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| Thema: San
Borondón - Das Geheimnis bleibt |
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Am
Wanderweg von Tijarafe zu einem kleinen Sandstrand zuwischen
den Klippen findet man am Rande des Barranco del Jurado eine
in vier Sprachen gehaltene Hinweistafel auf ein Jahrhunderte
altes Mysterium, nämlich die vierzehnte der Kanarischen
Inseln mit dem Namen San Borondón. (das Archipel zählt
7 Hauptinseln und 6 kleine, überwiegend unbewohnte Inseln)
Ihren Namen verdankt sie einem irischen Mönch, der von 480
bis 576 als „Sankt Brendan“ lebte und gemeinsam mit
anderen Mönchen weite Seereisen unternahm. Er fand und beschrieb
wohl als erster Seefahrer die Insel. Über
die vielen Jahrhunderte gab es immer wieder Berichte von Seeleuten,
die die Geheimnis umwobene Insel nicht nur gesehen, sondern sogar
betreten und ihre Erlebnisse ausführlich geschildert haben.
Darüber hinaus existieren sogar Karten mit Vermessungsangaben
zur Lage von San Borondón, deren tatsächliches Vorhandensein
aber auch mit der heutigen modernsten Satellitentechnik nicht
beweisbar war. Grund genug, der Legende immer wieder neue Nahrung
zu geben.
Das Erscheinen der Insel wurde der Überlieferung
nach auch von den Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro
am Horizont in Richtung Westen beobachtet. Die Schilderungen
darüber
waren im 18 Jahrhundert Anlass für seriöse Expeditionen,
die jedoch sämtlich
erfolglos verliefen. Aber darin mag gerade der Reiz liegen, am
Rand des Barranco del Jurado 270 Meter hoch über dem Meer
zu stehen und den weiten Blick über das Wasser zu genießen.
Denn vielleicht gibt es sie ja doch – die geheimnisvolle
Insel, von der so viele behaupten, sie gesehen zu haben. Und
warum sollte sie nicht zufällig gerade in diesem Moment
auftauchen. |
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