La Palma: Transvulcania 2015

während gestern die “Vertical”-Läufer gezeigt haben, was in ihnen steckt, gingen heute, am Freitag, den 8. Mai die Kids und Jugendlichen an den Start für die Disziplin “Kids-Junior”. Alles mi Rahmen der Transvulcania, dem grössten Laufevent der Insel La Palma, welches mi vergangenen Jahr sogar zur schönsten Bergstrecke gewählt wurde.

Morgen ist es endlich wieder soweit, die Vorbereitungen laufen schon lange, damit auch die siebente Ausgabe der Transvulcania ein voller Erfolg wird.

Das erste Highlight des 73 Kilometer langen Laufes ist bereits der Start am Faro de Fuencaliente in den frühen Morgenstunden. Wie eine unendlich lange, leuchende Perlenschnur fädeln sich die fast 2000 Läufer mit ihren Stirnlampen durch die Dunkelheit und um die sanften Hügel des palmerischen Südens. Während der ersten 7 km hinauf nach Fuencaliente geht dann langsam die Sonne auf und lässt auch die Nachbarinseln aus dem Meer auftauchen. Einfach eine sensationelle Stimmung, für Zuschauer und Läufer gleichermassen.

Dann geht es über die Vulcanroute einmal über die ganze Insel, zum höchsten Berg, dem Roque de Los Muchachos und um den riesigen Senkkrater der Caldera de Taburiente wieder zurück bis zum Ziel in Los Llanos. Dort wird der erste Läufer bereits gegen 13 Uhr erwartet.

La Palma: Kilometro Vertical 2015

Seit gestern dreht sich sich auf La Palma alles um das,mit Abstand grösste Event in Sachen Laufsport auf der Insel – Die Transvulcania. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet seit dem letzten Jahr ein weiterer Lauf statt. Dabei geht es jedoch nicht um die Bewältigung einer gigantisch längen Strecke, sondern vielmehr um das Überwinden einer extremen Steigung auf nur wenigen Kilometern. Die Rede ist vom Kilometro Vertical.

Der Kilometro Vertical startet heute, am 07. Mai 2015, um 17:00 Uhr am Playa de Tazacorte. Die Teilnehmer müssen eine Distanz von 6,6 Kilometern meistern und sich dabei auf einem Wanderpfad hinauf in eine Höhe von über 1000 Metern kämpfen. Eine gewaltige Herausforderung, die den Läufern einiges abverlangt. Ziel ist der Torre del Time und ein genialer Ausblick vom dortigen Aussichtspunkt über das Aridanetal, hinüber zum Bejenado und hinab in die Caldera de Taburiente.

Im vergangenen Jahr gewann das italienische Geschwisterpaar Bernard (1. Platz, 47 min) und Martin Dematteis (2. Platz). Erste bei den Frauen wurde vor der weltbesten Vertical-Läuferin, Laura Orgue, ebenfalls eine Italienerin. Elisa Desco erreichte das Ziel in weniger als einer Stunde.

Motorrad-Saison ist hier immer

Schlagzeilen wie, „Jetzt rasen sie wieder“ finden sie hier auf den Kanaren Gott sei Dank nicht.

Dennoch gibt es natürlich auch auf La Palma eine Art Motorrad-Saison. Die ist nur länger und verlässlicher als die Deutsche und darüber hinaus darf die Insel La Palma von sich behaupten, die schönste Bergstrecke der Kanaren zu beheimaten.

Auf La Palma haben sich drei Motorrad Clubs organisiert. Die genaue Zahl der Mitglieder ist nicht dokumentiert. Es dürften aber gut einige Hundert sein. Dazu kommen noch einige Hundert, die sich nicht in Clubs organisieren sondern völlig frei Ihrem Hobby nachgehen. Die Clubs tauschen sich aber auch innerhalb der Kanarischen Inseln aus und organisieren gemeinsame Ausfahrten.

Der Trend zum Motorrad ist in den letzten Jahren recht stabil. Die Krise hat zwar auch hier Zulassungseinbrüche mit sich gebracht, doch wenn man sich beispielsweise auf Teneriffa umsieht, dann kommt man um den Eindruck nicht umhin, dass dort das Motorrad gefragter denn je ist. Sicherlich ist das auch der Verkehrs und Parkplatz Situation geschuldet. Davon sind wir auf La Palma weit entfernt. Festzustellen ist auf jeden Fall auch, dass die unverkleideten, die sogenannten „Naked Bikes“ in den Zulassungsstatistiken weit oben liegen. Preisgünstige Mittelklasse Motorräder wie die Yamaha MT 07 oder MT09, die Kawasaki Z800 oder die Honda NC Baureihe sind die Topseller der jeweiligen Hersteller.

Motorradtreffen zur Großen Bajada de la Virgin de las Nieves

die alle fünf Jahre wiederkehrende große „Bajada de la Virgin de las Nieves“ wird vom Motorrad Club „Moteros Palmeros“ zum Anlass genommen, seinen 15.Jahrestag zu feiern und ein großes Treffen mit Rahmenprogramm zu organisieren. Alle Motorradfahrer sind herzlich eingeladen am Treffen teilzunehmen. Ob im Club organisiert oder als freier Motorradfahrer ist dabei völlig gleich, nur anmelden sollte man sich vorab beim Club per E-Mail (http://www.moterospalmeros.org.es/)

Egal wie man die Motorrad-Saison gestaltet, wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht. Und da das Durchschnittsalter des Motorradfahrers in den letzten Jahren immer älter geworden ist bzw. auch reifer, ist auch die Unfallhäufigkeit zurückgegangen. Er ist nicht mehr Randerscheinung und zeichnet sich heute, mehr denn je dadurch aus, dass er recht gut situiert ist.

Wer mit dem Gedanken spielt sich ein Motorrad zu kaufen, sollte erst einmal regional auf La Palma suchen und gucken, ob er hier nicht ein passendes Motorrad findet. Es gibt eigentlich nur drei offizielle oder wahrnehmbare Motorrad Händler auf der Insel. Zwei in Los Llanos, wobei der eine ein Auto und Motorradhändler ist und ein anderer in Santa Cruz, die sich um die Belange der Motorradfahrer kümmert.Danach kann man ja immer noch auf die beiden Hauptinseln Teneriffa und Gran Canaria ausweichen, wo der Markt natürlich unlängst größer ist.

Transvulcania auf dem 1. Platz

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Der Ultramarathon Transvulcania der kleinen Kanareninsel La Palma ist beliebteste Bergstrecke unter den Ultra-Läufern.

In 2013 kürten die Leser des Portals carreraspormontaña die Transvulcania auf La Palma bereits zur besten Bergstrecke und rücken auch in diesem Jahr nicht von ihrer Meinung ab. Zum zweiten Mal trägt La Palma den Sieg für den interessantesten Berglauf davon.

Allein der spektakuläre Start in den frühen Morgenstunden, wenn die vielen winzigen Stirnlampen der Läufer sich wie eine unendliche Lichterkette den Berg hinauf winden, macht die Transvulcania so besonders. Den Sonnenaufgang zu erleben, den Blick auf die Nachbarinseln und über die so abwechslungsreiche Natur La Palmas ist einfach fantastisch und lockt jedes Jahr mehr Laufinteressenten. Längst gehören internationale Spitzensportler zum Stammklientel der Transvulcania, darunter Luis Hernando Alberto, Anna Frost, Emilie Forsberg, Kilian Jornet, Sage Canaday oder Timothy Olson.

Organisatorische Änderungen der Transvulcania 2015

Im kommenden Jahr 2015 findet der Ultralauf am 9. Mai statt und startet wie in den Vorjahren um 6:00 Uhr morgens am Faro de Fuencaliente. Die Teilnehmer der Transvulcania werden allerdings in 2015 nur noch maximal 17 Stunden Zeit haben, um das Ziel in Los Llanos de Aridane zu erreichen, mússen also spätestens um 23 Uhr eintreffen. Danach endet die Zeitnahme.

Der Marathon startet wie in diesem Jahr am Refugio El Pilar, allerdings um 9:30 Uhr. Für die Strecke bis zum Ziel in Puerto de Tazacorte haben die Läufer maximal 7 Stunden Zeit und müssen also spätestens um 19:30 Uhr dort sein.

Der Halbmarathon startet wieder am Faro in Fuencaliente, nachdem die Ultra-Läufer auf der Strecke sind, um 7:00 Uhr. Die Zeitnahme am Ziel mi Refugio El Pilar endet um 14 Uhr.

Neu ist auch, dass die Transvulcania-Kids mi kommenden Jahr einen Tag vor dem grossen Lauf veranstaltet wird, also am 8. Mai. Damit sollen die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden und die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte erhöht.

In diesem Jahr fand erstmalig auch ein Kilometro Vertical – Lauf statt, welcher in Puerto de Tazacorte beginnt und sich dann 6 Kilometer steil den Berg hinauf windet. Hier verdoppelt sich die zugelassene Teilnehmerzahl auf 200 Läufer. Der Kilometro Vertical findet zwei Tage vor dem Hauptevent am 7.Mai 2015 statt.

Wettbewerb der Kanarienvogelzüchter

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Dieser Tage stellen die Kanarienvogelzüchter aus La Palma, Gran Canaria und Teneriffa ihre besten Exemplare aus und hoffen auf den Gewinn des Wettbewerbs.

Der palmerische Züchterclub „Asociación de Canaricultura 10 de Febrero La Palma hat gemeinsam mit der Gemeinde El Paso den inzwischen 19. Wettbewerb der Kanarienvogelzüchter organisiert. Seit gestern, dem 1. Dezember 2014 kann man im Veranstaltungshaus „Recinto Ferial“, gegenüber der Markthalle in El Paso, über 600 verschiedene, kanarische und exotische Exemplare bestaunen.

Bis zum 7. Dezember 2014 läd die Ausstellung jeweils von 10-13 Uhr und 16-20 Uhr zum Besuch ein. Hier trifft man insgesamt 67 erfahrene Kanarienvogelzüchter, die einem sicher gern den einen oder anderen guten Tipp mit auf den Weg geben.

Der Urvater aller Züchtungen ist der Kanarengirlitz, den man hier auf La Palma in riesigen Scharen antrifft. Seit zarter Gesang ist unverkennbar und vielfältig, denn der Kanarengirlitz vermag es, sich ganze Abfolgen von Tönen einzuprägen und zu wiederholen.

Seine Art gehört zur Gattung der Girlitze in der Familie der Finken und sicher war die Heimat des Kanarengirlitz lange vor den Menschen die Inselwelt der Kanaren. Weitere Vorkommen gibt es auf den Azoren und Madeira.

Mit seiner Größe von 12,5 bis 13,5 Zentimetern ist der kleine rundliche Geselle bei einem Gewicht bis 25 Gramm mit seinem kurzen aber kräftigen Schnabel häufig , mitunter auch in kleineren Trupps, in der Nähe der Menschen zu finden.

Von der Küste bis zu einer Höhe von 2000 Meter über dem Meer erstreckt sich sein Lebensraum.

Geschäftig suchen die Vögel in Bodennähe und auf Büschen und Bäumen ihre Nahrung, die aus vielerlei Samen und Blättern bestehen. Auch kleinere Insekten werden nicht verschmäht. Dabei wirken sie recht zutraulich.

Männchen und Weibchen dieser Art haben ein so unterschiedliches Aussehen, dass man zwei Arten vermuten könnte. Während die Männchen an Kopf, Hals, Brust und Bauch gelblich grünes Gefieder haben, sind die Weibchen eher unscheinbar und haben eine graugestreifte Brust. Jungvögel sind bis zum Herbst sogar graubraun.

Meist sind es die Männchen, die von hohen Orten als eifrige Sänger zu hören sind. Ihr Gesang verändert und entwickelt sich im Laufe des ersten Lebensjahres Und machte den Vogel seit dem 16. Jahrhundert zu einem begehrten „ Exportartikel“ der Kanaren.

Das Weibchen baut das Nest aus Moos und Gras allein und polstert es weich aus.Das Männchen bewacht das Nest und versorgt sein Weibchen. Aus dem Gelege von 3 bis 5 Eiern schlüpfen nach 14 Tagen die Jungen, die nach 16 Tagen bereits das Nest verlassen. Sie werden aber noch 14 Tage weiter versorgt. Zwei Bruten im Jahr sind die Regel, weshalb der Kanarengirlitz nicht zu den gefährdeten Arten gehört.

Der schöne Gesang und die relativ einfache Haltung in Käfigen machten den Vogel für wohlhabende Europäer interessant. Mönche nutzten dieses und züchteten Kanarengirlitze für den Verkauf, Es wird berichtet, dass Spanien versuchte, ein Monopol für den Verkauf dadurch zu sichern, dass nur Männchen verkauft wurden, um Nachzuchten unmöglich zu machen, was aber schließlich doch nicht zu verhindern war.

Erst durch die Züchtung wurde im Laufe der Jahrhunderte aus dem eher unscheinbaren Kanarengirlitz der Kanarienvorgel mit dem typischen gelb oder in anderen hellen Farben leuchtenden Gefieder, wie ihn die meisten Menschen kennen. Fühlen sich die Vögel wohl und stellt man geeignetes Nistmaterial zur Verfügung, gelingt meist auch die Nachzucht von Jungen in der Wohnung.

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Leiche bei Tijarafe gefunden

Anwohner aus Tijarafe fanden gestern Nachmittag während einer Wanderung mit ihren Hunden eine männliche Leiche im Barranco de Jieque (oberhalb von Tijarafe), bei der es sich laut erster Ermittlungen offenbar um den deutschen Wanderer handelt, der bereits seit Beginn dieses Jahres als vermisst galt.

Tagelang kreiste der Rettungshubschrauber der GES über der Region El Pinar bis El Time und suchte fieberhaft nach dem vermissten 67-jährigen Deutschen, der sich am 6. Februar zu Fuß auf den Weg in die Berge begab. Von seinem Ferienhaus in Tijarafe startete er seine Wanderung allein hinauf zum Roque de los Muchachos. Am gleichen Abend erhielt seine Frau das letzte Lebenszeichen von ihm, als er sie per Handy anrief und ihr mitteilte, sich in einem Barranco bei Pinar de Tijarafe zu befinden. Diesen Anruf erhielt die Frau gegen 20 Uhr. Seitdem fehlte jede Spur von dem Mann.

Immer und immer wieder flog der Helikopter die Barranco dieser Region vom Meer bis hinauf in die Berge ab. Am Boden unterstützten währenddessen mehr als 50 Helfer des Medio Ambiente, der Guardia Civil, Policía Local, Hilfskräfte der Ayuda en Emergencia Anaga, des Zivilschutzes Tijarafe sowie der Hundestaffel La Palma. Doch alle Bemühungen blieben erfolglos.

Die eindeutige Identität wir nun durch Bestimmung der DNA festgestellt, eine Autopsie wird zudem Klarheit über die Todesursache bringen.

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Wandertouren gut vorbereiten und planen

Gerade im Winterhalbjahr kann sich das Wetter auf den Kanaren schnell mal ändern. Gute Vorbereitung kann darum lebenswichtig sein!

Es ist auf jeden immer besser, die Wanderung nicht allein zu machen, doch wenn sich kein Wanderpartner finden lässt, benachrichtigen Sie in jedem Fall eine Person über die geplante Route und anberaumte Zeit Ihrer Rückkehr. Ein aufgeladenes Handy sollte ebenfalls nicht fehlen. Selbstverständlich gehört zur guten Vorbereitung ein Rucksack mit reichlich Wasser oder anderem Getränk, Verpflegung, Wind- und Wetterschutz und eine Taschenlampe.

Wanderunerfahrenen sei bei grösseren Touren auch empfohlen, sich die gewählte Strecke genaustens auf der Karte anzusehen, vor allem auch im Höhenprofil. Das stete Auf und Ab der palmerischen Berge wird leicht unterschätzt, kostet Kraft und Zeit.

Herbstmesse auf La Palma

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Nach dem Motto: Deutschland zu Gast in Tazacorte“ findet in den kommenden Tagen die Herbstmesse auf La Palma statt.

La Palma ist und bleibt vor allem für deutsche Urlauber ein beliebtes Reiseziel. Um die deutsch-palmerische Bande noch zu vertiefen, veranstaltet die Gemeinde Tazacorte gemeinsam mit dem Rat für Kultur und Tourismus, dem Cabildo de La Palma, CIT Tedote und dem deutschen Konsulat erneut die Herbstmesse auf La Palma.

Die „Feria de Otoño“ findet in diesem Jahr zum 2. Male statt. Ab morgen, dem 13. November bis zum Samstag, den 15. November werden im Casa Massieu in Tazacorte zwischen 18:00 und 22:30 Uhr typische deutsche Speisen und Getränke angeboten. Ein Mix aus deutscher und heimischer Musik sorgt für den passenden Rahmen. Neben einer Kunsthandwerksausstellung werden einige deutsche Künstler hier ihre Werke präsentieren und es werden deutsche Filme mit spanischem Untertitel gezeigt. Am Samstag Vormittag kann man außerdem ab 10:00 Uhr ein typisches deutsches Frühstück probieren.

Biken La Palma – Zwischen Himmel und Meer

Zwischen Himmel und Meer – Biken auf La Palma

Von Sonne, Wind und Meer verwöhnt, entspannt man unter Palmen nach einem traumhaften Biketag. Durch einsame Wälder und weite Sanddünen, auf und ab über breite Forstpisten und schmale Singletrails durch die Unendlichkeit La Palmas.

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Vergessen sind die Anstrengungen des Uphills, vorbei die fast endlosen Serpentinen, die Frage in jeder Kurve: „Wie weit es denn noch ist?“

Geblieben ist der Rausch der Abfahrt.

Die krassen Gegensätze sind es, die La Palma so reizvoll machen. Vom Schnee auf dem Roque de los Muchachos durch die Regenwälder auf der Ostseite, oder die sonnenbeschienenen Weinberge im Süden, wählt man eine Tour ganz nach eigenem Können und Geschmack. Ob breite Forstwege, schmale Singletrails oder rasante Downhillpisten; abseits der breiten Touristenströme ist man in La Palma immer.

Abenteuer Biketour. Wir treffen uns mit weiteren Tour-Teilnehmern am Bikeshop, passen die Bikes an, mit denen wir heute „Trails rocken“, wie der Mechaniker uns versichert. Auch die Guides sind da, legen überall Hand an, um wirklich jedes Bike individuell auf unsere Wünsche abzustimmen.

Dann geht es zur Sache. Heute wird dann doch erst einmal geshuttled, in den Norden, zum alten Teil der Insel. Hier gibt es tiefe Schluchten, felsiges Terrain, steile und technisch anspruchsvolle Auf- und Abfahrten.

Schnell bewegen wir uns in Pulsbereichen, die normales Sprechen unmöglich machen. Dafür erleben wir mit Augen und Nase eindrucksvoll die natürliche Ursprünglichkeit der Isla Bonita. Die Gerüche und die Stille in den Wäldern heben eindrucksvoll die Unberührtheit dieser Perle im Atlantik hervor.

Nach dem ersten Hauptanstieg fahren wir einen alten Handelsweg entlang. Immer wieder mit berauschenden Aussichten, teils in tiefe Schluchten, teils zum Meer, gelangen wir zum Rand des Nationalparks „Caldera de Taburiente“. Das Herz der Insel ist ein eindrucksvoller Erosionskrater mit einem Durchmesser von zehn Kilometern.

Von hier geht es dann wieder wahlweise auf einer leichteren Abfahrt, oder auf einem alten Königsweg einem Camino Real, der uns fahrerisch alle abverlangt, bis zum Meer.

Wir beschließen die Tour hier bei frischen Fisch und einem kühlen Bier. Anschließend geht es per Taxi und Trailer nach Los Llanos zurück.

Text: Siegmund Schüler (Bike n Fun La Palma)

Gemütlicher Rundweg um den Montaña Enrique

 

Wer nicht allzu viel Zeit oder Muße für eine längere Wanderung hat, aber dennoch eine abwechslungsreiche Natur genießen und dabei wunderschöne Blicke auf die Berge und hinunter ins Tal haben möchte, dem sei dieser Rundweg um den Montaña Enrique empfohlen. Die Strecke eignet sich auch bei schlechtem Wetter und es sind auf- und absteigend nur etwa 150 Höhenmeter zu überwinden.

Streckenlänge: ca. 5 km, Gehzeit : ca. 1,5 h

Vor dem Centro de Visitantes de Parque Nacional geht von El Paso kommend unmittelbar nach der Zufahrt zum Schlachthof (Matadero) die Calle Las Moraditas rechts ab. Wir fahren bis zu deren Ende – ca. 3 km – und parken dort.

Von dort folgen wir dem anfangs mit Steinmauern eingefassten Fahrweg. Über ein Stück Betonpiste erreicht man an deren Ende eine Ebene, an deren rechter Seite der Montaña Enrique aufsteigt.

Am Ende der Ebene wird der Fahrweg etwas steiler und man erkennt hier einen Pfad, der links von dem Fahrweg abzweigt. Dieser Pfad führt um eine Erhebung herum wieder auf unseren Weg zurück. Am Ende der Ebene erreicht man nach ungefähr 25 Minuten die schwarze Lavafläche Llanos del Jable. Vor sich sieht der Wanderer den fast baumlosen Pico Birigoyo und rechts davon den El Gallo.

Von links kommt der Weg PR-LP 14 von El Paso herauf, der am Fuß des Montaña Quemada (1360 m ) vorbei führt. Blicken wir an dieser Stelle unseren Weg zurück, liegt rechter Hand die Cumbre Nueva. Oft kann man hier das Naturschauspiel erleben, wenn sich die weißen Wolken über die Berge wie ein Wasserfall in die Tiefe stürzen.

Weiter folgt man rechts dem SL-EP 101 Richtung Tacande. Nach etwa 10 Minuten und einem kurzen Abstieg geht es bei einem Wegweiser auf einem Fahrweg rechts. Dort steht zwar ein Sperrzeichen, das man aber ignorieren kann. Nach reichlichen 5 Minuten passieren wir eine Absperrung und nach knapp weiteren 5 Minuten zweigt rechts ein Weg ab. Diesem folgen wir ca. 140 m. Unmittelbar nach einem Baum zweigt links ein unscheinbarer, schwer erkennbarer Pfad ab, auf den wir wechseln. Der Pfad führt nach ca. 50 Metern zu einer Einkerbung im Kraterrand. Hier kann man einen Blick in die Tiefe werfen und anschließend zum Anfang des Pfades zurückkehren.

Nun geht es rechts weiter. Nach 60 Metern kommt man an einen Steg, den man bis zu einem Fahrweg nach unten folgt. Rechts diesem Weg folgend kommt man am Rand einer Ebene vorbei. Dort wächst ein unverkennbares Prachtexemplar einer Kanarischen Kiefer. Am Ende des Weges hält man sich rechts auf den querenden Weg und erreicht 10 Minuten später schon bergab die Betonpiste, die uns als Ausgangspunkt der Tour in Erinnerung ist und uns zurück zum Auto bringt.

 

Santa Cruz de La Palma

Santa Cruz de La Palma
Santa Cruz de La Palma
Der schönste Platz der Kanaren ist die Plaza de España in Santa Cruz de La Palma

Die Hauptstadt La Palma´s steckt längst mitten in den Vorbereitungen der wohl beeindruckendsten Fiesta der Insel im kommenden Jahr, der Bajada de La Virgen de las Nieves. Sie findet nur alle 5 Jahre in Santa Cruz de La Palma statt und lockt viele Gäste aus Nah und Fern.

Alonso Fernandez de Lugo gründete 1493 die Stadt Santa Cruz de La Palma und erhob sie zur Inselhauptstadt. Bereits nach wenigen Jahrzehnten bekam die Stadt das Privileg, mit Amerika Handel zu treiben, was bis dahin nur Sevilla und Antwerpen erlaubt war. So wurde Santa Cruz de La Palma bald die wichtigste Zwischenstation der Handelsschiffe auf dem Weg nach Amerika. Die Stadt stand in ihrer Blüte und viele Auswärtige kamen hierher, um ein Stück vom Reichtum abzubekommen. Heute leben hier etwa 20.000 Menschen.

Der Reichtum lockte aber auch im 16. Jahrhundert immer wieder Piraten an. So wurde unter der Führung von Francois Le Clerc die Stadt geplündert und in Brand gesetzt. Sie wurde umso prächtiger wieder aufgebaut und bekam moderne Verteidigungsbauwerke, wodurch der Angriff des Engländers Sir Francis Drake erfolglos blieb.

Der Handel mit Amerika lockte Kaufleute und Handwerker aus vielen Ländern herbei, die damals schon der Stadt ein gewisses internationales Flair gaben. Ein Erlass von 1657 bestimmte bedauerlicherweise, dass alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika auf Teneriffa registriert werden mussten und dort die Abgaben zu entrichten hatten. Damit setzte historisch betrachtet der Niedergang des Handelsgeschäftes ein.

Die historischen Gassen in der palmerischen Hauptstadt zeugen noch vom Wohlstand vergangener Jahrhunderte und herrschaftliche Häuser mit üppigem Blumendekor geben herrliche Fotomotive ab.

Dass Christoph Kolumbus auf seinen Reisen auf La Palma war, ist allerdings nur eine Legende, denn tatsächlich setzte er nie einen Fuß auf die Insel. Dennoch steht der Nachbau seines Schiffes, der Santa Maria, an der Plaza Alameda und beherbergt das Schifffahrtsmuseum.

Sehenswertes in der palmerischen Hauptstadt

El Castillo de la Virgen

Am nördlichen Ende der Stadt, gleich nach dem Überqueren des großen Barranco befinden sich oberhalb des dortigen Parkplatzes die Festungsanlagen des Castillo de la Virgen. Hier findet alle 5 Jahre (Sommer 2015) während der großen Bajada de la Virgen de las Nieves der Dialog zwischen der Festung und dem davor befindlichen Schiffsnachbau der Santa Maria statt. Die Anlage kann besichtigt werden.

Das Museo Naval

Ebenfalls am nördlichen Ende der Stadt, unmittelbar vor dem großen Barranco steht der Nachbau des Kolumbusschiffes, der Santa Maria. Es beherbergt das Schifffahrtsmuseum. Neben einigen Schiffsmodellen findet man hier wertvolle alte Seekarten, auf denen deutlich wird, wie man sich die Welt damals vorstellte. Die Ausstellung beinhaltet weiterhin alte Navigationsgeräte und weitere Exponate. Über eine Wendeltreppe gelangt man auch ans Deck der Santa Maria.

Das Castillo de Santa Catalina

Von der Santa Maria geht man einige Meter Richtung Innenstadt, biegt in die zweite Gasse links und gleich darauf rechts in die Calle Castillete ein, um zu den Festungsanlagen des Castillo de Santa Catalina zu gelangen. Der Bau der quadratischen Bastion wurde 1674 fertiggestellt und sollte die Stadt vor Piratenangriffen schützen, jedoch musste sie ihre Funktionalität nie unter Beweis stellen. Eine Besichtigung dieser Anlage ist nicht möglich.

Convento de San Franzisco

Von der Plaza Alameda gelangt man an deren südlichem Ende über die kleine Gasse, die rechts am dortigen Café vorbeiführt, zur Plaza de San Franzisco und dem gleichnamigen Franziskanerkloster. Im frühen 16. Jahrhundert ließen sich die Franziskanermönche hier nieder, um die verbliebenen Palmeros nach der spanischen Eroberung zu gläubigen Christen zu missionieren. In der dreischiffigen Kirche sind vor allem die reich verzierte Kassettendecke aus der Renaissance und die vergoldeten Figuren der heiligen Anna und Maria sehenswert.

Das Inselmuseum

Durch den großen Hof und Kreuzgang des Klosters gelangt man in den Innenhof mit einem romantischen Patio, in dem Orangenbäume wachsen. Hier befindet sich auch der Eingang zum Inselmuseum, wo den Besucher eine große Sammlung an archäologischen, naturkundlichen und handwerklichen Fundstücken, sowie präparierte Tiere, Mineralien, Gemälde und Skulpturen aus mehreren Jahrhunderten erwarten.

Placeta de Borrero

Vom Convento de San Francisco gelangt man am südlichen Ende der dortigen Plaza über eine Treppe hinunter zur C/ de Anselmo Pérez de Brito. Die schmale Kopfsteinpflastergasse säumen herrschaftliche Häuser, die noch deutlich den Reichtum von einst erkennen lassen. Der Gasse abwärts folgend gelangt man schließlich zu einer kleinen Oase inmitten der Stadt, der kleinen Placeta de Borrero mit einem alten Springbrunnen und verschiedenen Cafe´s.

Die Markthalle

Folgt man der Gasse von der Placeta de Borrero weiter Richtung Süden und biegt an der Ampel nach rechts ab, führt der Weg direkt zur großen Markthalle, in der täglich frische heimische Waren in einem inseltypischen Ambiente angeboten werden.

Teatro Chico

Gleich neben der Markthalle findet man das „kleine“ Theater, in dem früher reisende Künstler ihre Gastauftritte hatten, Musik darboten und Theater spielten. Aktuell ist geplant, das Theater in ein kleines Kino zu verwandeln.

Teatro Circo de Marte

Über die gegenüberliegende kleine Gasse, führt der Weg weiter zur Calle de la Virgen de la Luz, wo im Theater „Circo de Marte“ die Akteure ihre Künste vorführen. In dem imposanten Gebäude wird für die Besucher hochkarätige Bühnenkunst und Musik dargeboten.

Plaza de Santo Domingo

Unmittelbar am Teatro „Circo de Marte“ liegt die beschauliche Plaza de Santo Domingo und die gleichnamige Kirche. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich etwas abseits des Hauptstadttreibens niederzulassen und zu verweilen.

Plaza de España, Rathaus und die Iglesia de El Salvador

An der Calle Real oder auch C/ O´Dalí liegt kurz vor der großen Avenida El Puente der wohl schönste Platz der Kanaren, die Plaza de España, an deren Flanken sich das Rathaus, die Erlöserkirche, ein großer antiker Brunnen und ehemalige Kaufmannspaläste aneinander reihen. In der Mitte der Plaza steht das Denkmal eines bekannten „Ketzers“, des Priesters Manuel Díaz Hernández, der aufgrund seiner liberalen Vorschläge von der Insel verbannt wurde.

Die Iglesia de El Salvador ist mit ihrem imposanten Portal und dem angrenzenden riesigen Glockenturm der mächtigste Bau in diesem Ensemble. Sie wurde bald nach der spanischen Eroberung erbaut und kurz darauf von einem französischen Korsaren wieder in Schutt und Asche gelegt, wenige Jahre später aber wieder aufgebaut. Ein Blick ins Innere der dreischiffigen Kirche lohnt sich.

Das ebenfalls aus der Renaissance stammende Rathaus mit seinem eleganten Säulengang beherbergte früher einmal den Kerker und war einst Tagungsstätte des Gerichts. Die Wände im Inneren sind mit Fresken von Mariano de Cossios versehen, die typische Alltagssituationen darstellen.

Sala O´Daly

wenige Meter von der Plaza de España entfernt in Richtung Süden befindet sich eine wechselnde Kunstausstellung, die Künstlern der Insel ermöglicht, hier ihre Werke zu präsentieren.

Casa Salazar

Weiter Richtung Süden auf der O´Daly gelangt man kurz vor deren Ende zum Casa Salzar mit seiner prächtigen Natursteinfassade. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude im Stil der Renaissance beherbergt den Sitz des UNESCO-Biosphärenreservates. Den Innenhof des vierstöckigen Hauses säumen massive Holz-Galerien.

Die Marina der Hauptstadt

Der Hafen von Santa Cruz hat in den letzten Jahren einen Wandel erfahren. Ein kleine und sehr moderne Flaniermeile mit Geschäften und Gastronomie lädt ein, den weiten Blick über die Hafenanlage und hinaus auf den Ozean zu werfen und vielleicht Fernweh zu empfinden.

Die Fiestas in Santa Cruz de La Palma

Der Karneval

Karneval wird auf der gesamten Insel gefeiert, doch der „Dia de los Indianos“ ist einer der meistbesuchten Höhepunkte dieses Events. An diesem Tag taucht die Stadt in eine dicke Wolke aus weißem Babypuder ein und umhüllt die Menschen in ihren weißen Gewändern. Karibische Klänge und tanzende, fröhliche Menschen zeichnen das Bild der Stadt zu diesem Ereignis, an dem die Ankunft der reichen Heimkehrer aus Übersee zelebriert wird.

Die Semana Santa

In der Karwoche finden auf der ganzen Insel sehenswerte Prozessionen statt, bei denen Heiligenfiguren durch die Städte und Dörfer getragen werden. Die Hauptstadt La Palmas stellt jedoch inselweit einzigartig den gesamten Leidensweg Jesu dar. Besonders beeindruckend sind dabei die unheimlich wirkenden Büßer in ihren langen Gewändern und spitzen Kapuzen, die am Karfreitag durch die Stadt ziehen.

Die Fiesta de las Cruces

Santa Cruz de La Palma, Villa de Mazo, Breña Baja und Breña Alta begehen im Mai das Kreuzfest, das vor allem für Santa Cruz von besonderer Bedeutung ist, denn hier feiert man die Stadtgründung am 3. Mai 1493 und neben den prunkvoll dekorierten Kreuzen findet man in der Hauptstadt dann auch wieder die lebensechten Stoffpuppen.

Die Mayos, wie man sie nennt, sind handgefertigte Puppen, die ab dem 3. Mai in den Gassen von Santa Cruz de La Palma und an einigen weiteren Orten der Nachbargemeinden ein buntes Potpourri an Alltagsgeschichten darstellen, Szenen aus dem täglichen Leben, Politik, Fernsehen, Wirtschaft und alles, was ansonsten so bewegt. Zu finden sind diese beispielsweise in der Nähe der Plaza Alameda.

Die Bajada de la Virgen de las Nieves

Alle fünf Jahre, das nächste Mal im kommenden Sommer 2015, feiert Santa Cruz de La Palma die Bajada de la Virgen de las Nieves (die Herabkunft der Jungfrau vom Schnee), der Schutzpatronin der Insel.

Im Jahre 1676 war sie für die Bewohner der Insel die letzte Hoffnung während einer langen Dürreperiode. Die Palmeros trugen das Marienbildnis in die Stadt, um die Hilfe der Heiligen Jungfrau zu erflehen. Seit diesem Zeitpunkt an wurde die Prozession ab 1680 alle fünf Jahre wiederholt.

Ende Juni beginnen die Feierlichkeiten mit der Bajada des Thrones und der Semana Chica (kleine Woche) und der anschließenden Semana Grande mit dem Umzug der Riesen und Dickköpfe, dem berühmten Minuett und dem unbestrittenen Höhepunkt: dem Danza de los Enanos, dem berühmten Zwergentanz.

Und schließlich folgt die Prozession, bei der die Jungfrau vom Schnee aus ihrem Domizil hinunter in die Kirche El Salvador ins Stadtzentrum getragen wird. (Wir berichten in der kommenden Ausgabe noch ausführlich)