. Fühlen sich die Vögel wohl und stellt man geeignetes Nistmaterial zur Verfügung, gelingt meist auch die Nachzucht von Jungen in der Wohnung.

.

Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma
Santa Cruz de La Palma
Der schönste Platz der Kanaren ist die Plaza de España in Santa Cruz de La Palma

Die Hauptstadt La Palma´s steckt längst mitten in den Vorbereitungen der wohl beeindruckendsten Fiesta der Insel im kommenden Jahr, der Bajada de La Virgen de las Nieves. Sie findet nur alle 5 Jahre in Santa Cruz de La Palma statt und lockt viele Gäste aus Nah und Fern.

Alonso Fernandez de Lugo gründete 1493 die Stadt Santa Cruz de La Palma und erhob sie zur Inselhauptstadt. Bereits nach wenigen Jahrzehnten bekam die Stadt das Privileg, mit Amerika Handel zu treiben, was bis dahin nur Sevilla und Antwerpen erlaubt war. So wurde Santa Cruz de La Palma bald die wichtigste Zwischenstation der Handelsschiffe auf dem Weg nach Amerika. Die Stadt stand in ihrer Blüte und viele Auswärtige kamen hierher, um ein Stück vom Reichtum abzubekommen. Heute leben hier etwa 20.000 Menschen.

Der Reichtum lockte aber auch im 16. Jahrhundert immer wieder Piraten an. So wurde unter der Führung von Francois Le Clerc die Stadt geplündert und in Brand gesetzt. Sie wurde umso prächtiger wieder aufgebaut und bekam moderne Verteidigungsbauwerke, wodurch der Angriff des Engländers Sir Francis Drake erfolglos blieb.

Der Handel mit Amerika lockte Kaufleute und Handwerker aus vielen Ländern herbei, die damals schon der Stadt ein gewisses internationales Flair gaben. Ein Erlass von 1657 bestimmte bedauerlicherweise, dass alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika auf Teneriffa registriert werden mussten und dort die Abgaben zu entrichten hatten. Damit setzte historisch betrachtet der Niedergang des Handelsgeschäftes ein.

Die historischen Gassen in der palmerischen Hauptstadt zeugen noch vom Wohlstand vergangener Jahrhunderte und herrschaftliche Häuser mit üppigem Blumendekor geben herrliche Fotomotive ab.

Dass Christoph Kolumbus auf seinen Reisen auf La Palma war, ist allerdings nur eine Legende, denn tatsächlich setzte er nie einen Fuß auf die Insel. Dennoch steht der Nachbau seines Schiffes, der Santa Maria, an der Plaza Alameda und beherbergt das Schifffahrtsmuseum.

Sehenswertes in der palmerischen Hauptstadt

El Castillo de la Virgen

Am nördlichen Ende der Stadt, gleich nach dem Überqueren des großen Barranco befinden sich oberhalb des dortigen Parkplatzes die Festungsanlagen des Castillo de la Virgen. Hier findet alle 5 Jahre (Sommer 2015) während der großen Bajada de la Virgen de las Nieves der Dialog zwischen der Festung und dem davor befindlichen Schiffsnachbau der Santa Maria statt. Die Anlage kann besichtigt werden.

Das Museo Naval

Ebenfalls am nördlichen Ende der Stadt, unmittelbar vor dem großen Barranco steht der Nachbau des Kolumbusschiffes, der Santa Maria. Es beherbergt das Schifffahrtsmuseum. Neben einigen Schiffsmodellen findet man hier wertvolle alte Seekarten, auf denen deutlich wird, wie man sich die Welt damals vorstellte. Die Ausstellung beinhaltet weiterhin alte Navigationsgeräte und weitere Exponate. Über eine Wendeltreppe gelangt man auch ans Deck der Santa Maria.

Das Castillo de Santa Catalina

Von der Santa Maria geht man einige Meter Richtung Innenstadt, biegt in die zweite Gasse links und gleich darauf rechts in die Calle Castillete ein, um zu den Festungsanlagen des Castillo de Santa Catalina zu gelangen. Der Bau der quadratischen Bastion wurde 1674 fertiggestellt und sollte die Stadt vor Piratenangriffen schützen, jedoch musste sie ihre Funktionalität nie unter Beweis stellen. Eine Besichtigung dieser Anlage ist nicht möglich.

Convento de San Franzisco

Von der Plaza Alameda gelangt man an deren südlichem Ende über die kleine Gasse, die rechts am dortigen Café vorbeiführt, zur Plaza de San Franzisco und dem gleichnamigen Franziskanerkloster. Im frühen 16. Jahrhundert ließen sich die Franziskanermönche hier nieder, um die verbliebenen Palmeros nach der spanischen Eroberung zu gläubigen Christen zu missionieren. In der dreischiffigen Kirche sind vor allem die reich verzierte Kassettendecke aus der Renaissance und die vergoldeten Figuren der heiligen Anna und Maria sehenswert.

Das Inselmuseum

Durch den großen Hof und Kreuzgang des Klosters gelangt man in den Innenhof mit einem romantischen Patio, in dem Orangenbäume wachsen. Hier befindet sich auch der Eingang zum Inselmuseum, wo den Besucher eine große Sammlung an archäologischen, naturkundlichen und handwerklichen Fundstücken, sowie präparierte Tiere, Mineralien, Gemälde und Skulpturen aus mehreren Jahrhunderten erwarten.

Placeta de Borrero

Vom Convento de San Francisco gelangt man am südlichen Ende der dortigen Plaza über eine Treppe hinunter zur C/ de Anselmo Pérez de Brito. Die schmale Kopfsteinpflastergasse säumen herrschaftliche Häuser, die noch deutlich den Reichtum von einst erkennen lassen. Der Gasse abwärts folgend gelangt man schließlich zu einer kleinen Oase inmitten der Stadt, der kleinen Placeta de Borrero mit einem alten Springbrunnen und verschiedenen Cafe´s.

Die Markthalle

Folgt man der Gasse von der Placeta de Borrero weiter Richtung Süden und biegt an der Ampel nach rechts ab, führt der Weg direkt zur großen Markthalle, in der täglich frische heimische Waren in einem inseltypischen Ambiente angeboten werden.

Teatro Chico

Gleich neben der Markthalle findet man das „kleine“ Theater, in dem früher reisende Künstler ihre Gastauftritte hatten, Musik darboten und Theater spielten. Aktuell ist geplant, das Theater in ein kleines Kino zu verwandeln.

Teatro Circo de Marte

Über die gegenüberliegende kleine Gasse, führt der Weg weiter zur Calle de la Virgen de la Luz, wo im Theater „Circo de Marte“ die Akteure ihre Künste vorführen. In dem imposanten Gebäude wird für die Besucher hochkarätige Bühnenkunst und Musik dargeboten.

Plaza de Santo Domingo

Unmittelbar am Teatro „Circo de Marte“ liegt die beschauliche Plaza de Santo Domingo und die gleichnamige Kirche. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich etwas abseits des Hauptstadttreibens niederzulassen und zu verweilen.

Plaza de España, Rathaus und die Iglesia de El Salvador

An der Calle Real oder auch C/ O´Dalí liegt kurz vor der großen Avenida El Puente der wohl schönste Platz der Kanaren, die Plaza de España, an deren Flanken sich das Rathaus, die Erlöserkirche, ein großer antiker Brunnen und ehemalige Kaufmannspaläste aneinander reihen. In der Mitte der Plaza steht das Denkmal eines bekannten „Ketzers“, des Priesters Manuel Díaz Hernández, der aufgrund seiner liberalen Vorschläge von der Insel verbannt wurde.

Die Iglesia de El Salvador ist mit ihrem imposanten Portal und dem angrenzenden riesigen Glockenturm der mächtigste Bau in diesem Ensemble. Sie wurde bald nach der spanischen Eroberung erbaut und kurz darauf von einem französischen Korsaren wieder in Schutt und Asche gelegt, wenige Jahre später aber wieder aufgebaut. Ein Blick ins Innere der dreischiffigen Kirche lohnt sich.

Das ebenfalls aus der Renaissance stammende Rathaus mit seinem eleganten Säulengang beherbergte früher einmal den Kerker und war einst Tagungsstätte des Gerichts. Die Wände im Inneren sind mit Fresken von Mariano de Cossios versehen, die typische Alltagssituationen darstellen.

Sala O´Daly

wenige Meter von der Plaza de España entfernt in Richtung Süden befindet sich eine wechselnde Kunstausstellung, die Künstlern der Insel ermöglicht, hier ihre Werke zu präsentieren.

Casa Salazar

Weiter Richtung Süden auf der O´Daly gelangt man kurz vor deren Ende zum Casa Salzar mit seiner prächtigen Natursteinfassade. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude im Stil der Renaissance beherbergt den Sitz des UNESCO-Biosphärenreservates. Den Innenhof des vierstöckigen Hauses säumen massive Holz-Galerien.

Die Marina der Hauptstadt

Der Hafen von Santa Cruz hat in den letzten Jahren einen Wandel erfahren. Ein kleine und sehr moderne Flaniermeile mit Geschäften und Gastronomie lädt ein, den weiten Blick über die Hafenanlage und hinaus auf den Ozean zu werfen und vielleicht Fernweh zu empfinden.

Die Fiestas in Santa Cruz de La Palma

Der Karneval

Karneval wird auf der gesamten Insel gefeiert, doch der „Dia de los Indianos“ ist einer der meistbesuchten Höhepunkte dieses Events. An diesem Tag taucht die Stadt in eine dicke Wolke aus weißem Babypuder ein und umhüllt die Menschen in ihren weißen Gewändern. Karibische Klänge und tanzende, fröhliche Menschen zeichnen das Bild der Stadt zu diesem Ereignis, an dem die Ankunft der reichen Heimkehrer aus Übersee zelebriert wird.

Die Semana Santa

In der Karwoche finden auf der ganzen Insel sehenswerte Prozessionen statt, bei denen Heiligenfiguren durch die Städte und Dörfer getragen werden. Die Hauptstadt La Palmas stellt jedoch inselweit einzigartig den gesamten Leidensweg Jesu dar. Besonders beeindruckend sind dabei die unheimlich wirkenden Büßer in ihren langen Gewändern und spitzen Kapuzen, die am Karfreitag durch die Stadt ziehen.

Die Fiesta de las Cruces

Santa Cruz de La Palma, Villa de Mazo, Breña Baja und Breña Alta begehen im Mai das Kreuzfest, das vor allem für Santa Cruz von besonderer Bedeutung ist, denn hier feiert man die Stadtgründung am 3. Mai 1493 und neben den prunkvoll dekorierten Kreuzen findet man in der Hauptstadt dann auch wieder die lebensechten Stoffpuppen.

Die Mayos, wie man sie nennt, sind handgefertigte Puppen, die ab dem 3. Mai in den Gassen von Santa Cruz de La Palma und an einigen weiteren Orten der Nachbargemeinden ein buntes Potpourri an Alltagsgeschichten darstellen, Szenen aus dem täglichen Leben, Politik, Fernsehen, Wirtschaft und alles, was ansonsten so bewegt. Zu finden sind diese beispielsweise in der Nähe der Plaza Alameda.

Die Bajada de la Virgen de las Nieves

Alle fünf Jahre, das nächste Mal im kommenden Sommer 2015, feiert Santa Cruz de La Palma die Bajada de la Virgen de las Nieves (die Herabkunft der Jungfrau vom Schnee), der Schutzpatronin der Insel.

Im Jahre 1676 war sie für die Bewohner der Insel die letzte Hoffnung während einer langen Dürreperiode. Die Palmeros trugen das Marienbildnis in die Stadt, um die Hilfe der Heiligen Jungfrau zu erflehen. Seit diesem Zeitpunkt an wurde die Prozession ab 1680 alle fünf Jahre wiederholt.

Ende Juni beginnen die Feierlichkeiten mit der Bajada des Thrones und der Semana Chica (kleine Woche) und der anschließenden Semana Grande mit dem Umzug der Riesen und Dickköpfe, dem berühmten Minuett und dem unbestrittenen Höhepunkt: dem Danza de los Enanos, dem berühmten Zwergentanz.

Und schließlich folgt die Prozession, bei der die Jungfrau vom Schnee aus ihrem Domizil hinunter in die Kirche El Salvador ins Stadtzentrum getragen wird. (Wir berichten in der kommenden Ausgabe noch ausführlich)

Danza del Diablo – Teufelsfest

In wenigen Tagen ist es schon wieder soweit, auf La Palma ist der Teufel los. Beim „Teufelsfest“ in Tijarafe am kommenden Wochenende wird die Virgen de Candelaria, die Schutzpratronin des Ortes Tijarafe, aufs Neue unter Beweis stellen, ob das Gute in der Lage ist, über das Böse zu siegen.
Bereits seit 23. August feiert die Gemeinde ihre „Ntra. Sra. de Candelaria“ mit einem buen Festprogramm aus Sport, Musik und sonstriger Unterhaltung. Der eigentliche Höhepunkt ist aber der Danza del Diablo, der Teufelstanz in der Nacht vom 7. zum 8. September. Ein Spektakel ohne Gleichen ist es, wenn der feuerspeiende blecherne Teufel wild durch die Menschenmenge tanzt und seine eingebauten Feuerwerkskörper entzündet. Die jubelnde Menge treibt ihn über den Marktplatz gleich neben der Kirche „Iglesia Virgen de la Candelaria“, bis ihm schließlich der Kopf in Feuer und Rauch aufgeht, wenn er die darin versteckten Raketen und Feuerwerkskörper zündet.

Ab 21 Uhr beginnt die Fiesta mit einem ebenso feurigen Musikprogramm und vier palmerischen Bands, die mit lateinamerikanischen Rhythmen schon mal ordentlich einheizen. Wer dem Teufel leibhaftig gegenüber treten will, der muss sich allerdings bis nach 2 Uhr morgens auf den Beinen halten. Erst dann wird er sich zeigen und in Begleitung der „Großköpfe“ die Funken sprühen lassen.

Für manch jungen Unerschrockenen mag es Mutprobe oder Nervenkitzel sein, sich dem funkensprühenden Monstrum zu nähern, es ist aber sicherlich ratsam, einen ausreichenden Abstand zu halten, denn nicht selten tragen die waghalsigen Schaulustigen Andenken in Form von Verbrennungen nach Hause.

Zur Geschichte des Danza del Diablo

Ein fremder Puppenspieler war es, der die Bewohner von Tijarafe bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner über 3 Meter großen Puppe faszinierte und in seinen Bann zog. Er selbst steckte damals im Körper dieser riesigen Kunstfigur, die er auf diese Weise tanzend über den Marktplatz bewegte. Dann verschwand er eines Tages und die Menschen vermissten die tanzende Riesenpuppe. So erschufen sie einen neuen „Teufel“, der im Jahre 1930 schließlich in eine robustere Stahlkonstruktion verwandelt wurde.

Der neue Teufel war nun in der Lage, kleine Feuerwerkskörper aus seinen Armen zu feuern und seinen Kopf explodieren zu lassen. So war dieser dem heutigen schon ziemlich ähnlich. Die wirtschaftlichen Verhältnisse veranlassten damals viele Bewohner von La Palma, die Insel zu verlassen und nach Kuba und Venezuela auszuwandern und so war es dann auch mit dem Erfinder dieser neuen Teufelsgestalt.

Erst nach dem spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1939 lebte die Tradition des Teufels wieder auf und das blecherne Teufelskostüm wurde seit dem immer weiter perfektioniert. So beauftragte man in den 1970er Jahren dann erfahrene Pyrotechniker mit der Ausführung der spektakulären Feuershow und gestaltete auch das Kostüm leichter und sicherer. Mit der Jahrtausendwende bekamen die Freiwilligen Kostümträger dann auch eine Sauerstoffflasche unter das Kostüm, um die starke Rauchentwicklung unbeschadet zu überstehen.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass dieses feurige Spektakel einen normalen Verlauf nimmt und die Funken ihren Flug in Grenzen halten, denn die Insel hat wirklich sehr lange keinen Tropfen Regen mehr gesehen.

Edle Tropfen aus dem Lavaland

Seit dem Jahre 1995 ist La Palma ein Weinbaugebiet mit der gesetzlichen Herkunftsbezeichnung „Denominacion de Origen“. Dabei zählte der palmerische Malvasier bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den herrschaftlichen Häusern ganz Europas zu den besonders edlen Tropfen. Sogar Shakespeare und andere Dichter damaliger Zeit rühmten den hiesigen Wein. War er doch einst wichtigste Einnahmequelle der Insel. Der hohe Mineralstoffgehalt der Vulkanasche macht die Insel zu einem hervorragenden Anbaugebiet für Rebengewächse. So prägen die weitläufigen Weinberg-Hänge einen großen Teil des Landschaftsbildes. Die meist am Boden wachsenden Reben sind so bestens vor Wind geschützt und werden in Höhen von 200 bis 1400 m.ü.M. auf insgesamt 1600 ha kultiviert.

Die Hauptanbaugebiete der Insel sind Hoyo de Mazo, Fuencaliente und weite Teile des Nordens. Bekannteste Sorten sind: Negramoll, Listan, Malvasia, Sabro, Verdello, Moscatel, Bujariego, Gual, Albillo, Almuneco und Prieto.
Aus dem Norden stammen die bekannten Tea-Weine mit ihrem typischen harzigen Geschmack, der durch die Reifung in Tea-Holz Fässern entsteht.
Mehr Informationen erhalten sie auch im Weinmuseum in Las Manchas und vielleicht begeben Sie sich im Anschluss ja direkt ins Weinmuseum.

Palmerische Gemeinden und ihre Wappen

Bereits seit dem 12. jahrhundert mit der Bildung großer Ritterheere und aufgrund stattfindender Turniere entstanden Wappen zur farblichen und symbolischen Kennzeichnung und leichteren Zuordnung. DIe vorwiegend auf Schutzschilden und Fahnen aufgebrachten Wappen bestanden und bestehen auch heute noch im wesentlichen aus Schild, Helm, Helmzier und Helmdecke. Dies ist darin begründet, dass Schild und Helm zur damaligen Zeit besonders gut zur Anbringung der Heereszugehörigkeit geeignet waren. Um bereits aus der Ferne gut erkennbare Wappen zu gestalten, bediente man sich der starken Kontraste aus rot, blau, grün, purpur und schwarz, kombiniert mit gold und silber. Die Farben sollten hierbei nie direkt aneinander grenzen, sondern immer durch schwarz, gold oder silber getrennt sein. Während die Schilde der Wappen variieren und mit typischen Symbolen verziert sind, bleiben die Kronen gleich bzw. sehr ähnlich, wenn die Wappen einer Obergruppe zugeordnet werden können, was auch bei den Gemeindewappen La Palmas gut zu erkennen ist.

escudos1 escudos2