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casa roja in Mazo (Ausgabe 02/10)  
   
 

Museum des Stickereihandwerks und Fronleichnamsfestes

Eines der prächtigsten Hauser des Ortes Mazo im Osten der Insel ist wohl das „Casa Roja“. Das durch seine rote Fassade nicht zu übersehene Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert erbaut. Der Handelskaufmann Leopoldo Pérez Días ließ die Villa nach seiner Rückkehr aus Amerika 1911, wo er als Auswanderer sein Glück machte, erbauen. In den 70er Jahren wurde es von dem Deutschen Jürgen Fischer gekauft, welcher dem Haus seine rote Farbe gab und darin ein Hotel eröffnete. Später wurde es von der Gemeinde erworben und von 1994 bis 1996 restauriert.
Heute wird hier im Untergeschoss das Fronleichnamsfest von seinen Anfängen bis zur heutigen Zeit dokumentiert. Ausgestellt werden unter anderem Kunstwerke, welche auch zur Prozession im Rahmen des Fronleichnamfestes bewundert werden können. Ausserdem geben Fotos, Dokumente und Reproduktionen weitere Informationen über das, für die Gemeinde so bedeutende Fest.
Das Obergeschoss gibt Einblick in das wohl bedeutendste Kunsthandwerk der Insel – die Stickerei. Sie ist mit der Gemeinde Mazo tief verwurzelt und blickt auf eine lange Geschichte zurück. So war das Bördeln (die Lochstickerei) auf La Palma über Jahre eine wichtige Einnahmequelle. Die Stickereien kommen vor allem bei der Herstellung der Trachten, Tischdecken und Kirchendekorationen zum Einsatz.

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